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Wie Siemens-Chef Peter Löscher den Konzern auf Kurs bringt

Mithilfe der neuen Sparte „Infrastructure and Cities“ nimmt Löscher Anlauf auf die 100-Milliarden-Euro-Hürde. Nach der Restrukturierung des Konzerns schaltet der Vorstandschef von Siemens um auf Wachstum.

Handelsblatt: Herr Löscher, in Fukushima ist es zur Atomkatastrophe gekommen, obwohl japanische Meiler zu den sichersten der Welt zählten. Müssen auch Sie jetzt strategisch umdenken?

Peter Löscher: Nein. Das, was derzeit alles diskutiert wird, zeigt: Die Wachstumstreiber sind nachhaltige technologische Lösungen für die Infrastruktur. Wir können etwa mit unseren effizienten Gasturbinen, Windkraftanlagen und anderen energieeffizienten Lösungen viele Antworten für die Zukunft bieten. […] 

Kanzlerin Merkel hat gesagt, die Welt sei seit der Nuklearkatastrophe vom 11. März nicht mehr dieselbe wie vorher.

Dass sich die Welt verändert hat, ist unzweifelhaft. Die politische Diskussion über die Energiepolitik wird weltweit geführt. Die Politik setzt die Rahmen-bedingungen. 

Und zwar in Richtung Energiewende.

Welche Ergebnisse die energiepolitischen Diskussionen bringen, wird sich zeigen. Wir sind auf einem breiten Technologiespektrum präsent. Wichtig ist Verlässlichkeit und Investitionssicherheit. Und zu beachten ist natürlich auch die Grundlastfähigkeit einer Energieinfrastruktur. 

Müssen Sie sich nicht viel stärker in die Debatte einbringen?

Wir müssen zeigen, was technologisch möglich ist. Über die Rahmenbedingungen entscheidet dann die Politik – und über die Nachfrage unsere Kunden. 

Die Entscheidungen werden immer schwieriger. „Wutbürger“ verhindern große Infrastrukturprojekte. Und die Atomdebatte wird in Deutschland emotionaler geführt als anderswo.

Es ist wichtig, dass wir in Deutschland zu neuen Technologien stehen. Dazu gehören immer auch große Infrastrukturprojekte. Nichts gibt es zum Nulltarif. 

Wo sehen Sie Gefahren?

Nehmen wir den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dazu gehört eine geeignete Netzinfrastruktur. Es müssen 3 400 Kilometer an neuen Stromnetzen gebaut werden – und zwar so, dass die Netze nicht erst in 20 Jahren verfügbar sind. […] 

Auch der ganz neue vierte Sektor bei Siemens soll sich ja mit dem Ausbau der Infrastruktur beschäftigen. Hatten Sie nicht vor Kurzem den Konzernumbau für abgeschlossen erklärt? Nun gibt es ein viertes Standbein, und Osram kommt an die Börse. Das sieht nach Aktionismus aus.

Nein, wir hatten die Restrukturierung von Siemens abgeschlossen. Jetzt geht es verstärkt um Zukunftstechnologie, Kunden und Märkte. Wir richten uns noch intensiver auf Branchen aus und stellen uns zusätzlich ganz gezielt für Städte und ihre Infrastrukturthemen auf. Bislang waren dafür Kompetenzen über Divisionen und Sektoren verteilt, jetzt bündeln wir sie. […] 

Hauptkunde des neuen Infrastruktur- und Städtesektors wird allerdings die öffentliche Hand sein. Fürchten Sie in Zeiten der Schuldenkrise nicht, dass sich die Wachstumshoffnungen zerschlagen?

Die Megacitys in den Schwellenländern wachsen dynamisch. Und damit wachsen die Anforderungen an die jeweilige Infrastruktur. In den nächsten Jahren kommen 1,4 Milliarden Menschen neu in die Städte. Und in den Industrieländern ist der Bedarf nach höherer Energieeffizienz und Modernisierung hoch. 

Aber das Geld ist knapp.

Die Energieeffizienz-Projekte werden sich rechnen, wenn städtische Infrastrukturen erneuert werden. Zudem bieten wir unseren Kunden auch Finanzierungspläne an. 

Dann sind die Voraussetzungen für den neuen Sektor ja prächtig. 20 Milliarden Euro Umsatz hat er. Wie schnell soll er wachsen, prozentual zweistellig?

So weit sind wir noch nicht. Wir stellen den Sektor jetzt erst einmal vollständig auf. Dann werden wir uns die Ziele setzen und ab dem neuen Geschäftsjahr, also ab 1. Oktober, in der neuen Struktur arbeiten. […] 

„Wir trauen uns auch größere Akquisitionen im Milliardenbereich zu. “

Peter Löscher, Siemens Vorstandschef

Was fehlt Ihnen im Portfolio für den neuen Sektor?

Wir sind so breit aufgestellt wie kein anderer, werden uns aber anschauen, wo es Ergänzungen geben sollte. Das werden aber eher Technologie- als Umsatzzukäufe sein. 

Im Gesamtkonzern wollen Sie – ohne Osram – den Umsatz von 70 Milliarden Euro auf 100 Milliarden steigern. Soll das überwiegend organisch gehen?

Das wird eine Mischung aus beidem. Wir trauen uns auch größere Akquisitionen im Milliardenbereich zu. Sie werden aber sicher nicht auf dem Niveau des VDO-Verkaufs sein, wo der Kaufpreis elf Milliarden Euro betrug. 

Was ist die größte Gefahr für Siemens?

Wir sind extrem breit aufgestellt in 190 Ländern und haben ein stabiles Portfolio. Das größte Risiko ist Selbstzufriedenheit. 

Den ständigen Wandel wollen Sie selber weiter betreiben? Ihr Vertrag könnte ja in ein paar Monaten verlängert werden.

Das ist eine Entscheidung des Aufsichtsrats. Ich kann nur sagen, mir macht es noch genau so viel Spaß wie am ersten Tag. 

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Wachstum (Ausgabe 6)" erschienen

Wachstum

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