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A·lounge Energie und Umwelt

Rendite unter Druck? Investments im deutschen Energiesektor – ein Realitätscheck

Rendite unter Druck? Investments im deutschen Energiesektor – ein Realitätscheck

Renditen unter Druck, Geschäftsmodelle im Wandel: In unserer Veranstaltung „Rendite unter Druck? Investments im deutschen Energiesektor – ein Realitätscheck“ diskutieren führende Expert:innen, wohin sich Kapital aktuell verlagert – und welche Rolle Deutschland dabei noch spielt.

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Sehen Sie sich das Re-Play mit den wichtigsten Erkenntnissen an:

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Veranstaltung

Digital via Livestream

21. Mai 2026, 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr

  • Begrüßung und Vorstellung der Speaker
  • Diskussion mit den Gästen Andreas Nauen, Catharina Weber, Markus Rieck, Nils Seele
  • Fragen aus dem Publikum
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Thema

Steigende Finanzierungskosten, strengere Regulierung und rasante Technologiesprünge verändern die Spielregeln im Energie- und Cleantech-Sektor und damit die Renditeprofile ganzer Portfolios. Vorstände, Eigentümer und Investoren stehen vor zentralen Weichenstellungen: Wohin verschiebt sich Kapital aktuell, in welchen Bereichen sollten Investitionen verstärkt werden und welche Segmente geraten strukturell unter Druck?

In einer 90‑minütigen Live‑Diskussion im Atreus Studio präsentieren wir exklusive Ergebnisse einer aktuellen Atreus Studie und diskutieren gemeinsam mit unseren Studiogästen die Implikationen für Ihre Kapitalallokation. Gemeinsam beleuchten wir drei Kernfragen:

  • Kapitalverschiebung: Welche Segmente gewinnen an Attraktivität, welche werden neu bepreist oder verlieren?
  • Geschäftsmodelle unter Margendruck: Wo entstehen strukturelle Ertragsrisiken und woran lässt sich das früh erkennen?
  • Agentic AI als Game Changer: Wie verändern KI‑gestützte, agentische Systeme Wertschöpfungsketten, Effizienzpotenziale und Risikoprofile? Welche Firmen profitieren, welche werden verdrängt?

Zum Abschluss richten wir den Blick auf Deutschland als Investitionsstandort: Wird der Markt aktuell neu bewertet und nach welchen Kriterien? Welche Rahmenbedingungen ziehen Kapital an, welche Standortfaktoren werden kritisch gesehen und wo sich trotz aller Unsicherheit neue, attraktive Chancen eröffnen?“

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Energie & Umwelt

Unternehmen durch schwere Zeiten zu führen, erfordert sturmerprobte Profis mit Power und Fingerspitzengefühl.

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Atreus A·lounge Digital

Die wichtigsten Erkenntnisse in acht Thesen:

Investoren, Energieunternehmen, Family Offices und VCs diskutieren, wie sich Energie- und Infrastrukturinvestments in Deutschland unter Druck von Regulierung, Genehmigungsstau und globalem Kapitalwettbewerb verändern. Im Fokus: Risiko-Rendite-Profile, Rolle von KI & Rechenzentren sowie Managementqualität und Umsetzungsgeschwindigkeit.

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1. Deutschland zwischen Narrativ und Realität

Deutschland blockiert sich durch ein selbst konstruiertes Narrativ: Die Energiewende wird reflexartig als Kostenfaktor und Risiko gehandelt, dabei ist genau das Gegenteil der Fall, wenn man den Weg konsequent zu Ende denkt. Wer durchhält, bekommt ein günstigeres, resilienteres und klimarobustes Energiesystem. Es liegt an Politik und Unternehmen, diesen Perspektivwechsel aktiv zu treiben – nicht abzuwarten, bis ihn andere vornehmen.

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2. Bedarf hoch – Investierbarkeit fragil

Der Investitionsbedarf in Energie und Infrastruktur steht außer Frage. Ob daraus jedoch tatsächlich investierbare Chancen werden, entscheidet sich an den Rahmenbedingungen: verlässliche Regulierung, zügige Genehmigungsverfahren, eine klare Verteilung der Risiken – und Managementteams, die operative Komplexität nicht nur verstehen, sondern souverän steuern. Daran bemisst sich am Ende, ob Kapital in den Markt fließt oder ihm fernbleibt.

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3. Kapital folgt Engpässen, nicht Schlagworten

Kapital folgt dorthin, wo Engpässe real und strukturell relevant sind. Im Fokus stehen Netze, Speicher, steuerbare Lasten und andere kritische Infrastrukturen. Während klassische Brownfield-Assets in Teilen bereits ambitioniert bewertet sind, eröffnen neue Engpassfelder – etwa bei Speicherlösungen oder der Data-Center-Infrastruktur – weiterhin attraktive risikoadjustierte Renditechancen.

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4. Transformation von braun zu grün muss finanzierbar sein

Die Diskussion macht deutlich: Dekarbonisierung wird nur gelingen, wenn auch der Übergang finanzierbar bleibt. Verwiesen wird auf Fälle, in denen die Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Wasserstoff an ESG-Vorgaben institutioneller Investoren scheitert. Kapital wäre grundsätzlich vorhanden – doch allzu oft versperren regulatorische und investitionsseitige Leitplanken noch den pragmatischen Weg von braun zu grün.

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5. Managementqualität ist der eigentliche Risikofilter

Investmentkomitees schauen längst nicht nur auf Marktumfeld und Regulierung, sondern mit besonderer Schärfe auf das Management. Entscheidend ist, ob ein Team operative Risiken realistisch einschätzen, auf veränderte Rahmenbedingungen souverän reagieren und komplexe Projekte verlässlich umsetzen kann. Gute Manager denken dabei nicht in linearen Fortschrittskurven, sondern in Zyklen, Wendepunkten und Belastungsproben.

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6. Infrastruktur schlägt KI-Hype beim Risiko-Rendite-Profil

Seit Jahren zeigt sich, dass professionell gemanagte Infrastruktur verlässliche, risikoadjustierte Renditen liefern kann. Demgegenüber spiegelt sich der KI-Boom bislang vielerorts eher in ambitionierten Bewertungen als in belastbaren Cashflows. Zugleich gilt: KI- und Venture-Investments bieten zwar erhebliche Upside, folgen aber einer Power-Law-Logik – mit langen Laufzeiten und entsprechend hoher Volatilität. Für Core- und Core-Plus-Infrastruktur ist das ein grundlegend anderes Rendite- und Risikoprofil.

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7. Geschwindigkeit und Regulierung sind Deutschlands Engpass

Kritisiert werden vor allem langwierige Genehmigungsverfahren, verzögerte Netzanschlüsse und schwerfällige Auktionsdesigns. Denn wenn zwischen Projektstart und Inbetriebnahme vier bis sieben Jahre liegen, verändert das das Risiko-Rendite-Profil substanziell. Deutschland erscheint in diesem Zusammenhang weniger unberechenbar als vielmehr frustrierend berechenbar: Verzögerungen sind einkalkulierbar – und genau das ist im globalen Wettbewerb um Kapital ein klarer Standortnachteil.

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8. Globaler Kapitalwettbewerb erzwingt neue Professionalität

Deutschland steht im Wettbewerb um Kapital längst nicht mehr nur mit seinen europäischen Nachbarn, sondern ebenso mit Asien sowie Nord- und Südamerika. Zugleich zeigt der Vergleich mit den USA: Regulatorische Unsicherheit ist kein deutsches Alleinstellungsmerkmal – problematisch wird sie vor allem dann, wenn sie hierzulande durch ein überzogen pessimistisches Standortnarrativ zusätzlich verstärkt wird. Entscheidend ist deshalb ein Blick durch alle vier relevanten Linsen zugleich: Geopolitik, makroökonomisches Umfeld, Infrastruktur-Superzyklus und Technologie. Wer diese Dimensionen nicht zusammendenkt, trifft Fehlentscheidungen – im Investmentkomitee ebenso wie im Vorstand.

Unsere Experten und Diskutanten

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Andreas Nauen
Operating Partner, Sandbrook

Andreas Nauen bringt mit über 30 Jahren Erfahrung im Energiesektor und fast 20 Jahren in leitenden Positionen im Bereich der erneuerbaren Energien eine umfassende Expertise für den Sektor Erneuerbare Energien mit. Derzeit ist er u.a. als Operating Partner des US-amerikanischen Private-Equity-Fonds Sandbrook und im Vorstand von NKT A/S, einem führenden europäischen Kabelhersteller tätig.

Vor seiner jetzigen Tätigkeit war Andreas Nauen CEO von Siemens Gamesa Renewable Energy, einem der Top 3 OEMs von Windkraftanlagen. Während seiner Zeit im Bereich Erneuerbare Energien bei Siemens Wind Power, RePower/Senvion und Siemens Gamesa trieb er dieses Geschäft in einer starken Wachstumsphase mit großen Technologieschritten sowie der Expansion in den Offshore-Windbereich voran, und unter seiner Führung wurden erfolgreiche Servicegeschäfte geschaffen. Vor seiner Zeit in der Windindustrie hatte Andreas verschiedene Funktionen in der Fossiliensparte von Siemens Power Generation inne.

Er hat einen Abschluss in Maschinenbau von der Universität Duisburg/Deutschland und einen MBA von der Fernuniversität Hagen/Deutschland.

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Catharina Weber
Geschäftsführerin, WSH Family Office

Catharina Weber ist Geschäftsführerin des WSH Family Office in Düsseldorf, einem inhabergeführten Multi-Family Office, das seit 1999 unternehmerische Familien in Fragen der Vermögensstrategie, -strukturierung und Nachfolge begleitet. Im Jahr 2024 trat sie in zweiter Generation in die Geschäftsführung ein.

Die WSH verfolgt einen ganzheitlichen Investmentansatz und investiert über sämtliche Anlageklassen hinweg. Einen Schwerpunkt innerhalb der Asset Allokation bilden Private Market Investments.

Vor ihrem Eintritt in das Familienunternehmen war Catharina Weber mehrere Jahre in Family Offices tätig. Von 2018 bis 2022 arbeitete sie als Senior Beraterin in einem Hamburger Family Office, anschließend als Equity Partnerin in einem Kölner Family Office. In diesen Funktionen betreute sie vermögende Familien über Generationen hinweg, entwickelte Vermögensstrukturen und begleitete Nachfolgeprozesse.

Ihren beruflichen Einstieg hatte sie bei EY in Düsseldorf im Bereich Family Office Services. Seit 2014 leitet Catharina die Geschäfte des Verbands unabhängiger Family Offices e.V. (VuFO).

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Markus Rieck
Managing Director, Global Infrastructure Partners

Markus Rieck ist Managing Director bei Global Infrastructure Partners im Bereich operative Wertsteigerung und Performance-Improvement für internationale Infrastruktur-Beteiligungen.

Er verbindet Private-Equity-Logik mit tiefem operativem Verständnis aus mehr als 20 Jahren Führungserfahrung in Energie, Infrastruktur und industriellen Geschäftsmodellen.

In früheren Führungsrollen bei Vestas, Voith und GE verantwortete er internationale P&Ls, großvolumige Infrastrukturprojekte sowie Wachstums- und Transformationsprogramme in Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika.
Sein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich Renditeerwartungen, Risiko, regulatorische Realität und operative Umsetzbarkeit in Energie- und Infrastrukturinvestments tatsächlich zusammenbringen lassen.

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Nils Seele
Tech-Investor, LEA Partners

Nils Seele ist Partner beim Tech-Investor LEA Partners, einem VC- und PE-Fonds mit Fokus auf innovative, schnell wachsende B2B-Technologieunternehmen. Seit über neun Jahren baut, investiert und begleitet er Deep-Tech-Unternehmen. Mit Beiratsmandaten in Unternehmen wie Aleph Alpha, Turn2X, Flip und Fiber Elements unterstützt er Deep-Tech-Firmen dabei, marktführende Positionen zu erreichen.

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