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Innovation international steuern

Es war eine kleine Bombe, die SAP Ende Mai hochgehen ließ. Mit Luisa Delgado und Lars Dalgaard verließen gleich zwei Topmanager den Vorstand. Gleichzeitig bekam der in den USA sitzende Entwicklungschef Vishal Sikka die Verantwortung für alle Innovationsprojekte des Unternehmens.

Für SAP bedeutet Innovation mehr als nur die Entwicklung neuer Software – es geht um die Entwicklung bahnbrechender Technologien und Best Practices, die in der IT-Branche neue Maßstäbe setzen. SAP stellt Produkte und Services bereit, mit denen mehr als 238.000 Kunden in über 180 Ländern Innovationen in ihren Unternehmen beschleunigen können. SAP unterhält derzeit in über 75 Ländern Vertriebs- und Entwicklungs-standorte. Die Vision von SAP lautet: weltweit die Prozesse in und zwischen Unternehmen und das Leben der Menschen zu verbessern.
Die Mission: SAP will jedem Kunden helfen, mehr zu erreichen. Hierzu liefert das Unternehmen Innovationen, die den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen begegnen und die sich in den laufenden Betrieb der Kunden integrieren lassen.

Mit Innovationen zukünftigen Herausforderungen begegnen

Für SAP bedeutet Innovation mehr als nur die Entwicklung neuer Software – es geht um die Entwicklung bahnbrechender Technologien und Best Practices, die in der IT-Branche neue Maßstäbe setzen. SAP stellt Produkte und Services bereit, mit denen mehr als 238.000 Kunden in über 180 Ländern Innovationen in ihren Unternehmen beschleunigen können. SAP unterhält derzeit in über 75 Ländern Vertriebs- und Entwicklungs-standorte. Die Vision von SAP lautet: weltweit die Prozesse in und zwischen Unternehmen und das Leben der Menschen zu verbessern.

Die Mission: SAP will jedem Kunden helfen, mehr zu erreichen. Hierzu liefert das Unternehmen Innovationen, die den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen begegnen und die sich in den laufenden Betrieb der Kunden integrieren lassen.

Der Kampf wird in den USA entschieden.

Herr Snabe, ist SAP noch eine deutsche Firma?

Das ist eine interessante Frage. Wir sind doch gerade deshalb so erfolgreich, weil wir global sind. Ich finde es interessant, dass eine solche Diskussion zu einer Zeit geführt wird, in der ganz andere Fragen wichtig sind. 

Welche Fragen sind das?

Wir befinden uns in einem fundamentalen Wandel der IT-Industrie und gewaltigen Umbau der Weltwirtschaft. Neue Wirtschaftszentren entstehen wie in Asien, Osteuropa und Lateinamerika. Daher lautet die zentrale Frage doch: Welche Rolle wird SAP dabei künftig spielen? Die Antwort darauf kann nur heißen: Wir müssen noch globaler werden, um erfolgreich zu bleiben. 

Ärgert Sie die Diskussion um die zunehmende Amerikanisierung von SAP?

Ärgern ist die falsche Beschreibung. Ich persönlich kümmere mich lieber darum, das Unternehmen voranzubringen. Das ist meiner Meinung nach viel wichtiger. 

Aber de facto verlagert SAP mehr Macht nach Amerika.

Richtig ist, dass Entwicklungschef Vishal Sikka mehr Aufgaben bekommen hat. Wir wollen, dass die Steuerung unserer großen Innovationsprojekte in einer Hand liegt. Ich halte Vishal für einen der klügsten Innovationstreiber in der gesamten Branche. Er ist Inder und sitzt nun mal in den USA. Aber wir haben gleichzeitig mit Bernd Leukert und Luca Mucic zwei Deutsche in das globale Management-Board berufen. Wir sind damit sehr gut international aufgestellt. 

Sie haben aber auch die wichtige Kommunikation in die USA gegeben, was für die größte Unruhe im Konzern sorgt.

Auch dafür gibt es einen guten Grund. Wir haben uns in Deutschland in den letzten drei Jahren den Ruf eines Innovationsführers erworben. Wir werden angehört und um Rat gefragt, auch von der Politik. Der Kampf in unserer Branche wird aber in den USA entschieden. Dort stehen wir anders als in Deutschland und Europa nicht im Fokus der Wahrnehmung. Das müssen wir ändern. Wir brauchen eine Stärkung unserer Kommunikation in den USA. Es kann doch nicht sein, dass wir unsere Quartalszahlen veröffentlichen und kein Wort davon im US-„Wall Street Journal“ steht. 

Wird das Marketing von SAP also lauter werden?

SAP war immer bodenständig und wird es bleiben. Wir haben, anders als einige unserer Wettbewerber, erst entwickelt, dann darüber geredet. Aber Marketing ist wichtiger geworden. Wir geben mit unseren Innovationen wie der Datenbanktechnik Hana das Tempo vor. Das müssen wir aber auch entsprechend kommunizieren. Viele haben von Hana gehört, aber welche enormen Geschwindigkeitssprünge und Geschäftsmöglichkeiten damit möglich sind, ist häufig nicht bekannt. 

 

„Wir sind nur mit Expertise und Innovations-Know-how vor Ort erfolgreich.“

Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP AG

Es gab bei SAP schon mal eine Phase, in der Vertrieb und Marketing dominierten. Das Experiment scheiterte. Droht eine Wiederholung?

Nein. Wir haben nach wie vor viele Kollegen im Vorstand, die einen Entwickler- oder Ingenieurshintergrund haben. Gerade Vishal Sikka ist einer davon. Und der hat jetzt noch mehr Aufgaben bekommen. 

Also wird SAP kein durch das Marketing getriebenes Unternehmen wie von einigen Ihrer deutschen Kunden befürchtet?

Nein, wir bleiben ein Unternehmen, das sich über Technologie und Innovation definiert. Es wird bei uns kein Marketing geben, ohne dass dahinter auch ein Produkt steht. Außerdem hat sich auch das Einkaufsverhalten der deutschen Kunden verändert. Ich sitze viel häufiger auch mit dem Vorstandschef statt mit dem IT-Chef zusammen. Kunden suchen unsere Expertise, um ihr Geschäft zu verbessern. Das ist für uns eine große Chance. 

 

„Informationstechnologie treibt auch die Innovationen im Kerngeschäft vieler Unternehmen.“

Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP AG

Warum ist das eine Chance?

Weil wir so zu strategischen Partnern der Unternehmen werden und nicht mehr nur der Lieferant von Softwarelösungen sind. Informationstechnologie treibt auch die Innovationen im Kerngeschäft vieler Unternehmen. Das interessiert natürlich den CEO. 

Werden auch die Innovationen stärker aus den USA kommen? Aussagen von SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner ?auf der Hauptversammlung klangen jedenfalls so.

Hasso hat schon seit vielen Jahren eine sehr enge Beziehung zu den USA. Dort hat er seinen zweiten Wohnsitz. Dort hat er unser Erfolgsprodukt R3 maßgeblich vorangetrieben. Es ist richtig: Aus dem Silicon Valley kommen wichtige Impulse. Dort gibt es eine enorm kreative Start-up-Kultur. Das gibt es so nirgendwo auf der Welt, auch wenn sich die Gründerszenen in Berlin oder London sehr gut entwickeln. 

Was heißt das für die Entwickler in Walldorf?

Dass wir unsere Präsenz in bestimmten Regionen stärken, heißt doch nicht, dass wir andere schwächen. Unsere wichtigste Innovation der letzten Jahre, die schnelle Datenbanktechnologie Hana, wurde zu einem großen Teil in Deutschland entwickelt. Walldorf bleibt wichtig. Unternehmenssoftware hat viel höhere Ansprüche an die Verlässlichkeit und Sicherheit als Consumer-Programme. Hier profitieren wir stark von der deutschen Ingenieurskunst. Aber noch mal: Wir müssen globaler werden, auch in der Entwicklung. 

Warum muss SAP denn noch globaler werden?

Wir können nur dann gute Software anbieten, wenn wir vor Ort sind. Wir sind erfolgreich, weil wir die Steuerberechnungen in Brasilien verstehen, das komplexeste Steuersystem der Welt. Wir sind erfolgreich, weil wir den Einzelhandel in Indien kennen und die islamischen Banken, die keine Zinsen erheben dürfen. Das geht nur mit Expertise und Innovations-Know-how vor Ort. […]

Herr Snabe, wir danken Ihnen für das Interview.

 

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Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Innovation (Ausgabe 14)" erschienen

Innovation

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