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Atreus Manager Roundtable Restrukturierung

Wie lassen sich Restrukturierungssituationen erfolgreich meistern? Über diese und weitere spannende Fragen haben wir mit unseren Experten beim Roundtable Restrukturierung am 22.06.2018 in München diskutiert.

Was macht eine Restrukturierung erfolgreich?

Es gibt immer weniger Firmenpleiten in Deutschland und Europa, doch diverse Analysen zeigen auf, dass viele Firmen sich nur wegen der niedrigen Zinsen über Wasser halten können. Daher werden notwendige leistungswirtschaftlich orientierte Restrukturierungsprogramme häufig nicht eingeleitet. Die Zinswende wird in der Konsequenz eine Restrukturierungs- und Pleitewelle auslösen. Dies wird einhergehen mit einer Spirale nach unten, die bis in die Rezession führen kann – warnten zuletzt Experten.

Auch Atreus Manager beobachten dies in ihrem Umfeld, daher gilt es sich jetzt unter Experten darauf vorzubereiten und mit Fragestellungen der Restrukturierung zu beschäftigen.

Können digitale Tools in komplexen Restrukturierungssituationen eine bessere Übersicht schaffen oder sorgen sie nur für zusätzlichen Aufwand? Wie sieht das Profil des passenden CROs aus? Und wie können Interim Manager mit vorgefundenen theoretischen Maßnahmen und Planungen aus Beratungskonzepten umgehen und korrigieren? Welche Analysen ergeben wann und wo Sinn? Was sind hier State-of-the-Art Tools und -Methoden? Über diese spannenden Fragen diskutierten erfahrene Restrukturierungsexperten im Rahmen des Atreus Manager Roundtable Restrukturierung am 22. Juni 2018 in München. In drei Impulsvorträgen und angeregten Diskussionen unter Moderation der Atreus Direktoren Dr. Christian Frank und Sebastian Bretag zeigten die Experten und gestandene CROs im offenen Austausch die Faktoren, Tools, Vorgehensweisen und Best Practices für eine erfolgreiche Restrukturierung auf.

 

„Entgegen dem Klischee müssen Restrukturierer heute Teamplayer sein, um nachhaltigen Turnaround und Veränderung in den Köpfen herbeizuführen.“

Sebastian Bretag, Atreus Direktor

1. Analysestärke und Transparenz sind für die richtigen strategischen und operativen Weichenstellungen erfolgskritisch.

Obwohl Restrukturierungsexperten vor allem Umsetzer sind, sind analytische Fähigkeiten von großem Vorteil. Doch: Haben Restrukturierer überhaupt die Zeit, Analysen zu machen? „Ein umsetzungsorientiertes, schlüssiges Konzept, dem tief gehende Transparenz über segmentspezifische Profitabilitäten deren interner und externer Treiber vorausgeht, ist die Grundlage“, erklärt Atreus Direktor Sebastian Bretag, der zahlreiche Restrukturierungen erfolgreich begleitet und selbst durchgeführt hat. Nach seiner Erfahrung ist dies auch für erfahrene CROs mit starkem Industriebackground in der Herstellung einer Vertrauensbasis und in der Kommunikation mit allen Stakeholdern mehr als hilfreich. So sei beispielsweise eine transparente Erarbeitung und Aufschlüsselung nach Segmentprofitabilität und Modellierung der Mechanik des Unternehmens mit wesentlichen operativen Aufwandstreibern zum Beispiel ein extrem schlagkräftiges Argument, um die Entscheider von Notwendigkeit, Ort und Umfang eines Personalabbaus zu überzeugen und dies mit der Unterstützung aller Stakeholder schnell umzusetzen. Alles andere sei sonst nur ein Austausch von Meinungen und verzögere Geschwindigkeit, Commitment und Präzision bei der Umsetzung. Manche Potenziale gingen verloren, so Bretrag. 

2. Entscheidend sind Umsetzungsorientierung und Pragmatismus

Im Gegensatz zu klassischen Consultants im Turnaround kommt Interim Managern bzw. Interim-CROs ihre oft stärkere Branchen- und Umsetzungserfahrung schon in der Analyse zugute, insbesondere bei der Definition und Findung pragmatischer Maßnahmen mit Augenmaß und Berücksichtigung der Marktseite, segmentspezifischer Benchmarks und Best Practices sowie bei der Gewinnung und Einbeziehung der handelnden Personen für die Umsetzung und beim Aufsetzen von Ad-hoc-Maßnahmen bereits während der Analysephase.

Bretag merkte an, dass es für einen nachhaltigen Turnaround nicht ausreiche, ein augenscheinlich schlüssiges Konzept zur Überwindung der Krise vorzulegen. Ebenso reicht es nicht aus, reines Cost Cutting zu betreiben oder die Passivseite der Bilanz zu restrukturieren. Alles ist oftmals wichtig für die kurzfristige Überlebensfähigkeit eines Unternehmens. Für einen nachhaltigen Turnaround ist aber die „Umsetzbarkeit“ und tatsächliche „Umsetzung“ der operativen und strategischen Maßnahmen sowie die Herbeiführung der „Veränderung in den Köpfen“ entscheidend. Entsprechend sollte daher auch das Fähigkeitsprofil des Sanierers aussehen.  

3. Entgegen dem Klischee müssen Restrukturierer heute Teamplayer sein

Neben einer fachlichen und methodischen Exzellenz, die nach Ansicht von Bretag nur ein Hygienefaktor ist, sind eine breite Umsetzungserfahrung und vor allem soziale Kompetenz wichtig. Leider kann man insbesondere soziale Kompetenz nur sehr begrenzt erlernen. Damit ergibt sich in Summe ein Mindset, dem nur wenige Persönlichkeiten entsprechen. „Viele Manager sind fachlich gut und liefern gute Zahlen, passen aber menschlich nicht für eine Restrukturierung“, sagt auch Atreus Manager Stefan Mairiedl. „Wir sind da, um unangenehme Themen für die Zukunft zu bereinigen.“ Deswegen ist es extrem wichtig, die Pain Points beim Kunden frühzeitig zu identifizieren, zu verstehen und richtig zu kommunizieren, um die Geschäftsführung und Mitarbeiter auf die Reise zur Veränderung mitnehmen zu können. Kommunikation, Verlässlichkeit, Diplomatie, Sachlichkeit, Geduld und Überzeugungskraft sind laut Mairiedl essenziell: In diesem Sinne sind Restrukturierungsexperten keine Einzelkämpfer, sondern vor allem Teamplayer.  

4. Herstellung von Vertrauen bei allen Stakeholdern ist die erste Aufgabe des CROs und Voraussetzung für einen erfolgreichen Turnaround

CROs sind da, wo und weil Vertrauen verloren gegangen ist. „Ein gutes Vertrauensverhältnis ist vielleicht die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Projekt“, sagt Stefan Mairiedl. Diskretion und Vertrauen gelten in jeder Restrukturierung als das A und O zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Eine Herausforderung für ein vertrauensvolles Verhältnis ist jedoch die Diskrepanz in den Erwartungen unterschiedlicher Stakeholder. Als CRO kann man sich keine zwei Wahrheiten erlauben und muss das tun, was für das Unternehmen richtig ist. In der Grundausrichtung ist dies ein herrlich unpolitischer Job, in dem nur das Ergebnis zählt, denn nur das und Gradlinigkeit in Handeln und Kommunikation bauen Vertrauen wieder da auf, wo es verloren gegangen ist. 

5. Ein Tool muss unterstützen, nicht Zusatzaufwand verursachen

„Restrukturierer haben keine Zeit, ein komplett neues Tool einzuführen“, erklärt Atreus Manager Stefan Mairiedl. Die Frage, ob ein spezifisches Projekttool eingesetzt werden soll, ist oft eine schwierige Entscheidung, weil die zusätzliche Zeit- und Kostenbelastung nicht im Vorfeld antizipiert werden kann. Viele Projekttools scheitern noch in der Einführungsphase. Ihre Implementierung, Nutzung und Pflege werden oft als zusätzliche Belastung im Unternehmen wahrgenommen, sodass sich die Investition trotz der wertvollen Funktionalitäten und Vorteile nicht auszahlt. Zudem bringen die Instrumente in der Einführungsphase oft zusätzliche Beratungskosten mit sich. Viele Restrukturierer bevorzugen daher immer noch die klassische Excel-Tabelle.

Immerhin muss der Restrukturierer hemdsärmelig schnell ergebniswirksame Maßnahmen umsetzen statt Tools einzuführen und zu pflegen. „Und doch ist dieser Aufwand gerechtfertigt“, argumentierte Ulli Fischer, CEO des Softwareanbieters MyTaskey: Projektmanagement-Tools ermöglichen in komplexen Restrukturierungssituationen neben einfachem und transparentem Erfassen von Aufgaben und Controlling von Budget- und Zeitabweichungen eine strukturierte Einbeziehung, Zusammenarbeit und Ideenfindung von Mitarbeitern sowie weitere Funktionen über das klassische Projektmanagement des Gesamtprojekts hinaus. Unter anderem fungieren sie richtig gewählt und aufgesetzt als Change- und Kommunikations-Tool und erleichtern die Arbeit, anstatt unnötig nicht wertschöpfende Zeit zu konsumieren. Voraussetzung sind webbasierte Einführung auf Knopfdruck, flexible Konfiguration sowie Support des Interim Managers und Unternehmens durch Anbieter der Tools.  

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