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Atreus in den Medien

Restrukturierungen und Herausforderungen für das Management 

Gastbeitrag in “Der Sanierungs Berater” 3/2023, Autoren: Dr. Christian Frank, Atreus Partner und Mitglied des Executive Board, und Joachim Ponseck, Partner bei Baker McKenzie.

 Die zunehmende Anzahl von Unternehmensinsolvenzen wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen Unternehmen in einem multiplen Krisenumfeld konfrontiert sind. In ihrem Gastbeitrag beleuchten Dr. Christian Frank und Joachim Ponseck die vielfältigen Ursachen dieser Entwicklung und bieten Lösungsansätze für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. 

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„Deutschland könnte sich wieder zum “kranken Mann Europas” entwickeln, während umliegende Länder wachsen.“

Die Polykrise: Herausforderungen von innen und außen

Die Insolvenzzahlen steigen nicht nur aufgrund von erwarteten Nachholeffekten nach Niedrigzins- und Niedriginsolvenzjahren. Externe Faktoren wie der Krieg in der Ukraine und hohe Inflation tragen ebenso dazu bei wie hausgemachte Probleme, darunter hohe steuerliche Belastungen, Energiekosten, marode Infrastruktur und Personalknappheit. Deutschland könnte sich wieder zum “kranken Mann Europas” entwickeln, während umliegende Länder wachsen.

Auswirkungen auf Investitionen und Start-ups

Trotz eines zwischenzeitlichen Allzeithochs des DAX im Juli 2023 trübt sich die Stimmung der Unternehmen ein. Insbesondere die klassische Industrie leidet unter rückläufigen Auftragseingängen, sowohl im Inland als auch im Export. Start-ups sehen sich mit steigenden Insolvenzen konfrontiert, beeinflusst durch das Zinsniveau und rechtliche Hürden.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Die Autoren betonen, dass Unternehmen in dieser Zeit ihre Aufmerksamkeit auf bestimmte Handlungsfelder richten müssen. Dazu gehören:

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1. Klare Sicht durch verbesserte Planung und Transparenz

Um in diesem Umfeld erfolgreich zu navigieren, ist eine klare Sicht auf die unternehmensinternen Prozesse und eine verbesserte Planung entscheidend. Interne Reportingsysteme sollten den aktuellen Status Quo widerspiegeln, und externe Einflussfaktoren müssen in das Risikomanagement einbezogen werden.

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2. Geschäftsmodell sichern und erweitern 

Unternehmen sollten den Fokus auf die Sicherung ihres Geschäftsmodells legen und gleichzeitig nach neuen Absatzmärkten und effizienten Vertriebswegen suchen. Die Stabilisierung und Optimierung der Margen sind von entscheidender Bedeutung.

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3. Sicherung der Liquidität – Cash is king again 

In Zeiten von Unsicherheit müssen Unternehmen eine konsequente Liquiditätssicherung durch ein effektives Working Capital Management vornehmen. Es ist wichtig, Vereinbarungen zur Liquiditätssicherung klar zu dokumentieren.

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4. Kostenmanagement und Effizienzsteigerung

Eine sorgfältige Durchleuchtung der gesamten Wertschöpfungskette ist notwendig. Unternehmen sollten Alternativen zu aktuellen Energieträgern prüfen und nach effizienteren Produktionsverfahren suchen.

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5. Krise als Innovationstreiber nutzen

Trotz Unsicherheiten sollten Unternehmen ihre Innovationsbemühungen fortsetzen und gezielt in digitale und klimaneutrale Prozesse investieren. Es ist die Zeit, mutig in die Zukunft zu investieren.

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6. Transformation beschleunigen durch externe Experten 

Der temporäre Einsatz eines Chief Transformation Officer/Chief Restructuring Officer kann ein erfolgversprechender Ansatz sein. Die Nutzung externer Fachleute für Standortanalysen und Verhandlungen unterstützt Unternehmen dabei, notwendige Veränderungen umzusetzen.

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7. Rechtliche Optionen prüfen 

Unternehmen sollten sich sorgfältig auf mögliche Restrukturierungsverfahren nach dem StaRUG oder Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vorbereiten. Dies erfordert eine Abstimmung mit den größten Gläubigern und eine klare rechtliche Vorbereitung.

Ein Aufruf zur Wachsamkeit und Transformation

Die Autoren schließen mit dem Appell, dass selbst Unternehmen mit einem gesunden Geschäftsmodell wachsam bleiben müssen. In Zeiten stetiger Veränderungen und Krisen ist die Führung gefordert, Mitarbeiter zu Mitstreitern zu machen und Innovation voranzutreiben. Gleichzeitig erinnern sie die Politik an ihre Verantwortung.

Quelle: Der Sanierungs Berater 3/2023, 24.10.2023

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