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Atreus in den Medien

Reduzierung der Abhängigkeit… …von asiatischen Märkten

Tibor Reischitz und Patrick Julius, Direktoren in der Solution Group Maschinen- und Anlagenbau bei Atreus, beleuchten in ihrem Gastbeitrag die strategischen Herausforderungen für den industriellen Mittelstand in einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft.

Die Autoren zeigen, wie stark viele mittelständische Industrieunternehmen ihre internationale Wertschöpfung jahrelang auf China und andere asiatische Märkte ausgerichtet haben – als Beschaffungsquelle, Produktionsstandort und Absatzregion. Pandemie, geopolitische Konflikte und energiepolitische Brüche haben diese Fokussierung als strukturelle Verwundbarkeit offengelegt und Lieferketten zur Chefsache gemacht.

Vom Single Sourcing zur strukturierten Diversifikation

Anhand eines Fallbeispiels aus dem Sondermaschinenbau machen Reischitz und Julius deutlich, wie Single-Sourcing-Strategien bei kritischen Komponenten die Produktion innerhalb weniger Wochen ins Stocken bringen können. Eine vollständige Entkopplung von China halten sie jedoch weder für realistisch noch für wirtschaftlich sinnvoll; erforderlich sei vielmehr eine systematische Diversifikation auf Basis klarer Risikokriterien und eines belastbaren KPI-Sets.

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„Das, was jetzt geschieht, entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der kommenden Jahre.“

Hebel in Standortwahl, Produktentwicklung und Daten

Die Autoren plädieren für Regionalisierung und Nearshoring mit einer nüchternen Kostenlogik, die Energiepreise, Regulierung und Infrastruktur gleichermaßen berücksichtigt. Ergänzend empfehlen sie „Design-to-Independence“: substituierbare Materialien, modulare Produkte und standardisierte Schlüsselbauteile, die den Kreis potenzieller Lieferanten erhöhen. Digitale Plattformen, KI-gestützte Analysen und Frühwarnindikatoren sollen Transparenz entlang der gesamten Lieferkette schaffen und die Steuerbarkeit verbessern.

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„Eine einseitige Fixierung auf kurzfristige Kostenvorteile kann dazu führen, dass strukturelle Risiken unterschätzt werden und Abhängigkeiten lediglich verlagert statt reduziert werden.“

Kooperation statt Preisfokus

Statt einseitiger Preisverhandlungen betonen Reischitz und Julius die Bedeutung strategischer Kooperationen mit Kernlieferanten sowie die Nutzung von Industrie-Netzwerken, Kammern und Verbänden. So ließen sich alternative Partner und regulatorische Entwicklungen frühzeitig identifizieren und gemeinsame Investitions- und Kapazitätsplanungen aufsetzen.

Der Beitrag „Reduzierung der Abhängigkeit… …von asiatischen Märkten“ erschien in der Fachpublikation „Märkte der Welt“, Rubrik „Außenhandel“, Ausgabe Nr. 9 vom 5. März 2026.

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