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E-Mobilität in weiter Ferne?

Hehre Ziele wie 1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020 mussten bereits über Bord gekippt werden. Warum ist dies so und welche Problemfelder behindern das Voranschreiten dieser alternativen Antriebstechnologie? Es folgt eine Bestandsaufnahme.

Fahrzeugangebot

Seit einigen Jahren wächst das Angebot an Elektrofahrzeugen und Hybridmodellen stetig. Während im unteren Fahrzeugsegment reine Elektrovarianten angeboten werden können (i3 / BMW, e-up / VW, e Smart / Smart, etc.) findet man im mittleren und oberen Fahrzeugsegment meinst Hybridfahrzeuge (E und S-Klasse / Daimler,  5-er und 7-er / BMW). Lediglich Tesla bietet mit dem Modell S eine reine Elektro-Alternative in der Oberklasse. Innerhalb der nächsten Fahrzeuggeneration des mittleren Segments sollen auch hier reine Elektrofahrzeuge (z.B. Audi mit der etron-Familie) angeboten werden.

„Elektromobilität kann nur eine Ergänzung zu herkömmlichen und weiteren alternativen Antriebstechniken darstellen.“

Stefan Randak, Direktor und Leiter der Solution Group Automotive

Preis

Ein wesentliches Hemmnis von Elektrofahrzeugen ist immer noch ihr Preis. Die Bundesregierung versucht hier gegenzusteuern, indem sie Elektrofahrzeuge mit einem staatlich geförderten Zuschuss begünstigt. Der Steuertopf ist mit 1,2 Milliarden EUR gut gefüllt und reicht für über 300.000 Fahrzeuge. Gefördert wird nur bis zu einem Kaufpreis von 60.000 EUR. Die Mittel, die bis Ende Juni 2019 nicht abgeschöpft sind, verfallen aber. 4.000 EUR Prämie gab es bis Ende 2017, ab 2018 sind es nur mehr 3.000 EUR. Jedoch hat diese Maßnahme bis dato noch zu keinen wesentlichen Steigerungen der Zulassungszahlen geführt. Insgesamt wurden im Jahr 2017 3.441.531 Fahrzeuge zugelassen. Davon waren 25.056 reine Elektrofahrzeuge und 29.436 Plug-in-Hybridautos. Der Marktanteil von reinen Elektroautos belief sich auf 0,73 %, bei Plug-in-Hybridfahrzeugen um 0,86 %.

Reichweite

Ein weiterer Knapppunkt für die Käufer ist nach wie vor die Reichweite des Elektrofahrzeuges. Während die gängigen Hybridmodelle lediglich kleiner 50 km elektrisch fahren können, kommen die derzeit angebotenen, reinen E-Fahrzeuge auf durchschnittliche 250 km. Lediglich Tesla (als reiner Hersteller von Elektrofahrzeugen) kann eine Reichweite von ca. 500 km garantieren. Während sich die kleinen E-Fahrzeuge durchaus für Stadtfahrten etablieren können, sind für die meisten potentiellen Käufer Fahrzeuge mit einer Reichweite bis 250 km nicht effizient genug. Fachleute erwarten jedoch bis 2020 eine Steigerung der durchschnittlichen Reichweite bis zu 450 km.

Ladenetz

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die äußerst dürftige Ladenetz-Infrastruktur in Deutschland, das wohl größte Hindernis für die nachhaltige Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Während sich auf der einen Seite Kommunen anschicken, Ladestationen flächendeckend und auf eigene Kosten in urbanen Räumen zu errichten, sind es auf der anderen Seite bis dato nur die Hersteller, welche den Ausbau von Ladestationen unterschiedlicher Stärke auf gängigen Verkehrsadern vorantreiben (TESLA mit seinem System „Supercharge“ und IONITY (ein Gemeinschaftsunternehmen von Ford, Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler), das erst in den Anfängen seiner Arbeit steckt. Staatliche Aktivitäten sucht man vergeblich, obwohl in Deutschland das Autobahnnetz nach wie vor in staatlicher Hand ist. Insofern hat sich die Anzahl der Ladestationen und Anschlüsse für Elektrofahrzeuge in Deutschland im Zeitraum Q3/16 bis Q1/18 in absoluten Zahlen nur langsam entwickelt, jedoch mit einer deutlichen Steigerungsquote: 

Zur Optimierung dieser Misere sind eindeutig gemeinschaftliche Anstrengungen von Seiten des Staates und der Wirtschaft erforderlich. Diese müssen von Bauauflagen (Errichtung von Ladestationen in Parkgaragen von Neubauten) bis hin zu sinnvollen Ausbauten von Ladestationen an den großen Verkehrswegen reichen.  

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Ladegeschwindigkeit

Ein weiterer Druckpunkt im Hinblick auf die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland ist die Ladegeschwindigkeit. Ladezeiten wie beim Tanken von herkömmlichem Treibstoff sind noch in weiter Ferne. Elektroautos benötigen an gewöhnlichen Ladestationen eine Ladezeit von 8 Stunden bis der Akku vollständig geladen ist. Nicht so bei Gleichstrom-Superchargern, wo sich die Akkus von 90kWH Modellen nach 40 Minuten zu 80% füllen lassen. Bisher befinden sich in Deutschland jedoch nur ca. 2.000 Schnellladeanschlüsse.

Stromquelle

Nicht zu unterschätzen ist auch das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Strom für Elektrofahrzeuge erst einmal erzeugt werden muss. Allein 30% Elektromobilität auf deutschen Straßen bedeutet einen erheblichen Anstieg des Stromverbrauches in einem Land, das sich gerade anschickt, eine „Wende“ abseits von Atomstrom herbeizuführen. Im Jahr 2017 wurden nur in Deutschland 3,44 Mio. Neuwagen zugelassen. Der Fahrzeugbestand beläuft sich derzeit auf 62,6 Mio. Kfz. Die Zahlen lassen erahnen, welchen Strombedarf wir in der Zukunft generieren müssten.

Stefan Randak ist Leiter der Solution Group Automotive. Sein Fokus sind Projekte in Vertrieb & Marketing, Controlling & Finance, Einkauf & Logistik, Entwicklung & Produktion, Restrukturierung & Change Management, sowie die interimistische Besetzung von Topmanagement-Positionen.
Dabei befasst er sich vorrangig mit der Automobilbranche. 
<strong><link 110>Zum Profil von Stefan Randak.</link></strong>

Autor dieses Artikels: Stefan Randak

Stefan Randak ist Leiter der Solution Group Automotive. Sein Fokus sind Projekte in Vertrieb & Marketing, Controlling & Finance, Einkauf & Logistik, Entwicklung & Produktion, Restrukturierung & Change Management, sowie die interimistische Besetzung von Topmanagement-Positionen.

Dabei befasst er sich vorrangig mit der Automobilbranche. 

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