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Rohstoffengpass und Zulieferindustrie

A.network im Gespräch mit Prof. Dr. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility der Daimler AG, der langfristig mit deutlichen Veränderungen in der internationalen Zulieferindustrie rechnet.

Welche Rohstoffe bzw. Werkstoffe sind für die Daimler AG von maßgeblicher Bedeutung?

Die wichtigsten Rohstoffe/Werkstoffe für die Daimler AG sind nach wie vor Stahl- und Eisenwerkstoffe. Eine große Bedeutung haben ebenfalls Leichtmetalle, Buntmetalle und Kunststoffe. Zunehmende Bedeutung erlangen Sondermetalle für Elektronikkomponenten und auch für neue Antriebstechnologien. Diese Rohstoffe kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern, vor allem abhängig davon, wo unsere Zulieferer diese beziehen. 

Wie bewerten Sie die aktuelle Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten und welchen Einfluss nimmt diese auf Daimler?

Die Preiserhöhungen treffen die Automobilindustrie und auch andere Industriebranchen natürlich deutlich, da sie zu höheren Herstellungskosten führen. Der Bereich für Materialeinkauf bei der Daimler AG wendet Instrumente an, um die Preissteigerungen abzumildern, dies hat aber natürlich auch Grenzen. Die Knappheit dieser Rohstoffe hat bisher auf die Daimler AG noch keine Auswirkungen gehabt. 

Rohstoffe werden als Risikofaktor bewertet. Wie bereitet sich Daimler auf den drohenden Rohstoffengpass vor?

Wir beobachten und analysieren die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten und bewerten bei potenziell kritischen Rohstoffen mögliche Handlungsoptionen hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile. Bei der Betrachtung von Risiken muss man zwischen starken bzw. schnellen Preissteigerungen einerseits und Lieferengpässen andererseits unterscheiden. 

 

Kurz- und mittelfristig spielen vor allem die Preisentwicklungen und deren Volatilitäten eine wichtige Rolle, mittel- bis langfristig sind aber auch Lieferengpässe bei bestimmten Rohstoffen nicht auszuschließen. 

Welche sind die wichtigsten Eckpfeiler für eine zukunftsorientierte Rohstoffstrategie?

Das sind im Grunde zukunftsorientierte Markt- und Technologiebeobachtung, Kritikalitätsanalyse, Identifikation und Bewertung von Handlungsoptionen. So beobachten wir beispielsweise bei Seltenen Erden sowohl die Markt- und Technologieentwicklungen, aber auch in anderen Branchen wie der Windkraft, als auch die intensiven Bemühungen von Bergbauunternehmen, die mit der Erschließung neuer Lagerstätten außerhalb Chinas eine neue Diversifikation der Rohstoffversorgung mit Seltenen Erden erzeugen können. 

 

Von großer Bedeutung ist dabei auch die Kooperation mit den Zulieferern. Bei Platinmetallen beispielsweise ist die Absicherung des Preisrisikos wesentlich. Hier werden vor allem Finanzmarktinstrumente genutzt, um sich gegen Volatilitäten an den Edelmetallmärkten abzusichern.
 

In der Automobilindustrie ist ein Technologiewechsel in vollem Gange. Führt dies zu einer neuen Bewertung der Lieferanten bzw. Märkte?

Die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität erfordert neue Technologien, wie z.B. Batterien und Elektromotoren, und damit auch teilweise neue Materialien. Hier bilden sich gerade auch neue Strukturen in der Zulieferindustrie und neue Lieferantenbeziehungen. Allerdings ist der Anteil der Elektromobilität am gesamten Produktportfolio gegenwärtig noch gering.  

 

Wir gehen davon aus, dass langfristig mit deutlichen Veränderungen in der Zulieferindustrie zu rechnen ist. Neue Anbieter werden entstehen, bestehende Zulieferer werden ihr Geschäftsportfolio noch stärker auf neue Antriebskonzepte und Werkstoffe ausrichten. 

Welche Rolle spielt die Energiewende für die Daimler AG? Wie bewerten ?Sie die Vorreiterrolle Deutschlands im internationalen Wettbewerb?

Durch die Energiewende in Deutschland gehen wir davon aus, dass die Energiepreise und die Produktionskosten steigen werden. Es ist noch abzuwarten, welche Auswirkungen z.B. der Netzausbau oder der Wegfall der Atomkraftwerke nach sich ziehen werden.  

 

Steigende Produktionskosten für unsere Standorte in Deutschland würden unsere Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu Herstellern, die hauptsächlich im Ausland produzieren, erschweren. 

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Quo vadis? – Internationale Märkte (Ausgabe 7)" erschienen

Quo vadis? – Internationale Märkte

Um einem Wachstumseinbruch entgegenzuwirken, blicken die Unternehmen stärker denn je ins außereuropäische Ausland. In dieser Ausgabe von A.network stellen wir daher die Frage „Quo vadis?“ und richten den Blick auf internationale Märkte.

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