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„Medizin 4.0“: Evolution oder Revolution? – Der Erfolg der Medizin von morgen hängt von vielen Faktoren ab

Seit Anfang des Jahres 2015 zum ersten Mal „Medizin 4.0“ in der Begriffswelt der Gesundheitswirtschaft auftauchte, wird dieser Terminus häufig mit „Digitalisierung“ gleichgesetzt. Begriffe wie Digitalisierung und Medizin 4.0 neigen allerdings dazu, zu bloßen Schlagwörtern zu verfallen. Gründe dafür sind die Begriffsvielfalt, die Überladung von Begriffen, aber auch die stockende Umsetzung einer übergreifenden IT-Infrastruktur, beispielsweise durch die elektronische Patientenakte.

Dabei haben neue, digitale Technologien unbestrittenermaßen das Potenzial, die medizinische Versorgung von Patienten sowie die Wirtschaftlichkeit und die Qualität des Gesundheitswesens allgemein zu verbessern. Wird Medizin 4.0 lediglich als Digitalisierung in der Medizin definiert, dann kommt man schnell zur Erkenntnis: Die Medizin hinkt anderen Branchen in der Nutzung verfügbarer Technologien mindestens zwei Jahrzehnte hinterher. Als augenfällige Beispiele dienen die Nichtnutzung mobiler Endgeräte, die hochgradige Nichtverfügbarkeit analoger Daten, die Mehrfacherfassung solcher in Krankenhaus, Praxis, Apotheke und bei Therapeuten, die mangelnde Portabilität und Vernetzung. Wenn wir Medizin 4.0 so definieren, ist sie nicht Megatrend und nicht Gegenwart, sondern Zukunft. Eher Herausforderung als Realität. Eher Evolution als Revolution. 

Medizin 4.0 wird akzeptiert

Vielleicht sind Konsumenten, die im Kontext der Gesundheitswirtschaft gemeinhin „Patienten“ genannt werden, obgleich sie dies nicht sein mögen (lat. patiens = geduldig), bereits weiter: Denn die Bundesbürger stehen Medizin 4.0 relativ aufgeschlossen gegenüber. So hätten 36% der Deutschen kein Problem damit, sich bei einem OP-Roboter unter das Messer zu legen. Dies geht aus der repräsentativen Studie „Gesundheit und Megatrends“ des Softwareherstellers Adcubum anlässlich der Cebit 2016 hervor.

Während selbstfahrende Lastwagen und Züge bereits Realität sind und autonome Autos gerade im Begriff sind, Realität zu werden, hinkt die Informatisierung in der Medizin noch weit zurück. Die wesentlichen Entwicklungen liegen vor uns und können in ihren Auswirkungen daher auch nur grob umschrieben werden. Aber eines zeichnet sich ab: Grundlage von Medizin 4.0 werden die Verfügbarkeit aller relevanten Daten im Gesundheitswesen und die massive Rechenleistung von Computern sein. Die Grundlagentechnologien sind unter anderem Künstliche Intelligenz (KI) mit Deep Reinforced Learning und Parallelrechnern, die große Datenmengen analysieren und darin verborgene Muster erkennen können. Auf dieser Basis leitet dann ein Programm selbstständig Handlungskonzepte ab, es lernt aus Erfolg und Misserfolg.

„Computergestützte Robotiksysteme werden die Arbeit des Arztes, des Chirurgen, des Menschen zukünftig nicht nur unterstützen, sie werden sie ersetzen. Das ist der Kern der Zukunft der Medizin.“

Erich Mayer, Direktor und Leiter der Solution Group Healthcare, Life Sciences, Chemicals

In Zukunft: KI-System entscheidet

In der Medizin der Zukunft werden wesentliche Entscheidungen darüber, ob, wie, wann und im Zweifel wer einen kranken Menschen behandelt, nicht mehr in der Hand eines Arztes liegen, sondern in der Verantwortung eines KI-Systems. Denn kein Arzt kann so viele Daten überblicken und so viel gesichertes Wissen in seinen Entscheidungen berücksichtigen, wie dies künstlich-intelligenten Datenbanken möglich ist.

Computergestützte Robotiksysteme werden die Arbeit des Arztes, des Chirurgen, des Menschen zukünftig nicht nur unterstützen, sie werden sie ersetzen. Das ist der Kern der Zukunft in der Medizin. Sie werden den Arzt dadurch nicht überflüssig machen, aber seine Arbeit, sein Berufsbild grundsätzlich verändern. Medizin 4.0 verspricht mehr Qualität, mehr Effizienz, mehr Bezahlbarkeit für mehr Menschen, aber auch eine individuellere Diagnostik und Therapie, eine höhere Treffsicherheit und weniger Nebenwirkungen, eine individuellere Medizin.

Organisation und Personal beachten

Zukünftig muss die Qualität der medizinischen Versorgung in der Organisation verankert sein, ein Merkmal der evidenzbasierten, standardisierten und individualisierten Therapie und der optimierten Prozesse des Leistungsanbieters. Technische Systeme werden Entscheidungen treffen, die im Einzelnen nicht mehr nachvollziehbar, aber menschlichen Entscheidungen überlegen sind. Kein Autofahrer möchte verstehen, wie sein Antiblockier-System funktioniert, und doch vertraut er blind dem System, wenn er auf die Bremse tritt. Kein menschliches Gehirn könnte den Flugverkehr kollisionsfrei organisieren, jeder Fluglotse vertraut den Computern der Flugsicherung, ohne deren Vorgaben nachvollziehen zu können. Ärzte und Patienten werden lernen müssen, dass sich ihre Aufgaben in der Gesundheitsversorgung ändern.

Mitarbeiter müssen begeistert werden, um Prozesse ständig neu zu erfinden und die tradierten Strukturen bereitwillig auf den Kopf zu stellen. Viele dafür erforderliche Fähigkeiten wurden in der Ausbildung nicht gelehrt und lassen sich durch systematische Weiterbildung nur schwer vermitteln. Das Management muss Freiheiten einräumen und Irrwege zulassen. Wissenstransfer aus anderen Branchen durch neue Mitarbeiter, auch durch Berater und Manager mit branchenfremder Berufserfahrung, wirkt oft als Katalysator. Eines ist sicher: Die Welt wird nie mehr so beständig und langsam sein wie heute. Auch und gerade nicht in der Medizin. Es muss in die digitale Transformation der Mitarbeiter investiert werden.

Gastbeitrag von Erich Mayer und Dr. Gerhard Sontheimer in der Plattform Life Sciences 
<link 107><strong>Zum Profil von Erich Mayer.</strong></link>

Autoren dieses Beitrags sind Erich Mayer, Direktor und Leiter der Solution Group Healthcare, Life Sciences, Chemicals und Dr. med. Dipl.-Phys. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Vanguard AG

Gastbeitrag von Erich Mayer und Dr. Gerhard Sontheimer in der Plattform Life Sciences 

Zum Profil von Erich Mayer.

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