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Kooperation ist mehr als eine Notlösung

Norbert Reithofer über die Bedeutung von Kooperationen und Kooperationsfähigkeit

Der Manager: 
Norbert Reithofer ist seit 2006 BMW-Chef. Der gebürtige Oberbayer hat die BMW-Werke extrem flexibel ausgerichtet. 2011 wurde er zum „Manager des Jahres“ gekürt. Der Aufsichtsrat verlängerte seinen Vertrag bis 2016.

Das Unternehmen: 
BMW hat – inklusive der Tochtermarken Mini und Rolls-Royce – sehr erfolgreiche Jahre hinter sich und schreibt bei Umsatz, Rendite und Ergebnis Rekorde. Im vergangenen Jahr waren die Münchener mit ihren drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce der profitabelste Autohersteller der Welt.

Norbert Reithofer

Der Manager:

Norbert Reithofer ist seit 2006 BMW-Chef. Der gebürtige Oberbayer hat die BMW-Werke extrem flexibel ausgerichtet. 2011 wurde er zum „Manager des Jahres“ gekürt. Der Aufsichtsrat verlängerte seinen Vertrag bis 2016.

 

Das Unternehmen:

BMW hat – inklusive der Tochtermarken Mini und Rolls-Royce – sehr erfolgreiche Jahre hinter sich und schreibt bei Umsatz, Rendite und Ergebnis Rekorde. Im vergangenen Jahr waren die Münchener mit ihren drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce der profitabelste Autohersteller der Welt.

Herr Reithofer, künftig kooperiert BMW mit Toyota. Können Sie schon Japanisch?

Ich kann „guten Tag“ auf Japanisch sagen, aber mehr leider nicht.

Sie wollen mit Toyota bei den Zukunftstechnologien Brennstoffzelle und Leichtbau kooperieren und einen Sportwagen entwickeln.

Wir hatten schon Ende 2011, als wir die Lieferung von effizienten Dieselmotoren der BMW Group für Toyota-Fahrzeuge in Europa sowie eine Kooperation bei der Grundlagenforschung für die nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterietechnologie vereinbarten, angekündigt, weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen. […]

Ist das unübersehbare Geflecht von Allianzen und Kooperationen in der Autobranche Ausdruck von Schwäche?

Davon kann überhaupt keine Rede sein. Auf unsere Branche kommen enorme Herausforderungen zu, die dem einen oder anderen so noch gar nicht bewusst sein dürften. Die EU gibt beispielsweise vor, bis 2020 die durchschnittlichen Emissionen von Kohlendioxid bei Neuwagen auf 95 Gramm zu reduzieren, ähnliche Vorschriften gelten für China und die USA. Die BMW Group liegt derzeit bei 148 Gramm. Das heißt: Die Einsparungen, die vor uns und der gesamten Branche liegen, sind enorm und erfordern massive Investitionen in neue Technologien.

Und die kann BMW nicht allein meistern?

Grundsätzlich sind wir natürlich in der Lage, jede Technik auch allein zu entwickeln. In bestimmten Bereichen ist es aber sinnvoller, sich einen Partner zu suchen und die Kosten zu teilen. Dabei achten wir darauf, dass der Charakter und die Eigenständigkeit unserer Marken gewahrt bleiben. Mit unseren Kooperationen wollen wir nicht größer werden, sondern noch schneller und noch besser. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit Toyota. Warum sollten wir davon nicht gegenseitig profitieren?

Die Allianz zwischen VW und Suzuki ist gescheitert. Wird es zwischen BMW und Toyota besser laufen?

BMW und Toyota sind sich in vielen Punkten ähnlich. Wir teilen die gleiche strategische Vision, was nachhaltige Mobilität angeht. Beide Unternehmen sind ingenieurgetrieben. Der Großteil der Führungsriege von Toyota besteht aus Ingenieuren, genau wie bei uns. Wir sind zudem in unseren jeweiligen Segmenten in puncto Innovationen führend. Inzwischen haben wir bei BMW zudem Erfahrungen bei Kooperationen gesammelt. Das war vor zehn Jahren noch anders.

 

„Vor zehn Jahren waren wir noch nicht kooperationsfähig.“

Norbert Reithofer

Was hat sich geändert?

Damals war BMW im Grunde nicht kooperationsfähig. Das ging stark in die Richtung: „Wir können ohnehin alles besser, wozu brauchen wir Partner?“ Aber wir haben einen Kulturwandel geschafft und im Rahmen der Zusammenarbeit mit PSA gelernt, ein Konstrukt zu schaffen, das für beide Seiten hohe Einspareffekte bringt und die Marken nicht beschädigt. Klar ist auch, dass jede Kooperation Kompromisse erfordert? […] 

…und deshalb eine Notlösung ist. Sind Allianzen nur Beziehungen auf Zeit?

Natürlich sind Kooperationen in der Regel zeitlich begrenzt. Aber sie als Notlösung zu bezeichnen wird der Sache nicht gerecht. Wenn ich das Beispiel der Motorenkooperation mit Peugeot nehme, dann haben wir auf diese Weise über einen Zeitraum von über zehn Jahren deutlich höhere Synergien erzielt, als wenn wir es allein gemacht hätten. Das scheint mir also doch eine gute und lukrative Lösung zu sein. Doch gegen Markteinbrüche hilft auch keine Partnerschaft. […]

Herr Reithofer, vielen Dank für das Interview.

Nehmen Sie Kontakt zu Atreus auf.

+49 (0) 89 45 22 49-0 kontakt(at)atreus.de

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Kooperation (Ausgabe 12)" erschienen

Kooperation

Kooperationen können unternehmerische Chancen vergrößern, indem Technologien, Wissen und Informationen ausgetauscht oder etwa Ressourcen gebündelt werden. Klar ist, dass es um die Ausgestaltung einer gewinnbringenden Zusammenarbeit geht. Denn die Partner verfolgen ein gemeinsames Ziel, den Erfolg.

Kooperationen können unternehmerische Chancen vergrößern, indem Technologien, Wissen und Informationen ausgetauscht oder etwa Ressourcen gebündelt...

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