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Unter welchen Voraussetzungen bleibt die deutsche Automobilindustrie an der Weltspitze?

Auf unserer A·lounge im Mercedes Benz Tower München am 21. März haben Atreus Direktor Stefan Randak und Atreus CEO Dr. Harald Linné darüber mit Branchenexperten diskutiert. In der spannenden Debatte wurde deutlich, dass die deutschen Hersteller und Zulieferer zwar selbstbewusst in die Zukunft blicken, in den kommenden Jahren aber mit einer Vielzahl hochkomplexer Herausforderungen zu kämpfen haben. Der Ausgang bleibt – aus heutiger Sicht – offen.

Was unsere Experten auf die drängenden Fragen der Automobilindustrie antworten

Verliert die deutsche Automobilindustrie ihre internationale Marktführerschaft?

Geht es nach den Experten und Gästen unserer A·lounge, ist diese Frage mit „Jein“ zu beantworten, wobei die Zuversicht überwiegt: Etwa ein Drittel unseres Publikums sah die internationale Stellung der deutschen Industrie dauerhaft gefährdet. Dagegen gaben sich rund 60 Prozent unserer Gäste optimistisch, ähnlich wie unsere Speaker aus der Industrie.

 

„Ich sehe die Profitabilität der deutschen Mobilitätsunternehmen durch die Elektromobilität nicht gefährdet: Wer den Kunden versteht, kann auch seine Marge halten.“

Dr.-Ing. Markus Schwaderlapp, Senior Vice President Research and Development, DEUTZ AG
 

„Die Hersteller müssen in den kommenden Jahren Sparprogramme fahren und streng auf Effizienz achten – doch auf lange Sicht werden sie genauso viel Geld verdienen wie in der Vergangenheit. Wir können Autos, und zwar besser als Elektro-Start-ups.“

Dr. Stefan Niemand, Leiter Elektrifizierung, Audi AG
 

„Das Pendant zur deutschen Crash-Sicherheit wird morgen die Cyber-Sicherheit sein. Entscheidend für den Erfolg ist folgende Frage: Welcher Marke würden Sie am meisten vertrauen, wenn Sie in ein autonom fahrendes, vernetztes Fahrzeug steigen?“

Jürgen Döring, Director Automotive Regulatory Strategy, Daimler AG

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+49 89 452249-390 Stefan.Randak(at)atreus.de

Ist Elektromobilität der Weisheit letzter Schluss?

Axel J. Maschka, Founder & President beim Beratungsunternehmen AMA-Advisors, mahnt: „Die deutschen Hersteller müssen bei der Elektromobilität Gas geben. Das Ende des Verbrennungsmotors im Automobil steht bevor. E-Mobilität ist die einzige Lösung, die gleichzeitig weltweit akzeptiert wird und es ermöglicht, die CO2-Ziele zu erreichen.“ Dagegen betrachtet Dr.-Ing. Markus Schwaderlapp von DEUTZ den Umstieg auf die Elektromobilität nicht als die alleinige Lösung: „Verbrennungsmotoren sind dabei nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Denn selbst wenn sich Elektroantriebe auf breiter Front durchsetzen, zeigt die Kurve für die globale Erderwärmung nach oben. Wir müssen zusätzlich Verbrennungsmotoren mit nachhaltigen Kraftstoffen betreiben, um die CO2-neutrale Mobilität voranzutreiben.“ Jürgen Döring von Daimler bestätigt das: „Wir nehmen das Klimaproblem ernst, daher brauchen wir andere Lösungen als fossile Kraftstoffe.“ Welche Antriebstechnologie sich durchsetzen wird, ist aber auch eine politische Frage: „Politik ist nicht immer rational. Mit dieser Irrationalität müssen wir als Hersteller leben“, sagt Dr. Stefan Niemand von Audi.

Wie führen die deutschen Automobilunternehmen E-Mobilität zum Erfolg?

Dr. Stefan Niemand von Audi glaubt, dass die OEMs dafür bei den Produkten ansetzen sollten: „Wir müssen Elektromobilität sexy machen. Durchsetzen werden sich die Hersteller, die sich an den Kundenwünschen orientieren.“ In seinen Augen müssen vor allem die Batteriekosten sinken, um E-Autos flächendeckend auf die Straße zu bringen. Auch die Ladeinfrastruktur, wie sie etwa von IONITY aufgebaut wird, gilt den Experten als entscheidender Erfolgsfaktor. Jürgen Döring von Daimler führt ins Feld, die Automobilindustrie müsse in der Fertigung aber nach wie vor flexibel bleiben: „Niemand weiß, wie schnell sich die Elektromobilität durchsetzt. Fabriken für die ausschließliche Produktion von Elektroautos sind erst ab einer hohen Marktdurchdringung sinnvoll.“ Und insgesamt sei die Transformation zur Elektromobilität ein Systemwandel, den die Automobilindustrie gar nicht allein schaffen könne, sind sich die Experten einig. Hier sei nicht zuletzt die Politik gefragt.

 

„Die deutschen Hersteller müssen bei der Elektromobilität Gas geben. Das Ende des Verbrennungsmotors im Automobil steht bevor. E-Mobilität ist die einzige Lösung, die gleichzeitig weltweit akzeptiert wird und es ermöglicht, die CO2-Ziele zu erreichen.“

Axel J. Maschka, Founder & President bei AMA-Advisors

Haben die deutschen Hersteller in Sachen Batterie den Anschluss an China dauerhaft verloren?

Hier sind sich die Experten uneins, sehen aber alle Nachholbedarf. „Bald schon werden wir alle elektrisch fahren – mit asiatischen Batterien“, warnt etwa Axel J. Maschka. „Die europäischen Batteriehersteller haben vereinzelt durchaus das notwendige Know-how, müssen jetzt aber schnell skalieren. Wir haben noch keinen ‚Airbus‘ für die Entwicklung von Batterien, brauchen ihn aber auch nicht.“ Für Dr. Stefan Niemand von Audi besteht das Problem darin, „dass wir Europäer die Technologie noch nicht in der Tiefe ausreichend beherrschen. Damit sollten wir uns nicht wohlfühlen.“ Von wem die Batterien gefertigt würden, sei aber letztlich zweitrangig: „Sobald wir als deutsche OEMs die Technologie selbst beherrschen, werden wir sicherlich neu darüber nachdenken, ob wir die Batterien selbst produzieren oder zukaufen.“

Welche Aspekte sind neben der Elektromobilität wesentlich, um im internationalen Rennen an der Weltspitze zu bleiben?

Um als Automobilhersteller erfolgreich zu bleiben, muss man neben der Elektromobilität eine Reihe weiterer Trends aufgreifen, von der Urbanisierung über die Digitalisierung bis hin zur Individualisierung. In Sachen Sharing bieten Fahrdienste wie Uber etwa längst nicht die ganze Antwort, wie Axel J. Maschka beobachtet: „Flexibel nutzbare On-Demand-Angebote werden sich Schritt für Schritt durchsetzen, weil sie die beste Lösung für individuelle urbane Mobilität sind. Die OEMs haben hier mit ersten Kooperationen begonnen – daran tun sie gut.“ Im vernetzten Fahrzeug spielt zudem Cyber Security eine Schlüsselrolle: „Die Integrität des Autos muss in der Hand des Herstellers bleiben“, sagt Jürgen Döring von Daimler. „Das ist nicht einfach, weil die Daten im Fahrzeug sehr wertvoll sind und Zulieferer bzw. Drittparteien damit Geld verdienen wollen. Bisher ist mir allerdings bei europäischen Fahrzeugen kein Fall bekannt, in dem von außen in Systeme des fahrenden Serienfahrzeugs eingegriffen werden konnte." Daran, dass die deutschen Hersteller anspruchsvolle Themen wie Car Connectivity meistern werden, besteht aus Sicht eines teilnehmenden Experten kein Zweifel: „Wir überhöhen digitale Themen in der Debatte. Wie bei allen früheren Innovationen in der Industrie werden wir auch mit Blick auf die Digitalisierung lernen, wie man digitale Technologien einsetzt.“

 

„Die zukünftige Marktführerschaft ist nicht nur eine Frage der Antriebskompetenz. Sie wird auch stark vom Know-how in Sachen Fahrassistenz, autonomes Fahren, Cyber Security und Car Connectivity abhängen.“

Stefan Randak, Direktor und Leiter der Solution Group Automotive, Atreus
 

„Die Chinesen sind im Bereich Elektro bekanntlich am weitesten vorn: 50 % aller Elektromodelle werden 2020 aus China kommen. Dahinter folgen die USA und die deutschen OEMs. Die deutschen Hersteller müssen sich sputen, um hier aufzuholen.“

Dr. Harald Linné, CEO, Atreus
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