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Arabisch-asiatischer Raum: Chancen und Motivation der deutschen Bau- und Bauzulieferindustrie

In ihrem Gastbeitrag im Baugewerbe Magazin vom 29. April 2024 analysiert Jessica Breuer, Direktorin und Mitglied der Solution Group Maschinen- und Anlagenbau, den wachsenden Markt des mittleren Ostens.

Für die deutsche Bau- und Bauzulieferindustrie eröffnen sich im arabisch-asiatischen Raum vielfältige Möglichkeiten. Erfahren Sie, wie Unternehmen diese Chancen ergreifen und welche Motivation sie antreibt.

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„Die Expansion in arabisch-asiatische Regionen bietet den deutschen Unternehmen eine vielversprechende Möglichkeit, ihr Wachstumspotenzial zu erschließen und ihre Positionierung auch in dieser Region zu stärken.“

Herausforderungen

Die Expansion in den arabisch-asiatischen Raum birgt für deutsche Bau- und Bauzulieferunternehmen auch Herausforderungen. Dazu gehören kulturelle Unterschiede, administrative Hürden und rechtliche Rahmenbedingungen, die es zu überwinden gilt. Die Anpassung an lokale Gegebenheiten und die Sicherstellung eines effizienten Betriebs in verschiedenen Märkten stellen bedeutende Aufgaben dar.

Potenzial der Region

Trotz der genannten Herausforderungen bietet die Region aber erhebliche Potenziale für Wachstum und Entwicklung. Der arabisch-asiatische Raum verzeichnet einen stetigen Bedarf an Infrastrukturprojekten, Wohnungs- und Gewerbebau sowie modernen Bautechnologien. Deutsche Unternehmen können von dieser Nachfrage profitieren und ihre Expertise in den Bereichen Qualität, Zuverlässigkeit und Innovation einbringen.

Der Bedarf in der Bauindustrie

Die Bau- und Immobilienprojekte im arabisch-asiatischen Raum, besonders in Saudi-Arabien (KSA) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), sind eindrucksvoll. In Saudi-Arabien stehen Projekte wie “Neom”, “Oxagon” und New Murabba mit seinen 9.000 Hotelzimmern und 980.000 Quadratmetern Retailfläche im Fokus. Der Wert der Bau-Pipeline in Saudi-Arabien wird auf rund 1 Billion US-Dollar geschätzt. In den VAE sind Projekte wie die Jebel Ali Palme, der Dubai Creek Tower, der Hyperloop zwischen Abu Dhabi und Dubai sowie das Sheikh Zayed Double Deck Road Scheme herausragend und verdeutlichen das immense Bauvorhaben in der Region.

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„Deutsche Unternehmen erkennen zunehmend die Chancen, die sich in den aufstrebenden Märkten des Nahen Ostens und Asiens bieten. Trotz der vielfältigen Herausforderungen wie kulturelle Unterschiede und rechtliche Hürden ist die Motivation zur internationalen Expansion groß. “

Strategische Partnerschaften

Kooperationen mit lokalen Subunternehmern können deutschen Bauunternehmen den Einstieg in neue Märkte erleichtern, indem sie von deren lokalem Wissen und Netzwerken profitieren. Durch Freihandelsabkommen können Handelshemmnisse abgebaut werden, was deutschen Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten erleichtert und ihnen somit neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. Erfahrene Interim Manager, die vor Ort im Baugewerbe tätig sind, können deutschen Unternehmen helfen, die Herausforderungen des internationalen Marktes zu bewältigen und effektive Expansionsstrategien zu entwickeln. Sie unterstützen bei der Gründung von Niederlassungen, dem Aufbau von Märkten, interimistischer Geschäftsführung, Lizenzierung und der Überbrückung von Personalengpässen.

Willkommenskultur als Treiber für ausländische Unternehmer und Fachkräfte

Die Förderung ausländischer Unternehmer und Fachkräfte ist entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Günstige wirtschaftliche Bedingungen und finanzielle Anreize erleichtern die Ansiedlung ausländischer Unternehmen und führen zu einem hohen Anteil an Migranten in der Bevölkerung. Die VAE bieten besonders angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen mit unkomplizierten Gründungsprozessen, Steuervorteilen und hoher Lebensqualität. Das KSA verfolgt mit der Vision KSA 2030 umfassende Reformen, die auf eine offene und tolerante Gesellschaft abzielen und die Attraktivität für ausländische Investoren und Fachkräfte steigern sollen.

Fazit

Die deutsche Bau- und Bauzulieferindustrie sieht im arabisch-asiatischen Raum nicht nur Herausforderungen, sondern vor allem auch Chancen. Durch die Überwindung von kulturellen Unterschieden, die Bildung strategischer Partnerschaften und die Förderung von Innovation und Qualitätsbewusstsein können Unternehmen ihre Präsenz in der Region stärken und zum Fortschritt der Bauindustrie beitragen.

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