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Automotive Studie 2026 (Deutschland / Europa)
Automotive Studie aus der Solution Group Automotive & Mobility
Unsere Automotive Studie 2026 zeigt eine Branche unter massivem Anpassungsdruck: Geopolitische Krisen, strukturelle Standortnachteile und ein tiefgreifender Technologieumbruch verändern Geschäftsmodelle, Investitionsentscheidungen und Wertschöpfungsketten zugleich. Hersteller und Zulieferer reagieren mit stärkerer Effizienzorientierung, Produktionsverlagerungen und einer breiteren strategischen Aufstellung jenseits klassischer Automotive-Logiken.
Für C-Level-Entscheider wird damit 2026 zum Jahr der Weichenstellungen: Erfolgreich werden jene Unternehmen sein, die Resilienz, Produktivität und neue Wachstumsoptionen parallel aufbauen.
Geopolitik und Standortdruck
Die Studie zeigt, wie stark externe Schocks inzwischen direkt auf Ergebnis und Strategie der Branche durchschlagen. Der Iran-Konflikt wird aktuell als besonders belastend wahrgenommen, zugleich erwarten fast 80 Prozent der Befragten eine Ergebnisbelastung durch die US-Zollpolitik. Parallel verliert der Standort Deutschland aus Sicht vieler Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit: 60 Prozent sehen die Bundesrepublik im internationalen Vergleich zurückfallen, während hohe Energiekosten und Bürokratie mit jeweils 90 Prozent als größte Standortnachteile genannt werden. Die Folge ist eine strategische Neuordnung von Produktions- und Lieferketten, bei der Resilienz und Kostenkontrolle deutlich stärker gewichtet werden als in der Vergangenheit.
Produktivität durch KI und Automatisierung
Effizienzsteigerung ist für die Branche längst kein Optimierungsprojekt mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. 90 Prozent der Befragten sehen in Automatisierung einen zentralen Hebel zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung, 73 Prozent erwarten dies auch vom Einsatz Künstlicher Intelligenz. Besonders groß ist das Potenzial nach Einschätzung der Unternehmen in Administration und Verwaltung mit 87 Prozent sowie in Einkauf und Logistik mit 66 Prozent. Für C-Level-Entscheider bedeutet das: Wer Produktivität nicht konsequent in Prozesse, Organisation und Steuerung übersetzt, riskiert gerade an Hochkostenstandorten einen strukturellen Margennachteil.
Strategische Neupositionierung der Branche
Die Automobilindustrie richtet sich sichtbar neu aus – geografisch wie auch im Hinblick auf künftige Geschäftsfelder. Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant in den kommenden ein bis drei Jahren Verlagerungen ins Ausland, wobei Europa mit 67 Prozent der bevorzugte Zielraum ist. Gleichzeitig gewinnt Indien als Wachstums- und Partnermarkt an Bedeutung, während China zwar operativ relevant bleibt, strategisch aber zunehmend defensiv betrachtet wird. Hinzu kommt, dass rund zwei Drittel der Unternehmen den Einstieg in andere Branchen erwägen – allen voran in die Rüstungsindustrie mit 67 Prozent sowie in Luft- und Raumfahrt und Medizintechnik. Diese Entwicklung unterstreicht, wie stark sich die Branche neu positioniert, um Risiken zu streuen und neue Ertragspotenziale zu erschließen.
Alle Ergebnisse, Zahlen und deren Einordnung lesen Sie in unserer Studie.
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