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© Wolf Steiner
»Eine lernende, agile Organisation
entsteht durch lernfähige und
agil handelnde Führungskräfte.«

Das Atreus Online Magazin für Interim Management
Ausgabe 22 | Mai 2018

Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, im Interview mit A·network.

Hands-on Digital

»Neue Technologien halten Einzug in unsere Lebens- und Arbeitswelten. Welche neuen unternehmerischen Kompetenzen erfordert die zunehmende Vernetzung unserer Welt?«

Einen Sinn für Reflexion, ein wenig Gelassenheit und ein umfassendes und systemisches Verständnis des digitalen Wandels. Durch unreflektiertes Vorgehen bleiben viele Unternehmen im Modus der Überforderung stecken. Wer es schafft, etwas zurückzutreten und das große Ganze zu betrachten, entkommt der vermeintlichen Hektik, erkennt Zusammenhänge und erhält einen neuen Blick auf Digitalisierung.

»Alle reden von digitaler Transformation, Automatisierung, künstlicher Intelligenz – doch wie kann man daraus ein sauberes Verständnis für das eigene Unternehmen schaffen?«

Mit einem pragmatischen Zugang. Sie sprechen diese großen, vieldiskutierten Schlagworte an, diese Viren im Kopf, die sich vor allem vom Silicon Valley ausbreiten. Durch sie sind wir geblendet und haben das Gefühl, dort funktioniere das alles ganz einfach. Doch Digitalisierung ist keine Parallelwelt, sondern ein unwiderruflicher Teil unseres Alltags. Denken Sie individuell, fragen Sie sich nicht, wie Sie möglichst schnell „digital“ werden können und bauen Sie nicht aus Aktionismus heraus Apps oder Innovation Labs auf, um den großen Beispielen hinterherzuhecheln. Fragen Sie sich stattdessen, was Digitalisierung für Sie und Ihr Business bedeutet und welche Veränderungen wirklich Sinn für Sie machen. Gehen Sie den kontinuierlichen Prozess der digitalen Transformation bewusst und selbstbewusst an. 

»Im Zuge dieses digitalen Wandels entstehen neue Kulturen, Lebensstile und Verhaltensmuster. Welche Veränderungen beobachten Sie mit Blick auf die Arbeitswelt in den Unternehmen?«

Etwa eine neue „Wir-Kultur“. Nehmen wir beispielsweise den Lebensstil des Multi Performers. Sein an Einzelleistung orientiertes Arbeitsethos ist ein Wert der scheidenden Industriegesellschaft und erscheint in der Kreativökonomie wenig zukunftsfähig. Während sich der Anteil der Multi Performer innerhalb der Gesellschaft rückläufig entwickelt, gehört etwa dem Lebensstil des ebenso ehrgeizigen Vorwärtsmachers, der Durchsetzungskraft mit sozialem Einfühlungsvermögen paart, die Zukunft. Diese Kombination macht den Vorwärtsmacher auch zur besseren Führungspersönlichkeit.

»Beziehungen statt Bytes: Digitale Transformation ist eine 
Frage der Führung, nicht der Technologie.« ©Wolf Steiner

»Wie gestaltet sich die Führungsarbeit der Zukunft?«

Auf das Zeitalter des zahlen- und entscheidungsorientierten Managements folgt die Ära der richtungsweisenden und kulturstiftenden Führung, die in heutigen Unternehmen noch alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Wer nach her­kömmlichen Maßstäben managt, versucht ständig, selbst alles zu wissen und vorzugeben. So erzieht man sich eine Organisation, die abschaltet und sich nur auf den Chef verlässt. Die Führungsarbeit der Zukunft ist das Beobachten: das kluge Hinschauen, Zulassen und Loslassen, das Sich-hinein-Fühlen und Erkennen von Mustern und Zusammenhängen. Wenn Sie kreatives, eigenes Denken fördern wollen, müssen Sie Ihren Mitarbeitern mehr Autonomie und Verantwortung zugestehen. Dafür braucht es aber auch gefestigte Führungskräfte, die mit dezentralen, flachen Strukturen zurechtkommen. Das hat viel mit Erfahrung, Qualifikation und Haltung zu tun. Demokratisierung, Verflachung und Agilisierung können nur gelingen, wenn die Managementkompetenzen und die Führungskultur entsprechend ausgeprägt sind.

»Ist Agilität ein Buzzword oder ein entscheidender, zentraler Hebel hin zu einer erfolgreichen digitalen Transformation?«

Natürlich müssen Unternehmen künftig viel rascher, flexibler und einfallsreicher agieren, wenn sie mit der Dynamik der Digitalisierung Schritt halten wollen. Die Frage ist allerdings, wo man ansetzt. Eine Reorganisation der Strukturen etwa ist oft nur eine Ausrede, um nicht über schlechte Führung sprechen zu müssen. Eine lernende, agile Organisation entsteht vielmehr durch lernfähige und agil handelnde Führungskräfte. Es mag paradox klingen, doch je flacher die Organisation ist, umso mehr wird Führung benötigt – nur eben eine andere Art der Führung. In der Verbesserung von Leadership schlummert die enorme Hebelwirkung.

Die neue Trendstudie aus dem Zukunftsinstitut

Hands-On Digital Agenda für digitale Kompetenz

www.zukunftsinstitut.de

© Wolf Steiner


Harry Gatterer

Harry Gatterer ist geschäftsführender Gesellschafter des Zukunftsinstituts mit Sitz in Frankfurt am Main und Wien. 2017 übernahm er die Mehrheitsanteile am Unternehmen von Matthias Horx, dem Gründer des Zukunftsinstituts. Seine Kernkompetenz liegt in der Verknüpfung von gesellschaftlichen Trends und unternehmerischen Entscheidungen. Mit dem Zukunftsinstitut unterstützt Harry Gatterer Unternehmen dabei, relevante Trends zu erkennen und für sich zu nutzen. 

DIESER ARTIKEL IST IN DER FOLGENDEN GESAMTAUSGABE DER A·NETWORK „Agilität“ ERSCHIENEN

Agilität

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