

Atreus in den Medien
Restrukturierung in der Automobilindustrie
Ein Gastbeitrag von Stefan Randak in “Der Sanierungs Berater 01/26”
Restrukturierung in der Automobilindustrie
Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland haben Mitte 2025 ein Siebenjahreshoch erreicht, besonders betroffen sind die Automobilzulieferer. In seinem Gastbeitrag analysiert Stefan Randak, Atreus Partner und Leiter der Solution Group Automotive & Mobility, warum die Insolvenzreife in der Branche oft schneller eintritt als erwartet und welche Hebel Unternehmen rechtzeitig betätigen müssen, um gegenzusteuern
Strukturwandel unter Hochdruck
Stefan Randak beschreibt die Automobilindustrie als Branche im permanenten Ausnahmezustand. Die Transformation vom Verbrenner zum Hybrid- und Elektroantrieb trifft auf eine ganze Reihe weiterer Belastungsfaktoren: ungelöste Fragen rund um Produkt, Fertigung, Liquidität und Management, steigende Energiekosten, regulatorische Auflagen, Infrastrukturdefizite und Fachkräftemangel. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, eine schwer kalkulierbare Zollpolitik, der Verlust europäischer Marktanteile in China, schwache Konsumlaune und der Eintritt neuer asiatischer Wettbewerber in die Eurozone.
Das „magische Sechseck“ als Prüfrahmen
Ursache für Schieflagen ist nach Randak meist ein Ungleichgewicht im „magischen Sechseck“ aus Produkt, Fertigung, Kosten, Liquidität, Management und IT. In jedem dieser Felder skizziert er konkrete Leitfragen: vom marktgerechten Produktportfolio über Standort- und Automatisierungsentscheidungen, Liquiditätsplanung und Working Capital bis hin zur Transformationsfähigkeit des Managements und zur Resilienz der IT-Landschaft. Auf Basis der Antworten lassen sich Maßnahmen ableiten – von der Aufgabe einzelner Produkte oder Werke über Verlagerungen und Investitionen bis hin zum Austausch von Führungskräften oder zur IT‑Harmonisierung.

Professionelle Unterstützung als Schlüssel
Der Weg aus der Krise sei selten allein zu bewältigen. Randak diskutiert den Verkauf von Unternehmen oder Sparten, die Einbindung spezialisierter Restrukturierungsberatungen und vor allem den Einsatz von Interim Management zur Umsetzung komplexer Transformationsprogramme und Sondermaßnahmen wie Personalabbau oder Standortschließungen.
Sein Fazit: Die Zeit dauerhaft steigender Absätze kommt nicht zurück, doch durch Innovation, Neuausrichtung sowie konsequente Optimierung, Transformation und Restrukturierung können Unternehmen Verkauf und Insolvenz vermeiden. Sofern sie rechtzeitig handeln und professionelle Hilfe nutzen.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Originalbeitrag “Restrukturierung in der Automobilindustrie”. Erschienen in der Fachzeitschrift „Der Sanierungs Berater | Betriebs-Berater für Interimsmanagement und Restrukturierung“, Ausgabe 1/2026.
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