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Wir werden die Wissenschaftswelt signifikant verändern

Das deutsche Start-up ResearchGate, ein Soziales Netzwerk mit über 1,3 Millionen registrierten Wissenschaftlern aus allen Disziplinen, entwickelt sich mehr und mehr zum bundesdeutschen Vorzeige-Start-up.

Nach dem Abitur war sich Ijad Madisch nicht ganz sicher, ob er Medizin oder Informatik studieren will. Am Ende hat er beides studiert und mit ResearchGate finden beide Studiengänge zusammen.

Dr. Ijad Madisch

Nach dem Abitur war sich Ijad Madisch nicht ganz sicher, ob er Medizin oder Informatik studieren will. Am Ende hat er beides studiert und mit ResearchGate finden beide Studiengänge zusammen.

Der 31-jährige Arzt ging vor einigen Jahren zum Forschen an die Harvard Universität in Boston und stellte fest, dass es für Wissenschaftler kaum Möglichkeiten gibt, effizient mit Kollegen zusammenzuarbeiten, die in anderen Teilen der Welt forschen. Also gründete er 2008 mit zwei weiteren Deutschen ein professionelles  Netzwerk für Forscher: ResearchGate. Schnell boten ihm Investoren Geld, aber erst als er Matt Cohler von Benchmark Capital kennenlernte, sagte der Gründer Ja. „Matt Cohler ging es nicht darum, schnelles Geld zu machen“, sagt Madisch, „sondern etwas zu schaffen, dass Auswirkungen auf die Welt hat. Das hat mich umgestimmt.“ So erhielt ResearchGate im September 2010 als erstes deutsches Start-up Risikokapital von einem Investor aus dem Silicon Valley.  

Madisch entschied sich, die Firmenzentrale von Boston nach Berlin zu verlegen. Hier findet man High Potentials aus aller Welt, die ein internationales Netzwerk wie ResearchGate braucht. „Berlin bietet alles, was ein Start-up benötigt. Die Stadt zieht sowohl kreative als auch technisch versierte Menschen an. Die Mieten sind niedrig, die Lebensqualität hoch und qualifizierte Mitarbeiter sind nicht schwer zu finden“, so Madisch. „Zudem ist Berlin sehr international und meiner Meinung nach auf dem besten Weg, das nächste Silicon Valley zu werden.“ 

„Mit Matt Cohler von Benchmark, einem der ersten Mitarbeiter von Facebook, -Michael Birch, dem Gründer von Bebo und Andrew Braccia von Accel Partners in Palo Alto haben wir Investoren, die uns vor allem beim Aufbau der Community unterstützen.“ Benchmark Capital und Accel Partners investierten bereits in Erfolgsunternehmen wie eBay und Twitter. Mit der Finanzierung hat Madisch das Team in Berlin vergrößert und konnte sich so auf den Ausbau der Plattform sowie die Entwicklung effizienter Anwendungen konzentrieren. 

Mehr als 1,3 Millionen registrierte Wissenschaftler

ResearchGate ist eine Online-Community, ein Forum, auf dem sich Wissenschaftler austauschen. Jeder der 1,3 Millionen User hat sein Profil angelegt und Angaben zu seinem akademischen Werdegang, zu Forschungstätigkeiten und Publikationen hinterlegt. Über diese Informationen findet er wiederum andere Wissenschaftler, die über ein bestimmtes Fachwissen verfügen bzw. an bestimmten Forschungsthemen arbeiten. In den sog. „Topics“ werden diese Probleme diskutiert. So ist man als Forscher immer auf dem neuesten Stand, was Publikationen in seinem jeweiligen Fachgebiet angeht. Veröffentlichungen werden mit anderen geteilt.  

Forschung effizient gestalten

„Im Jahr 2005 war ich während eines Forschungsaufenthalts in den USA. Ich war dort im Labor eines Radiologen an der Harvard University tätig. Damals beobachtete ich das Aufkommen von Facebook und war von diesem neuartigen Dienst sehr angetan“, blickt Madisch auf die Gründerzeit von ResearchGate zurück. „In beruflicher Hinsicht fand ich Facebook jedoch wenig hilfreich. Persönlich war ich stets in den Disziplinen Medizin und Informatik eingespannt und musste dabei feststellen, dass der Informationsfluss zwischen beiden Fachrichtungen sehr langwierig war.“  Durch die Wissenschaftsplattform hat sich seither einiges geändert. Wer etwa ein neues Experiment plant, kann auf ResearchGate eine kurze Beschreibung in ein Suchfeld eingeben, und die Software durchsucht daraufhin einen Index von mehr als 45 Millionen veröffentlichten Arbeiten.  

Auf diese Weise lässt sich ermitteln, ob Ähnliches oder gar das Gleiche schon mal versucht wurde – im Zweifelsfall spart das viel Zeit und Geld. So können vor allem auch negative Daten, also Experimente, die nicht geklappt haben, mit anderen Forschern geteilt werden, um so Redundanz in der Forschung zu verringern. Ein „Expertenfinder” ermöglicht es, gezielt nach Kollegen zu suchen, die sich in genau diesem Fachbereich auskennen. Wer konkrete Fragen hat, richtet sie am besten in die Runde. Nicht umsonst ist die „Methods-Topic (27.893 Mitglieder) besonders populär.
 

ResearchGate, das professionelle Netzwerk für Wissenschaft und Forschung, wurde im Mai 2008 von den Medizinern Dr. Ijad Madisch und Sören Hofmayer sowie dem Informatiker Horst Fickenscher gegründet. Das Internet-Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin beschäftigt insgesamt rund 70 Mitarbeiter. ResearchGate ermöglicht es Forschern und Wis-senschaftlern aller Disziplinen, weltweit Informationen zu teilen, Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Dokumente, Daten und Publikationen können in Echtzeit ausgetauscht werden – alles mit der Zielsetzung, die Prozesse in der Forschung effizienter zu gestalten und Zeit zu sparen. Aktuell hat ResearchGate über 1,3 Millionen registrierte Nutzer aus 192 Ländern. Als Zielgruppe von ResearchGate kommen weltweit 15 bis 20 Millionen Menschen als Nutzer in Frage.  

Das Business-Modell: Erst eine Community aufbauen, dann Geld verdienen

ResearchGate ist für seine Mitglieder kostenfrei und wird dies künftig auch so beibehalten. Durch das erfolgte „Series A funding” im September 2010 kann sich das Team komplett auf die Entwicklung neuer Anwendungen und Features konzentrieren, die der ResearchGate-Community zugutekommen. In Zukunft sind Partnerschaften mit wissenschaftlichen Einrichtungen geplant sowie der Aufbau eines Marktplatzes für Laborprodukte. 

Dieser Artikel ist in der folgenden Gesamtausgabe der A.network "Exzellenz (Ausgabe 9)" erschienen

Exzellenz

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