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Von 20 Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar Umsatz – Wie der chinesische Hersteller von Solar-Panels die Welt erobert

Yingli Green Energy ist eines der weltweit größten vertikal integrierten Fotovoltaik-Unternehmen, das seine Produkte unter der Marke Yingli Solar vertreibt. 50 Prozent des Umsatzes werden in Deutschland erzielt. A.network trifft Stuart Brannigan, den Managing Director der Yingli Green Energy Europe GmbH mit Sitz in München.

Stuart Brannigan ist Managing Director der Yingli Green Energy Europe GmbH. Bevor er im Jahr 2007 ins Unternehmen eintrat, arbeitete er als Director Global Procurement für die Phoenix Solar AG in Sulzemoos, Deutschland. Von 1990 bis 2005 war Brannigan Director of Global Procurement und später Vice President of Sales bei BP Solar, wo er für die Versorgung des Unternehmens mit Silizium, Wafern, Zellen, -Modulen und allen weiteren benötigten Rohmaterialien sowie die erforderliche ?Kapitalausstattung verantwortlich war. Im Verlauf seiner Tätigkeit für BP Solar wurde Brannigan in den Vorstand der europäischen Branchenvereinigung gewählt, der European Photovoltaic Industry Association (EPIA). Hier gehörten die internationale Kommunikation und das Lobbying zu seinen Verantwortungsbereichen.

Stuart Brannigan

Stuart Brannigan ist Managing Director der Yingli Green Energy Europe GmbH. Bevor er im Jahr 2007 ins Unternehmen eintrat, arbeitete er als Director Global Procurement für die Phoenix Solar AG in Sulzemoos, Deutschland. Von 1990 bis 2005 war Brannigan Director of Global Procurement und später Vice President of Sales bei BP Solar, wo er für die Versorgung des Unternehmens mit Silizium, Wafern, Zellen, -Modulen und allen weiteren benötigten Rohmaterialien sowie die erforderliche ?Kapitalausstattung verantwortlich war. Im Verlauf seiner Tätigkeit für BP Solar wurde Brannigan in den Vorstand der europäischen Branchenvereinigung gewählt, der European Photovoltaic Industry Association (EPIA). Hier gehörten die internationale Kommunikation und das Lobbying zu seinen Verantwortungsbereichen.

Unternehmensziel: Solarenergie als nachhaltige Energiequelle für alle Menschen 

Deutschland ist weltweit der größte Fotovoltaik-Markt.

Seit wann ist Yingli auf dem deutschen Markt vertreten?

Wir verkaufen seit sieben Jahren Solar-Panels in Deutschland. Während dieser Zeit konnten wir einen deutlichen Kundenzuwachs verzeichnen: von Firmen mit 30 bis 40 Mitarbeitern bis hin zu Firmen, die 300 bis 500 Mitarbeiter haben. Der deutsche Markt wuchs in dieser Zeit von etwa 100 KWp im Jahr 2004 auf 7,5 GWp im Jahr 2010. Und auch Yingli konnte einen großen Zuwachs verbuchen und verkaufte im Jahr 2010 1 GWp (2003: 3 MWp) – eine Umsatzsteigerung von etwa 20 Millionen auf 1,9 Milliarden US-Dollar. Von dieser Summe wurde fast die Hälfte in Deutschland umgesetzt. 

Die Umsatzsteigerung von 20 Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar ist atemberaubend. Was zeichnet das Unternehmen aus?

Unser Ziel lautet: Wir wollen hochwertige Fotovoltaik-Anlagen für wenig Geld bauen, und wir sind davon überzeugt, dass wir dafür das beste Geschäftsmodell haben. Unser Unternehmenshauptsitz ist in China, wo auch der größte Teil unserer Mitarbeiter arbeitet. Darüber hinaus sind wir über weltweite Niederlassungen vertreten.  

Alle Herstellungsprozesse finden bei uns an einem Ort statt. Dadurch können wir die gesamte Produktion sowie Qualität und Performance der Solar-Panels besser als unsere Konkurrenten kontrollieren, die häufig an verschiedenen Orten produzieren. Wir kaufen die besten Fertigungsmaschinen von den weltweit besten Maschinenherstellern. Unsere Maschinen kommen aus den USA, Deutschland, Italien, Finnland, Frankreich und der Schweiz. Wir liefern hochwertige Produkte, geben dafür 25 Jahre Garantie und garantieren in dieser Zeitspanne einen exzellenten Service.  

Ist Yingli Marktführer in Deutschland?

In Deutschland ist es schwierig, einen Marktführer zu identifizieren. Unsere deutschen Kunden sind meist Privatunternehmen, und unsere Kooperationspartner unterhalten Geschäftsbeziehungen sowohl in Europa als auch in den USA und in Asien. Es ist daher fast unmöglich nachzuvollziehen, welche Panels welches Herstellers in Deutschland verkauft werden. Wir sind aber eines der Top-Fünf-Unternehmen – bei einem Gesamtmarkt von ca. 20 Milliarden Euro. Im letzten Jahr wuchs der Markt in Deutschland um etwa 100 Prozent. 

Denken Sie, dass mit dem Einfrieren der Subventionen für die Solarenergie der sog. Solar-Boom auf dem deutschen Markt stoppen wird?

Grundsätzlich möchte ich sagen, dass meiner Ansicht nach die Deutschen stolz sein können auf den Beitrag, den sie für das Wachstum des Fotovoltaik-Marktes geleistet haben. Deutschland ist nicht nur weltweit der größte Fotovoltaik-Markt, sondern sein Einspeise-System wird zunehmend auch von anderen Ländern kopiert. Kennzeichnend für diesen Erfolg ist die Tatsache, dass die Subventionen Jahr für Jahr reduziert werden können und weiter sinken werden, sobald einige Kostensenkungsmaßnahmen durch die Industrie erreicht werden. Wir bei Yingli begrüßen diese Kostensenkungsmaßnahmen und versuchen selbst permanent, die Kosten für die Panels und damit für die ganze Anlage weiter zu reduzieren. Trotz der aktuellen Kürzungen und der Fokussierung auf kleinere Systeme glauben wir, dass der deutsche Markt weiter wachsen wird, wenn auch vielleicht nicht mehr so stark.  

Als chinesisches Unternehmen macht es uns Yingli vor, wie man erfolgreich auf ausländischen Märkten Fuß fassen kann. Was sind die Erfolgsfaktoren?

Wir sind sicher, dass unsere Beziehungen für unsere Erfolge maßgebend sind. Es ist in der Tat sehr schwierig, einfach in ein Land „hineinzuspazieren“ und ein unbekanntes Produkt zu verkaufen. Dazu braucht man Zeit und Durchhaltevermögen – und vor allem ein gutes Endprodukt. Wir sind permanent auf der Suche nach den richtigen Kunden. Wir wollen jedoch unsere Produkte nicht nur an die Menschen verkaufen, weil sie Geld haben. Wir fragen uns auch, ob unsere Kunden ein individuelles Geschäftsmodell haben, und so können wir unsere Philosophie weiter ausbauen, anstatt einfach nur „zu verkaufen“. Letztendlich geht es um unsere Marke und wie diese Marke wahrgenommen wird. Wir sind gerade dabei, die Marke Yingli richtig zu positionieren. Wir versuchen eine Marke aufzubauen, die für Qualität, Vertrauen, Wert und Reputation steht. Wir wollen unseren Kunden eine Dienstleistung anbieten, die die Erwartungen übertrifft. Das „Yingli-Erlebnis“ soll für sie lohnenswert sein. 

Bei der FIFA-WM 2010 in Südafrika war der Name Yingli groß auf den Sponsorenbanden in den Stadien zu sehen. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Engagement?

Wir sind die erste chinesische Firma und dazu noch das erste Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien, das solch ein globales Event wie die FIFA-Fußball-WM – mit kumuliert 26 Milliarden Zuschauern – gesponsort hat. Die Partnerschaft eröffnete uns die Möglichkeit, innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne eine neue Kundengruppe zu erreichen, der Yingli zuvor kein Begriff gewesen war. Aus der Tatsache, dass wir gemeinsam mit Marken wie Adidas, Sony, Coca-Cola, McDonalds usw. präsent waren, konnten die Endverbraucher ersehen, dass Yingli einen hohen Qualitätsstandard repräsentiert und über eine sehr gute Reputation verfügt. Aber auch die FIFA konnte so zum Ausdruck bringen, dass sie sich für Themen wie Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie stark macht. 

 

Weltweit beschäftigt Yingli über 9.000 Mitarbeiter und ist seit 2007 an der New Yorker Börse gelistet. 

Wie sieht es mit der technologischen Entwicklung aus?

Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir auch durch die Vorteile des zunehmenden Outputs sparen können. Wir sind uns sicher, die nächste „Sparwelle“ durch verbesserte Technologie und Performance der Solar-Panels realisieren zu können. Solar-Panels und die Rohstoffe für die Solarzellen sind immer noch sehr teuer. Der Rohstoff ist Polysilikon, das aus Quarz gewonnen wird. Das Material macht 30 Prozent des Gesamtwertes eines Solar-Panels aus. Bei Yingli konzentrieren wir uns darauf, die Effizienz der Solarzellen zu erhöhen, d.h. dass jede Solarzelle mehr Strom pro Einheit Sonnenlicht erzeugt. Diese Effizienzzunahme bedeutet, dass mit der gleichen Menge Polysilikon mehr Strom erzeugt werden kann, wodurch der Wert jeder Solarzelle steigt und die eingesetzte Menge von Polysilikon reduziert werden kann. Durchschnittlich konvertieren Solarzellen 14-17 Prozent des Sonnenlichts in Elektrizität. Wir arbeiten bei Yingli an Zellen, die in der Lage sind, bis zu 20 Prozent der Sonnenenergie in Strom umzuwandeln, was einer Kostenersparnis von bis zu 10 Prozent entspricht. 

Welche sind die künftigen Absatzmärkte?

Vor fünf Jahren war Deutschland der einzige größere Markt für Fotovoltaik-Anlagen. In den letzten Jahren haben aber auch andere Länder Stromeinspeise-Maßnahmen ergriffen. Die USA wird ein wachsender Markt sein, und bald können wir dort bis zu 15 Prozent unserer Produktion absetzen. Gerade hat auch China die Fotovoltaik entdeckt und wir hoffen, dass dieser Markt schneller wachsen wird, sobald die Regierung den wahren Wert dieser sauberen Technologie erkannt hat. Durch sinkende Preise werden in der Zukunft auch Indien und Afrika diesem Trend folgen. Wir sehen diese Industrie also in den kommenden Jahren weiter wachsen.  

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Wachstum (Ausgabe 6)" erschienen

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