globalise

Atreus is a globalise brand

Globalise – The Global Interim Management Group – enables you to solve tough business challenges. Individually selected from our managed network of thousands of experts worldwide, our managers will rapidly and accurately understand your situation and achieve your specific goals: quickly, reliably and always successfully. Wherever you are in the world and whatever it takes.

// Find out more
globalise
0

Chancen und Risiken auf den internationalen Märkten

Eine Einschätzung der internationalen Finanz- und Wirtschaftsexpertin Sandra Navidi zu Chancen und Risiken auf den internationalen Märkten

Auf welchen internationalen Märkten wird sich das Engagement deutscher Unternehmen in Zukunft verstärkt lohnen? Zeichnen sich Verschiebungen und neue Chancen ab?

Das wird in erster Linie in Wachstumsmärkten der Fall sein, insbesondere in den Kernschwellenländern wie China, Brasilien, Russland und Indien. Aber auch andere aufstrebende Märkte in Asien sind interessant, wie beispielsweise Indonesien oder Malaysia. Großes Potenzial herrscht grundsätzlich in Märkten mit günstigen demografischen Entwicklungen und geringem Sättigungsgrad. 

Sie arbeiten in einem internationalen Umfeld und beraten ausländische Finanzinstitutionen bzw. Unternehmen. Wie schätzen Sie die Attraktivität des deutschen Marktes aktuell ein bzw. wie willkommen sind deutsche Unternehmen im Ausland?

Aus Investorensicht gibt es in Deutschland sicherlich noch lohnenswerte Möglichkeiten, da viele, auch sehr gute Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich über das strapazierte Bankensystem zu finanzieren. Für ausländische Finanzunternehmen ist Deutschland in der Regel weniger attraktiv, da es als Finanzstandort stark reguliert ist. Als  Produktionsstandort hingegen ist es insofern interessant, als es über hoch qualifizierte Fachkräfte verfügt, obgleich das hohe Lohnniveau eher abschreckend ist. 

Betrachtet man Deutschland als Absatzmarkt, so kommt es wie auf allen Märkten darauf an, eine Nische zu finden. Bei deutschen Unternehmen, die ins Ausland expandieren, sticht eine Facette heraus: Sie sind sehr willkommen, da sie als verlässliche Partner erachtet werden, über eine große Expertise verfügen, den Markt mit hoch entwickelten Produkten und Dienstleistungen bereichern und Arbeitsplätze schaffen. Das kann allerdings gelegentlich auch zur Folge haben, dass sie als bedrohliche Konkurrenz ausgeschlossen werden. 

Wie können sich mittelständische Unternehmen optimal auf den Auslandsmärkten positionieren? Welche Anlauffehler sollten vermieden werden?

Ich empfehle, seinen Mehrwert klar zu definieren und die Wettbewerbsvorteile, wie etwa technische Expertise, optimal zu nutzen. Grundsätzlich gilt die These: Es ist wichtig mit lokalem Personal zu kooperieren, um Vorteile zu erkennen, sie zu nutzen und um Fallen zu vermeiden. Das spart Zeit und Fehlbemühungen. Man muss sich mit den richtigen lokalen Partnern verflechten, sonst ist die Chance des Scheiterns nicht ganz unerheblich. Mit inländischer Expertise können zutreffende Einschätzungen getroffen werden, was die Rechtssicherheit, politische Sicherheit und  wirtschaftliche Stabilität betrifft. Das kann der Insider natürlich besser beurteilen als ein Außenstehender.  

Mit Ihrem Unternehmen BeyondGlobal antizipieren Sie Entwicklungen, um für Ihre Klienten proaktiv Marktchancen zu filtern. Wie gehen Sie konkret vor?

In erster Linie beraten wir Family Offices, Banken und andere Finanzunternehmen. Gegenwärtig befinden sich die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Entwicklungen im Fluss, es herrscht international große Unsicherheit und Volatilität. Wahrheiten von gestern sind morgen bereits überholt. An dieser Stelle setzt BeyondGlobal an: Wir haben ein Ohr am Boden, um bei der Einschätzung der künftigen Lage für unsere Klienten möglichst genau zu liegen.  

So partizipieren wir an zahlreichen internationalen Top-Level-Konferenzen und führen bilaterale Gespräche mit globalen Entscheidungsträgern. Man erfährt keine Staatsgeheimnisse, aber man bekommt doch frühzeitig mit, wie die Weichen für die Zukunft gestellt werden. 

Welche aktuellen Klientenbeispiele können Sie nennen?

Angesichts des stetig steigenden Schweizer Franken war es beispielsweise naheliegend, dass die Schweizer Nationalbank einschreiten würde. Davor haben wir unsere Kunden mit Nachdruck früh gewarnt, damit sie sich optimal positionieren konnten. Oder ein anderes Beispiel aus der mittelständischen Automobilzulieferindustrie: Das Unternehmen wollte in China expandieren, was sich als schwierig erwies. Wir haben seine Potenziale analysiert und die Kontakte zu den richtigen Markt- und politischen Playern hergestellt. Mittlerweile gestaltet sich der Markteintritt sehr positiv. 

Deutschland zählt zu den stärksten Exportnationen der Welt. Was sind die wichtigsten Faktoren, um diesen Status auch in Zukunft zu behalten?

Die deutsche Industrie macht sehr viel sehr gut: Was die Qualität 'Made in Germany', die technologische Kompetenz oder Innovationskraft betrifft, hat Deutschland die Nase vorn. Das sollte man unbedingt beibehalten – sowie die deutschen Tugenden, die im Ausland sehr geschätzt werden. Deutsche Unternehmen starten in ausländischen Märkten mit einem Vorschuss an Vertrauen und Goodwill-Kapital.  

„Es ist wichtig mit lokalem Personal zu kooperieren, um Vorteile zu erkennen, sie zu nutzen und um Fallen zu vermeiden. Das spart Zeit und Fehlbemühungen. “

Was machen andere Länder im internationalen Wettbewerb besser als Deutschland?

Deutschland hat sich sehr gut geschlagen, da es über die letzten zehn Jahre konsequent Strukturreformen durchgeführt hat. Der Wohlstand ist beträchtlich, die Arbeitslosigkeit niedrig, die Produktivität hoch, das Wachstum solide. Zwar verfügt es über ein sehr hohes Lohnniveau, aber über ein hervorragendes Ausbildungssystem, eine Top-Infrastruktur, über bewährte öffentliche Institutionen und ein solides Sozialversicherungssystem. Andere Länder können sich insofern durchaus ein Beispiel an uns nehmen.  

Die Rechtssicherheit in Deutschland ist ein weiterer Vorteil – im Vergleich zu anderen Ländern, wie beispielsweise Russland oder manchen Ländern in Afrika. Hier besteht ein Risiko z.B. im Hinblick auf Rechtsstreitigkeiten, bei denen die Wahrscheinlichkeit besteht, dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Das reicht von finanziellen Verlusten bis hin zu Enteignungen. Was Deutschland aus meiner Sicht verbessern könnte, ist die Stärkung der Binnennachfrage. Das betrifft aber auch andere Länder wie etwa China.  

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Quo vadis? – Internationale Märkte (Ausgabe 7)" erschienen

Quo vadis? – Internationale Märkte

Um einem Wachstumseinbruch entgegenzuwirken, blicken die Unternehmen stärker denn je ins außereuropäische Ausland. In dieser Ausgabe von A.network stellen wir daher die Frage „Quo vadis?“ und richten den Blick auf internationale Märkte.

Um einem Wachstumseinbruch entgegenzuwirken, blicken die Unternehmen stärker denn je ins außereuropäische Ausland. In dieser Ausgabe von A.network...

Atreus ist Marktführer beim Einsatz von Interim Management in Deutschland und einer der größten Anbieter Europas. Wir lösen schwierige operative Management- und Transformationsaufgaben dann, wenn es darauf ankommt – sicher und schnell.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir klären, wie wir Sie schnell und passgenau unterstützen können.

Atreus is a co-founder of Globalise – the market’s leading and largest provider of international interim management. Accelerating change and delivering success. Worldwide. Structured as a global group of leading interim management firms, Globalise has the reach to support you in solving your company’s most important issues around the world.