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Atreus in den Medien

Deutsche Automobilindustrie im Fadenkreuz

Atreus in den Medien

Eine Bestandsaufnahme zum Jahresstart

Gastbeitrag von Stefan Randak, Atreus Partner und Leiter der Solution Group Automotive, in Automobilwirtschaft, 22. Januar 2024.

Die deutsche Automobilindustrie steht zu Beginn des Jahres vor Herausforderungen, die durch rückläufige Zulassungszahlen und den wachsenden Marktanteil von E-Fahrzeugen weltweit gekennzeichnet sind. Die Entwicklung im dritten Quartal des Vorjahres verdeutlicht, dass die Branche vor einem Wandel steht, der ihre Zukunft maßgeblich beeinflussen wird.

Globale Krisen und ihre Auswirkungen

Die aktuellen Weltkrisen, insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, setzen auch der Automobilindustrie zu. Damit verbundenen sind Nachfragerückgänge, welche eine Industrie, die auf die Produktion teurer Luxusgüter angewiesen ist, besonders treffen. Die Branche sollte aus diesen Krisen lernen und verstärkt auf Themen wie Risk-Management, langfristige Lieferverträge und Sicherung der Lieferketten setzen.

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„Die deutschen Hersteller müssen bei der Batteriezelltechnologie und der Software konkurrenzfähiger und unabhängiger werden. Insgesamt muss die Industrie innovativer und die Produktion schlanker werden, um gegen die wachsende Konkurrenz anhalten zu können.“

Marktentwicklung in China und weltweite Bedeutung

Als größter Fahrzeugmarkt der Welt spielt China eine entscheidende Rolle für die deutsche Automobilindustrie. Die aktuell rückläufigen Absätze deutscher Hersteller auf dem chinesischen Markt und die Dominanz von Wettbewerbern wie BYD und Tesla zeigen, dass die deutschen Hersteller ihre Strategien überdenken müssen. Auch die aufstrebenden Märkte wie Indien und Vietnam sollten nicht vernachlässigt werden.

Herausforderungen am Standort Deutschland

Der deutsche Standort leidet unter verschiedenen Umständen wie dem Fachkräftemangel, administrativem Aufwand und steigenden Energiekosten. Zusätzlich belasten die unsichere Strategie der Bundesregierung und der abrupte Wegfall der E-Fahrzeugförderung die Branche. Es besteht eine reelle Gefahr, dass Arbeitsplätze nach Osteuropa und Asien abwandern. Die Industrie benötigt klare Rahmenbedingungen für ihre Zukunft, um weiterhin in Deutschland entwickeln und produzieren zu können.

Fehlende Innovationen und fragwürdige Strategien

Die deutsche Automobilindustrie hinkt in Bereichen wie Softwareentwicklung und Batteriefertigung hinterher. Die Dominanz asiatischer Hersteller, insbesondere im Softwaresektor, zeigt den dringenden Handlungsbedarf. Zudem eröffnet die Abwendung vom unteren Fahrzeugsegment neuen Anbietern aus Fernost Chancen, während fragwürdige “Luxus-Strategien” bei etablierten Herstellern für Bedenken sorgen.

Zulieferer und Kostendruck

Die Zulieferer leiden unter zunehmendem Kostendruck, fehlenden Abrufen und Insolvenzen. Der Wegfall von Aufträgen für E-Fahrzeugteile und strukturelle Probleme führen zu einer ersten Welle des Personalabbaus und zu Insolvenzen und Übernahmen.

Fazit

Die deutschen Automobilhersteller stehen vor der Herausforderung, in den Bereichen Batteriezellentechnologie und Softwareentwicklung international konkurrenzfähig zu werden. Die Industrie muss innovativer und die Produktion schlanker werden, um der wachsenden globalen Konkurrenz standhalten zu können. Der Personalabbau ist dabei als Konsequenz der Umstellung auf die E-Mobilität zu sehen, er ist erforderlich für die Verschlankung und Digitalisierung aller Prozesse in Produktion und Administration.

Quelle:

Für den vollständigen Artikel und weitere Informationen verweisen wir auf die Originalquelle. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Originalartikel “Deutsche Autoindustrie im Fadenkreuz” von Stefan Randak in der Automobilwirtschaft vom 22.01.2024.

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