Bild: Canva‑Stockfotos von Billion Photos, Angelo Dee und Sakorn Sukkasemsakorn.atreus_gastbeitrag esg 2026 minge achatz 20251112 headerBild: Canva‑Stockfotos von Billion Photos, Angelo Dee und Sakorn Sukkasemsakorn.atreus_gastbeitrag esg 2026 minge achatz 20251112 teaser 4zu3

Atreus in den Medien

ESG 2026: Von der Pflicht zur ESG-Performance im Wettbewerb

Gastbeitrag von Robert Minge, Partner und Sustainability Officer bei Atreus, und Dr. Reinhold Achatz, Aufsichtsrat UNITY Innovation Alliance, Chairman IDSA

ESG als strategischer Wettbewerbsfaktor

Die Autoren Robert Minge und Dr. Reinhold Achatz zeigen, wie sich der ursprünglich werteorientierte Gedanke nachhaltigen Wirtschaftens durch umfangreiche EU-Regularien in eine stark reporting-getriebene Pflichtübung verwandelt hat. Gleichzeitig betonen sie, dass ESG bis 2026 zu einer zentralen Wettbewerbsfrage wird: Unternehmen, die Nachhaltigkeit konsequent mit Portfolio, Wertschöpfung und Organisation verknüpfen, stärken ihre Marktposition und sichern langfristig ihren Unternehmenserfolg.

D

„EU-Regularien wie CSRD oder CSDDD sind reporting-orientiert und haben nicht den Innovations- und Informationsbedarf der Unternehmen im Blick.“

Vom Bürokratiedruck zur Performance-Logik

Im Mittelpunkt der Analyse steht die Kritik an überbordender Regulierung. EU-Vorgaben wie CSRD und CSDDD orientieren sich aus Sicht der Autoren zu stark am Berichtswesen und zu wenig am realen Informations- und Innovationsbedarf von Unternehmen.

Statt Detailvorgaben brauche es klare Zielgrößen entlang der sechs Kriterien der EU‑Taxonomie und den konsequenten Blick auf den gesamten Produktlebenszyklus – inklusive Scope‑3‑Emissionen in Lieferkette, Nutzung und Recycling.

Hebel: Digitaler Produktpass, Innovation und M&A

Als zentrale Enabler beschreiben Minge und Achatz den Digitalen Produktpass, der den Datenaustausch über den Lebenszyklus standardisiert, Prozesse automatisiert und IT‑Kosten senken kann. Auf operativer Ebene nennen sie Elektrifizierung, Kreislaufwirtschaft, den Einsatz von Recyclingmaterialien sowie lebenszyklusverlängernde Services wie Inspektion und Predictive Maintenance als wirksame Dekarbonisierungsansätze.

Innovation und M&A werden als Schlüssel verstanden, um nachhaltige Produkte schneller zu entwickeln oder zuzukaufen, während eine innovationsfreundliche Kultur, digitale Prototypen, nahbare Führung und gelebte Marktintelligenz die profitable Skalierung sichern.

Finanzierung, Förderprogramme und digitale Werkzeuge

Für 2026 verweisen die Autoren auf attraktive nationale und EU-weite Förderprogramme, etwa zur Nutzung industrieller Abwärme im Rahmen der „EU InnovFund 2025 Pilot Heat Auction“. Solche Instrumente können Ersatzinvestitionen wirtschaftlich machen, die CO₂ einsparen und ESG-Ziele stützen.

Im Fazit unterstreichen Minge und Achatz, dass digitale Technologien – insbesondere KI – kein Gegensatz zu ESG sind, sondern Voraussetzung, um Umwelt-, Sozial- und Governance-Ziele mit wirtschaftlicher Performance zu verbinden. Nachhaltigkeit bleibt damit, richtig umgesetzt, ein dauerhafter Erfolgsgarant.

Quelle:

Der vollständige Gastbeitrag „Von der Pflicht zur Performance: Wie ESG 2026 zur Wettbewerbsfrage wird“ ist in der ESGZ, Ausgabe 11–12/2025, Rubrik „Im Fokus“ erschienen.

Ihr Ansprechpartner

Steht gerne für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren

Atreus in den Medien

Nachhaltigkeit in der Automobilbranche

Robert Minge berichtet , wie Automotive Unternehmen nachhaltiger agieren können. Er spricht darüber, wie Automotive-Unternehmen nachhaltiger agieren können und welche Herausforderungen sie dabei meistern müssen. Im Mittelpunkt stehen die Dekarbonisierung, regulatorische Anforderungen, ESG-konforme Finanzierung sowie die Integration nachhaltiger Lieferketten.