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A·network im Gespräch mit Prof. Dr. Wildemann über Netzwerke und Networking

Networking ist grundsätzlich von großer Bedeutung, um die eigenen Ziele zu erreichen. Verstehen Sie mich jedoch nicht falsch: Wer glaubt, es ginge nur um das Erreichen der eigenen Ziele, wird nie ein belastbares Netzwerk aufbauen können.

Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wildemann studierte in Aachen und Köln Maschinenbau (Dipl.-Ing.) und Betriebswirtschaftslehre (Dipl.-Kfm.). Nach einer mehrjährigen praktischen Tätigkeit als Ingenieur in der Auto-mobilindustrie promovierte er 1974 zum Dr. rer. pol., Auslandsaufenthalte am Internationalen Management Institut in Brüssel und an amerikanischen Universitäten schlossen sich an. 1980 habilitierte er sich (Dr. habil.) an der Universität zu Köln. Seit 1980 lehrt er als ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Bayreuth, Passau und seit 1988 an der Technischen Universität München. Er hat Rufe an die Universitäten Stuttgart Hohenheim und Dortmund, an die Freie und die Technische Universität Berlin, an die Hochschule St. Gallen und …

Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wildemann

Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wildemann studierte in Aachen und Köln Maschinenbau (Dipl.-Ing.) und Betriebswirtschaftslehre (Dipl.-Kfm.). Nach einer mehrjährigen praktischen Tätigkeit als Ingenieur in der Auto-mobilindustrie promovierte er 1974 zum Dr. rer. pol., Auslandsaufenthalte am Internationalen Management Institut in Brüssel und an amerikanischen Universitäten schlossen sich an. 1980 habilitierte er sich (Dr. habil.) an der Universität zu Köln. Seit 1980 lehrt er als ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Bayreuth, Passau und seit 1988 an der Technischen Universität München. Er hat Rufe an die Universitäten Stuttgart Hohenheim und Dortmund, an die Freie und die Technische Universität Berlin, an die Hochschule St. Gallen und …

Das erste elektronische Netzwerk war das Telefon. Liegt hier der Ursprung des Netzwerkgedankens, und wofür steht Networking heutzutage?

Der Ursprung des Netzwerkgedankens ist freilich deutlich älter als das Telefon. Nicht erst seit der Entwicklung elektronischer Unterstützungsmedien vernetzen sich Menschen, sei es im privaten oder im geschäftlichen Umfeld. Insofern kommt den Netzwerken seit jeher eine hohe Bedeutung zu. Zu erkennen ist jedoch, dass sich die konkrete Ausgestaltung des Netzwerkens verändert und für breite Bevölkerungsschichten auch vereinfacht hat. Nehmen Sie als Beispiel die zahlreichen Online-Netzwerke wie XING, Facebook oder LinkedIn. Wichtig ist aber zu erkennen, dass es bei diesen Formen des Online-Netzwerkens nicht nur darum geht, möglichst viele Kontakte zu sammeln. Auch das eigene Online-Netzwerk muss am Leben gehalten und gepflegt werden, wenn daraus ein Nutzen gezogen werden soll. 

Man spricht von der Trendwende vom Kapital zum Menschen. Ist Networking aus diesem Grund von so großer Bedeutung?

Networking ist ein Ansatz, dem unterschiedliche Intentionen zugrunde liegen können. Anders gesagt: Auch wenn es die von Ihnen benannte Trendwende vom Kapital zum Menschen nicht gäbe, würde das Networking seine Daseinsberechtigung nicht verlieren. In so einem Falle würde das Networking eben genutzt werden, um die eigene Kapitalsituation zu verbessern. Networking ist also grundsätzlich von großer Bedeutung, um die eigenen Ziele zu erreichen. Verstehen Sie mich jedoch nicht falsch: Wer glaubt, es ginge nur um das Erreichen der eigenen Ziele, wird nie ein belastbares Netzwerk aufbauen können. Ein vitales und für alle Seiten Gewinn bringendes Netzwerk lebt von einem ausgewogenen Geben und Nehmen. 

Folgt Networking einer Methode?

Die Netzwerk-Gestaltung ist im Grunde nicht planbar, wohl jedoch professionalisierbar. Zwei Aspekte spielen in meinen Augen hierfür eine Rolle: Von der „handwerklichen“ Seite her gesehen ist die Schaffung eines effizienten Kontaktmanagements erforderlich. Zweifellos können Online-Tools und IT-Anwendungen hierbei einen wesentlichen Beitrag leisten, indem sie den dafür erforderlichen Zeitaufwand reduzieren und die „Anytime-Anywhere-Verfügbarkeit“ der relevanten Informationen sicherstellen. Wesentlich wichtiger ist aus meiner Sicht jedoch ein anderer Aspekt: Netzwerken heißt inhaltliche Querverbindungen zwischen seinen Interaktionspartnern herzustellen und Personen in Kontakt zueinander zu bringen. Hierbei kann es sich sowohl um die Verbindung von Nachfragern und Anbietern handeln als auch um die Verbindung von Personen mit dem gleichen Vorhaben. Hierbei geht der Initiator der neuen Verbindung bewusst in Vorleistung. Ein tragfähiges Netzwerk zeichnet sich dadurch aus, dass eben auch die anderen Netzwerkpartner diese Querverbindungen erkennen und wiederum selbst passende Personen „zusammenbringen“. Das Netzwerk wird so stetig größer und darüber hinaus auch stabiler, weil die Anzahl der Relationen zunimmt. 

Welche Wertsteigerung erfährt ein Unternehmen durch Netzwerke?

Unternehmen sind heute ohne tragfähige Netzwerke nicht mehr wettbewerbsfähig. Gemeint sind hierbei in erster Linie jedoch nicht die individuellen, persönlichen Netzwerke der Führungskräfte. Diese leisten zwar indirekt auch einen Beitrag zum Unternehmenserfolg, aber relevanter sind die institutionalisierten Unternehmensnetzwerke entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Der Aufbau solcher Unternehmensnetzwerke ist die logische Konsequenz einer Konzentration auf Kernkompetenzen. Diese Fokussierungstendenz führt per se zu einer Wertsteigerung, da spezialisierte Unternehmen Skalen- und Verbundeffekte realisieren können. Es ist zu erkennen, dass Unternehmen mit ausgeprägten Netzwerkstrukturen auf der Beschaffungsseite Kostensenkungspotentiale von bis zu 40 Prozent und auf der Vertriebsseite Umsatzpotentiale von über einem Drittel realisieren. Analog zum individuellen Netzwerk spielt auch hier ein leistungsfähiges Netzwerkmanagement eine herausragende Rolle zur Potentialrealisierung. 

Sind Frauen die besseren Networker als Männer?

Die Fähigkeit und Bereitschaft zum Networken ist wohl nicht geschlechterspezifisch. Männer sind möglicherweise die rationaleren Networker mit einem ausgeprägteren Aufwand-Nutzen-Kalkül, wohingegen Frauen einen unverkrampfteren Umgang in Sachen Networking pflegen. Allerdings glaube ich, dass Frauen in den patriarchalischen Strukturen des Wirtschaftslebens in Sachen Networking häufig nicht ihres volles Potential entfalten. Zu stark ist bedauerlicherweise häufig die Sorge, erstens aufdringlich zu wirken und zweitens fehlinterpretiert zu werden.

Wie viel Zeit und Aufwand investieren Sie persönlich ins Networking?

Persönlich investiere ich viel Zeit, in das was heute Networking genannt wird. Besonders als Wissenschaftler und Berater ist man auf eine enge Vernetzung mit Kollegen und Führungskräften angewiesen. Ich empfinde dies jedoch nicht als Last. Mir macht es Freude, mein Netzwerk zu pflegen und zu erweitern, anderen helfen zu können und selbst auf die Unterstützung meiner Geschäftspartner, Kollegen und Freunde bauen zu dürfen. 

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Netzwerke (Ausgabe 1)" erschienen

Netzwerke

Netzwerke spielen in unserer Wirtschaft eine besondere Rolle. Freuen Sie sich auf das Experten-Interview mit Prof. Wildemann, der mit uns seine Ansichten zum Thema teilt. Prof. Wildemann hat in über 40 Büchern, die in engem Kontakt mit der Praxis entstanden sind, neue Wege für eine wirtschaftliche Gestaltung von Unternehmen mit Zukunft aufgezeigt.

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