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Check-up 2030 – Live: Geopolitische Schockwellen, KI-Sprünge – wie zukunftssicher ist Ihr Unternehmen?
A·lounge Check-up 2030, 20. Mai 2026
Kriege, Handelskonflikte, Cyberangriffe und KI-Sprünge verändern Wertschöpfungsketten rasant – viele Geschäftsmodelle wanken. Im Livestream „Check-up 2030“ zeigen Atreus Direktor:innen und externe Experten, wie Sie Ihr Unternehmen widerstandsfähig und wachstumsstark aufstellen. Im Fokus: die 7 Werthebel von Supply Chain über Finance, IT & KI bis Kultur. Die Experten teilen ihre Erfahrungen und benennen konkrete Prioritäten und Praxisbeispiele aus kritischen Transformationssituationen.
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Sehen Sie sich das Re-Play mit den wichtigsten Erkenntnissen an:



Ihr Zukunfts-Check für Wachstum, Effizienz und Resilienz
Finden Sie heraus, welche Werthebel Ihr Unternehmen bis 2030 stärken muss – ermittelt von führenden Transformationsexperten.
Veranstaltung
Digital via Live Stream
20. Mai, 12:00 Uhr bis 13:15 Uhr
- Begrüßung und Einführung in Check-up
- Impuls und Q&A mit Dr. Meyer-Fackler: End-to-End-Operations, Netzwerke, Bestände, geopolitische Lieferkettenrisiken, stabilere Operating Models
- Impuls und Q&A mit Martin Engels: Umsatzpotenziale in Kern- und Zukunftsmärkten, neue Vertriebsmodelle unter geopolitischem Druck
- Impuls und Q&A mit Wiebke Köhler: Cyberabwehr, Geo-Risiken und Krisenstrukturen
- Moderiertes Q&A mit Fragen aus dem Publikum
Thema
Neue Märkte, technologische Sprünge und geopolitische Umbrüche verändern den Wettbewerb schneller als je zuvor. Der Atreus Check‑up 2030 zeigt Ihnen, wo Sie heute stehen – und welche 7 Werthebel Ihr Unternehmen jetzt nutzen muss, um bis 2030 handlungsfähig zu bleiben. Wir befassen uns unter anderem mit folgenden Fragestellungen:
- Wie können Supply Chain & Operations eines Unternehmens widerstandsfähiger gegenüber Schocks (Lieferausfälle, Cyberangriffe, Standortverluste) gemacht werden?
- Welche Stellhebel haben CFO und Finance-Organisation, um in unsicheren Märkten gleichzeitig Liquidität, Profitabilität und Investitionsfähigkeit zu sichern?
- Wo liegen in Kern- und Zukunftsmärkten ungenutzte Umsatzpotenziale – und wie muss das Sales-Setup angepasst werden (Struktur, Kanäle, Incentives)?
Check-up 2030
Unternehmen durch schwere Zeiten zu führen, erfordert sturmerprobte Profis mit Power und Fingerspitzengefühl.
Wir unterstützen Sie bei Herausforderungen.
Die wichtigsten Erkenntnisse in acht Thesen:
1. Sieben Werthebel bilden den Steuerungsrahmen
Jessica Breuer und Tibor Reischitz geben der A·lounge mit den sieben Werthebeln einen Rahmen: Supply Chain & Operations, Sales, Finance, IT & KI, Innovation, Defense & Resilienz sowie Culture & People. Die zentrale Aussage der beiden ist, dass nicht ein einzelner dieser Hebel isoliert den größten Effekt erzeugt. Im Gegenteil werden Unternehmen nur dann wirklich zukunftsfähig, wenn sie diese Felder gemeinsam betrachten und bewusst austarieren. Sie empfehlen, nicht punktuell zu optimieren, sondern die gesamte Unternehmensarchitektur auf Robustheit, Wachstum und Steuerbarkeit hin überprüfen.
Die Diskussion führt damit weg von Einzelmaßnahmen und hin zu einem Managementmodell. Die A·lounge macht klar, dass strategische Steuerung 2030 nicht mehr allein aus Effizienzprogrammen, Digitalisierungsinitiativen oder Kulturthemen bestehen kann. Entscheidend ist vielmehr, wie gut diese Faktoren zusammenspielen – und ob Führungsteams erkennen, wo blinde Flecken entstehen.
2. Reine Effizienz macht Unternehmen in Krisen verwundbar
Dr. Martin Meyer-Fackler beschreibt konkret, warum klassische Effizienzlogiken in volatilen Zeiten an Grenzen stoßen. Höhere Lagerbestände, redundante Lieferanten oder nicht die absolut billigste Energieversorgung wirken auf den ersten Blick wie Ineffizienzen. Im Gespräch wird aber deutlich: Diese vermeintlichen Ineffizienzen sind in Wahrheit Investitionen in Lieferfähigkeit, Finanzierungssicherheit und operative Stabilität. Der entscheidende Perspektivwechsel lautet daher: Nicht jede Kostenreduktion ist wertsteigernd, wenn sie die Krisenfestigkeit des Unternehmens untergräbt.
Auf den Punkt bringt er es mit folgender Formulierung: “Resilienz oder Antifragilität kosten zwar Geld, Nicht-Resilienz im Zweifel aber das ganze Geschäft.” Dahinter steckt eine betriebswirtschaftlich harte Logik: Ein Produktionstag Ausfall, ein geplatzter Finanzierungsschritt oder eine unterbrochene Lieferkette vernichten schneller Wert als die Kosten präventiver Redundanz. Resilienz wird somit nicht als moralisches Ideal positioniert, sondern als knallharte ökonomische Rationalität.
3. Finanzierung ist kein Nebenschauplatz, sondern Resilienzhebel
Dr. Martin Meyer-Fackler führt aus, dass Finanzierung nicht nur die Folge guter Unternehmensführung ist, sondern selbst aktiv zur Stabilisierung beitragen kann. Er schildert, wie Betriebsimmobilien als langfristige Assets in eine SPV-Struktur eingebracht wurden, um Risiken vom operativen Geschäft zu trennen und Finanzierungspartnern eine klarere, planbare Struktur zu bieten. Ergänzend spricht er über Spezialfinanzierer, die große Entwicklungsaufwände – etwa bei Software – mit späteren Erlösen synchronisieren helfen. Das Ziel ist nicht bloß Liquidität, sondern ein robusteres finanzielles Betriebssystem.
Zukunftsfähigkeit entsteht nicht erst im Bankengespräch, sondern viel früher – durch planbare Cashflows, kontrollierte Risiken, Asset-Strukturierung und klug genutzte Förderprogramme. Damit entwickelt sich Finanzierung von einer reaktiven Disziplin zu einem strategischen Gestaltungsinstrument. Das ist eine der zentralen Botschaften für Unternehmen aus der Veranstaltung, weil sie operative Transformation und Finanzierung eben nicht getrennt denken dürfen.
4. Der Vertrieb muss sich vom CRM zur Revenue Engine entwickeln
Martin Engels beschreibt den Wandel von einem passiven CRM-Verständnis hin zu einer KI- und datengetriebenen Revenue Engine. Entscheidend ist dabei nicht nur ein besser gepflegtes System, sondern die intelligente Verknüpfung von CRM, Marketing-Automation, Website-Signalen, LinkedIn-Aktivitäten, Content-Assets und KI-Agenten. So entsteht ein teilautomatisiertes Wachstumssystem, das relevante Accounts erkennt, bewertet und mit passenden Inhalten bespielt. Vertrieb wird dadurch weniger reaktiv und deutlich präziser orchestrierbar.
Das Gespräch macht zudem klar, dass darin gerade für kleinere Vertriebs- und Marketingorganisationen ein Hebel liegt. Engels spricht davon, solche Teams mit „Superpowers“ auszustatten: Leads schneller nachverfolgen, Trefferquoten erhöhen, Ansprache individualisieren, Wettbewerbslösungen intelligenter einbinden. Der Punkt ist also nicht bloß Automatisierung um der Automatisierung willen. Die These lautet vielmehr: Wer Daten, Prozesse und KI intelligent koppelt, baut aus einem Verwaltungswerkzeug ein aktives Umsatzsystem.
„Resilienz oder Antifragilität kostet Geld – aber Nicht-Resilienz kostet im Zweifel das ganze Geschäft.“
5. Daten sind im Mittelstand ein ungehobener Wertschatz
Ein besonders tragfähiger Strang des Gesprächs ist Engels’ Forderung, Daten in Deutschland endlich als „neues Gold“ zu behandeln. Gemeint sind nicht nur klassische Kundendaten, sondern auch Anwendungswissen, Lösungsdaten, historische Projekterfahrungen und sogar technische Lösungen, die nie zur Marktreife gebracht wurden. Er zeigt auf, dass in vielen Unternehmen bereits ein enormer Wissens- und Wertbestand vorhanden ist – nur eben nicht strukturiert genug, um daraus systematisch Umsatz, bessere Entscheidungen oder neue Geschäftsmodelle zu erzeugen.
Martin Engels verbindet operative und strategische Dimensionen. Auf operativer Ebene geht es um Datenpflege, Auswertbarkeit und Nutzbarkeit im Vertrieb. Auf strategischer Ebene aber um weit mehr: Wenn Daten tatsächlich als Vermögenswert verstanden werden, können daraus neue Angebote, bessere Marktansprache und sogar eigenständige Geschäftsmodelle entstehen. Er argumentiert damit klar gegen die weitverbreitete Haltung, Daten seien lediglich ein IT-Thema oder administrischer Ballast.
6. KI gehört in die Wertschöpfung, nicht an den Rand der Organisation
„Geben Sie KI nicht der IT.“ Martin Engels nutzt das Zitat, um zu verdeutlichen, dass KI zwar technische Infrastruktur braucht, ihre eigentliche Wirkung aber in der Wertschöpfung entfalten muss, also in Vertrieb, Entscheidungsprozessen, Analyse, Sicherheit und operativen Abläufen. KI darf nicht als singuläres Tech-Projekt behandelt werden, sondern als Managementthema mit direktem Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit.
Die Expertenrunde erweitert diese Sicht in der Diskussion um geeignete Anwendungsfälle. KI gilt als Game Changer, muss aber nicht mit Großprojekten beginnen. Standardlösungen, modulare Einführungen und erste Pilotprojekte reichen aus, um Wirkung zu erzeugen. Gleichzeitig wird betont, dass viele Mitarbeitende bereit sind, die Extrameile zu gehen, wenn sie erkennen, dass Zukunft im Unternehmen tatsächlich gelebt wird. KI ist somit weniger ein Technologieeinkauf als ein Organisationsentscheid über Verantwortung, Mut, Tempo und Umsetzungsdisziplin.
7. Resilienz und Sicherheit sind eindeutige Führungsaufgaben
Wiebke Köhler schärft den vielleicht wichtigsten Governance-Punkt der A·lounge: Sicherheit ist kein isoliertes IT- oder Compliance-Thema, sondern eine zentrale Management- und Führungsaufgabe. Noch klarer wird sie, wenn sie sagt, Resilienz könne man weder nach unten delegieren noch allein an Sicherheitsbeauftragte abgeben. In einer Lage, in der Cyberangriffe, physische Sabotage, geopolitische Spannungen und strukturelle Krisen parallel auftreten, reicht operative Absicherung nicht mehr aus. Gefordert ist Führung, die Risiken versteht, priorisiert und vorbereitet handelt.
Inhaltlich wird diese These im Gespräch stark verdichtet: Es geht um Krisenstäbe, Backup-Pläne, Übungen, physischen Objektschutz, die Definition kritischer Funktionen und sogar Sicherheitsüberprüfungen für besonders sensible Rollen. Damit wird Resilienz sehr konkret. Sie ist nicht bloß ein kulturelles Schlagwort, sondern eine Führungsdisziplin mit organisatorischen, personellen und infrastrukturellen Konsequenzen.
8. Unternehmen sind Teil einer verteidigungsbereiten Gesellschaft
Wiebke Köhler erweitert den unternehmerischen Blick bewusst über die Werkstore hinaus. Auf Basis ihrer Beobachtungen in Skandinavien, im Baltikum und in Polen beschreibt sie ein Verständnis von Gesamtverteidigung, in dem Unternehmen kein Akteur am Rande, sondern aktiver Bestandteil gesellschaftlicher Resilienz sind. Verteidigung und Abschreckung sind demnach nicht nur militärische Aufgaben, sondern auch zivile. Für Unternehmen heißt das: Sie müssen ihre eigene Rolle in Versorgungssicherheit, Krisenvorsorge und Stabilität neu denken.
Die Unternehmensstrategie wird dadurch mit gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft, ohne in Alarmismus zu verfallen. Köhlers Appell ist ausdrücklich „unaufgeregt und ohne Alarmismus“, aber dennoch eindeutig: Die nächste Krise kommt sicher, und Vorbereitung ist die rationalere Option als spätes Reagieren.
Unser Keynote Speaker und Diskutanten
Wiebke Köhler ist seit über 25 Jahren als Strategieberaterin für das Top-Management von DAX-Unternehmen tätig.
Sie ist zudem Gründerin, Keynote-Speakerin und zehnfache Buchautorin. In ihrer beruflichen Laufbahn arbeitete sie bei den Unternehmensberatungen Roland Berger und McKinsey & Co. Anschließend begleitete sie als Partnerin im Executive Search internationale Konzerne bei der Besetzung von Vorstandspositionen, bevor sie selbst zum Personalvorstand bei der AXA Konzern AG in Deutschland berufen wurde. Seit 2019 ist sie als CEO der Top-Management-Beratung impactWunder selbstständig und berät Konzerne und Mittelständler in strategischen Fragen des Personalwesens.
Köhler engagiert sich seit vielen Jahren für die deutschen Streitkräfte. Durch mehr als 70 Truppenbesuche und fünf Bücher über die Bundeswehr hat sich ein engmaschiges Netzwerk ins Bundesministerium der Verteidigung und zu der Führung der Bundeswehr gebildet und hat ihr Interesse an der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik geweckt. Seit 2020 ist sie im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik intensiv engagiert. Von 2020 bis 2024 war sie in der FDP Hamburg aktiv, unter anderem als Mitglied im Landesvorstand sowie im Landes- und Bundesfachausschuss Außenpolitik & Sicherheit. Seit Sommer 2024 ist sie Mitglied der CDU und dort Vorsitzende des Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik in Hamburg. Zudem ist sie Mitglied im Bundesfachausschuss und im Netzwerk Nationale Sicherheit des Bundesvorstands der CDU.
Durch zahlreiche Veröffentlichungen von Büchern, Artikeln und Fachstudien sowie in den sozialen Medien ist sie beim Thema Bundeswehr und Sicherheitspolitik sehr präsent und erreicht ein großes Zielpublikum in der Öffentlichkeit. Sie ist als Mittlerin zwischen Bundeswehr, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anerkannt und sehr geschätzt. Sie organisiert und moderiert regelmäßig sicherheitspolitische Veranstaltungen und Diskussionsabende, ist Panelistin auf der Berliner Sicherheitskonferenz und aktives Mitglied in zahlreichen Verbänden und Organisationen der Sicherheitsbranche.
Martin Engels ist ein erfahrener Geschäftsführer mit nachweislichem Erfolg im Maschinenbau und der Werkzeugmaschinenindustrie. Als Geschäftsführer der Yamazaki Mazak Deutschland GmbH verantwortete er ein Team von 220 Mitarbeitern und sechs Vertriebspartnern in der DACH-Region sowie Luxemburg und Liechtenstein.
In dieser Zeit steigerte er den Umsatz signifikant, führte Microsoft Dynamics ERP/CRM/Service-Module ein und entwickelte eine moderne Organisationsstruktur. Zuvor war er Geschäftsführer der Seidenader Maschinenbau GmbH, wo er die Integration des Unternehmens in die Körber AG leitete, den größten Auftragseingang der Firmengeschichte erzielte und eine globale Servicestrategie etablierte. Bei der DMG Mori Seiki Scandinavia führte er als Geschäftsführer die Vertriebsteams in Skandinavien und dem Baltikum. Davor war er Leiter Marketing bei der GILDEMEISTER AG, wo er die weltweiten Marketingaktivitäten koordinierte. Seine Expertise umfasst Kulturwandel, Digitalisierung, Vertriebs- und Organisationsentwicklung.
Dr. Martin Meyer-Fackler ist Private-Equity-Investor und Unternehmer mit Schwerpunkt auf industriellem Mittelstand, Umwelt- und Infrastrukturdienstleistungen.
Als Managing Partner der Steinbach & Vollmann GmbH verantwortet er die strategische Weiterentwicklung eines international tätigen Spezialisten für Verschluss- und Hochsicherheitslösungen. Zudem ist er Managing Shareholder der Ecosoil Group und Managing Partner der Pimenta GmbH, über die er Buy-&-Build-Strategien, Add-on-Akquisitionen und Unternehmensverkäufe begleitet.
Zuvor war Dr. Meyer-Fackler langjähriger Investment Director bei Endurance Capital AG und hatte operative Geschäftsführungsrollen, unter anderem bei der IBS Holding, einem internationalen Anbieter von Wasserbau- und Hochwasserschutzlösungen. Seine Arbeit verbindet fundierte M&A- und Investment-Expertise mit praktischer Erfahrung in Transformation, Internationalisierung und dem Aufbau von Nischenmarktführern.
Atreus Gastgeber
„Wer bis 2030 vorn sein will, muss seine entscheidenden Werthebel heute konsequent prüfen. Mit Check-up 2030 bieten wir Unternehmenslenkern einen strukturierten Reality-Check – und bringen die wichtigsten Maßnahmen mit Interim Exzellenz direkt in die Umsetzung.“