

Atreus Toolkit, Episode 9
Digitale Plattform vernetzt Fertigungsbedarfe und Lohnfertiger
Spanflug: KI-gestützte Fertigungsplattform für Sofortangebote und effiziente Lohnfertigung
Atreus präsentiert in der Reihe “Toolkit” smarte Plug-ins zur Effizienzsteigerung in Unternehmen.
Im Rahmen des Atreus Toolkit-Formats sprechen die Atreus Direktoren Oliver Krebs und Tibor Reischitz mit Lucas Giering, Geschäftsführer und Chief Product Officer von Spanflug, über die Digitalisierung der Fertigung. Giering beschreibt, wie die Plattform Fertigungsbedarfe mit freien Kapazitäten in einem europaweiten Netzwerk von Betrieben zusammenbringt und so Geschwindigkeit, Transparenz und Qualität in der Teilefertigung deutlich erhöht.
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Spanflug im Überblick: Plattform für vernetzte Präzisionsfertigung
Giering betont, dass Spanflug als digitale Fertigungsplattform zwei Seiten des Marktes adressiert: Unternehmen, die präzise gefertigte Teile benötigen, und Lohnfertiger, die ihre Maschinen wirtschaftlich auslasten wollen. Über ein Netzwerk von rund 400 Betrieben mit insgesamt etwa 6.000 Maschinenplätzen und Kunden aus Branchen wie Maschinenbau, Automobil oder Medizintechnik bündelt Spanflug den Zugang zum Markt und macht ihn über eine zentrale Plattform nutzbar. Spanflug tritt dabei als Vertragspartner auf und übernimmt Verantwortung für Preis, Lieferzeit und Qualität.
Spanflug BUY: Sofortangebote für Prototypen, Serien und Ersatzteile
Mit Spanflug BUY richtet sich die Plattform an Einkäufer und Entwickler, die schnell und zuverlässig Fertigungsteile benötigen – vom Prototypen über Kleinserien bis zur laufenden Serie. Giering erläutert, dass Kunden ein 3D-Modell (z. B. im STEP-Format) und optional eine technische Zeichnung hochladen und innerhalb von etwa 30 Sekunden ein verbindliches Angebot mit Preis und Lieferzeit erhalten. Die KI-gestützte Technologie liest alle fertigungsrelevanten Informationen automatisch aus und deckt ein breites Spektrum ab – von Metall- und Kunststoffteilen über zahlreiche Nachbehandlungen bis hin zu komplexen Baugruppen und kurzfristigen Ersatzteilen, die teils innerhalb von fünf Werktagen geliefert werden können.
„Unser Geschäftsmodell hat einige Parallelen zu dem von Flixbus. Flixbus hat keine Busse, Spanflug hat keine eigenen Werkzeugmaschinen und wir schauen, dass wir Prozesse mit Digitalisierung, also Softwaretechnologie effizienter machen.“
Spanflug MAKE: Digitale Lohnfertigung und Fazit
Spanflug MAKE adressiert laut Giering gezielt Lohnfertigungsbetriebe, die ihre Prozesse digitalisieren und ihre Auslastung verbessern wollen. Über einen klar strukturierten Qualifizierungsprozess werden Fertigungspartner in das Netzwerk aufgenommen und erhalten über Spanflug keine unverbindlichen Anfragen, sondern bereits bestellte Aufträge, die sie annehmen oder ablehnen können. Parallel dazu können sie die Kalkulationssoftware nutzen, die aus 3D-Modell und Zeichnung einen optimierten Arbeitsplan inklusive Fertigungsstrategie erzeugt. Giering hebt hervor, dass der Einstieg niedrigschwellig ist – erste Kalkulationen sind kostenlos, darüber hinaus steht ein Lizenzmodell bereit – und dass sich die Investition über eingesparte Zeit im Angebotsprozess schnell rechnet. Im Fazit unterstreicht er, dass Spanflug mehr ist als eine Softwarelösung: Die Plattform kombiniert Technologie mit tiefem Fertigungs-Know-how und schafft so einen echten Mehrwert für beide Marktseiten.
