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Netze der Zukunft

Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, einer Technologie. In zehn Jahren werden wir genauer wissen, was wir wirklich brauchen, was für jeden Einzelnen wichtig ist und was nicht.

Herr Vestberg, haben Sie heute über Ihr Handy kontrolliert, ob die Heizung zu Hause richtig eingestellt ist?

Nein, das habe ich nicht. Ich hatte einfach keine Zeit dafür. Aber ich hätte es machen können.  

Wie viele vernetzte Geräte besitzen Sie?

Als ich das letzte Mal nachzählte, waren es zehn. Ich überprüfe mit ihnen zum Beispiel mein Gewicht, meine Kondition, einige Sachen in meinem Haus, in meinem Wagen. Für mich sind solche Dinge wichtig, und ich kann damit mein tägliches Leben vereinfachen.  

Benutzen Sie auch Cloud-Dienste?

Ja, manchmal. Ich habe damit kein Problem, aber man sollte vorsichtig sein.  

Sie würden also nicht unbedingt Ihre PIN-Codes für die Kreditkarte oder Passwörter dort abspeichern?

Nein, das würde ich nicht machen. In einer immer stärker vernetzten Welt sollte jeder darüber nachdenken, was er wo von sich preisgibt. Ich habe das gemacht und meine Entscheidung getroffen.  

„Bis 2018 haben wir 50 Milliarden vernetzte Geräte auf der Welt. “

Hans Vestberg, Präsident und CEO von Ericsson

Sicherheit ist auch wichtig für Mobilfunknetze.

Nun, wir arbeiten seit vielen, vielen Jahren sehr intensiv an der Sicherheit in unseren Netzen. Heute kann ich sagen, dass wir sehr zuverlässige Netze haben, sowohl für den Sprach- als auch für den Datenverkehr. Aber wir dürfen nicht nachlassen und müssen ständig weiterarbeiten. Die Zeiten haben sich verändert. Vor 20 Jahren war das, worüber wir heute diskutieren, kein Thema. Und ich denke, in den kommenden zehn bis 15 Jahren werden solche Fragen noch wichtiger, denn die Infrastruktur wird immer komplexer.  

Wie meinen Sie das?

Wir werden künftig nicht nur eine physische Infrastruktur haben, sondern auch eine virale oder softwarebasierte. Deshalb werden diese Fragen immer wichtiger. Und ein Konzern wie Ericsson, der in 180 Ländern der Welt arbeitet, muss sich immer fragen, ob das, was vor zehn Jahren okay war, auch heute noch okay ist. […] 

Sie haben 2013 gesagt, dass wir bis 2018 etwa 50 Milliarden vernetzte Geräte auf der Welt haben werden. Was bedeutet das für Ericsson?

Das heißt ganz konkret, dass die Netze, die wir bauen und verkaufen, mit diesen 50 Milliarden Geräten klarkommen müssen. Heute müssen sie mit den Geräten von einzelnen Menschen kommunizieren, künftig aber auch beispielsweise mit Autos. Dafür brauchen wir Netze, die mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen klarkommen.  

Welche unterschiedlichen Anforderungen meinen Sie?

Nun, wenn ein Auto nachfolgenden Fahrzeugen eine Gefahrenwarnung sendet, muss das verzögerungsfrei geschehen. Oder nehmen Sie eine Flugzeugturbine. Die wird Terabytes an Daten senden, damit die Techniker wissen, dass die Maschine wieder starten kann. Dafür wird Bandbreite benötigt. Oder – in Zukunft –eine Sonde im Körper, die Ihre Herzfrequenz misst und Anzeichen für einen Infarkt innerhalb der nächsten 15 Minuten feststellt. Diese Daten muss der Arzt sofort haben. Andere Daten wie etwa irgendeine SMS, die verschickt wird, oder ein Video darf dann nicht dieselbe Priorität im Netz genießen. Das ist die Herausforderung für unsere Techniker, all das in die Netze zu implementieren.  

Wo wird sich das Internet der Dinge zuerst durchsetzen?

Wir haben ja bereits für den normalen Verbraucher vernetzte Uhren und Fitnessarmbänder gesehen. Der nächste große Bereich sind Autos. Es gibt wohl keinen einzigen Autohersteller auf der Welt, der nicht sagt, sein Wagen sei ein großes Smartphone. Sie alle wollen jetzt vernetzte Unterhaltungssysteme im Wagen anbieten. Wichtiger noch ist die Übermittlung aktiver Informationen an den Fahrer wie etwa Umleitungen und passiver Informationen wie Motor- oder Wartungsdaten, die zum Beispiel an die Werkstatt gesendet werden.  

Und wie sieht es im professionellen Bereich aus?

Im Gesundheitsbereich sehen wir derzeit immer mehr vernetzte mobile Diagnosegeräte für die Patientenüberwachung. Und das ist nur der Anfang. Denken Sie an intelligente Stromnetze: Wir werden immer mehr Geräte sehen, die Informationen über die Mobilfunknetze senden.  

„Wir sehen sicherlich auch noch nicht alle Möglichkeiten, die das Internet der Dinge bietet. “

Hans Vestberg, Präsident und CEO von Ericsson

Fragen Sie sich eigentlich manchmal, ob wir das alles brauchen?

Wir arbeiten in einer sehr jungen Branche. Das Handy haben wir erst seit 25 Jahren, ein sehr, sehr kurzer Zeitraum für eine Technologie. Oder nehmen Sie das Internet, das wir erst seit vielleicht 15 Jahren intensiv nutzen. Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, einer Technologie. In zehn Jahren werden wir genauer wissen, was wir wirklich brauchen, was für jeden Einzelnen wichtig ist und was nicht. Noch differenzieren wir in der gigantischen Datenflut nicht, die über uns hereinbricht. Und wir sehen sicherlich auch noch nicht alle Möglichkeiten, die das Internet der Dinge bietet.  

Sind die europäischen Telekom-Gesellschaften auf die sich abzeichnende Datenflut vorbereitet?

Europa war klar führend beim Ausbau der Mobilfunknetze der zweiten und dritten Generation. In anderen Erdteilen hatte man nicht so gute Netze. Dann kam der LTE- oder 4G-Standard und in den Ländern mit nicht so gut ausgebauten Mobilfunknetzen stürzte man sich auf diesen Standard. Die europäischen Mobilfunkbetreiber sahen nicht die gleiche Notwendigkeit. Heute sind die USA, Japan und Südkorea führend. In den vergangenen anderthalb Jahren konnte Ericsson in Europa aber wachsen, das heißt, unsere Kunden modernisieren ihre Netze. Wir rechnen damit, dass es 2019 auch in Europa genauso viele 4G- wie 3G-Netze geben wird.  

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Umdenken (Ausgabe 18)" erschienen

Umdenken

Digitalisierung und das Internet der Dinge dringen in alle Lebensbereiche vor, verändern unseren Alltag und krempeln Denkweisen und vertraute Strukturen um. Sie fordern neue Herangehensweisen, denn selbst die erfolgreichsten Geschäftsmodelle können morgen schon überholt sein.

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