

von Franz Kubbillum
Ausgabe 2 der monatlichen Serie aus der Solution Group Global Technology & Services mit Informationen, Updates, News und Einordnungen aus der Branche.
Enterprise-AI wird Infrastruktur und gleichzeitig entscheidet sich, wer die Distributionskanäle kontrolliert. Foundation Model Anbieter, Hyperscaler und globale Beratungshäuser positionieren sich als Plattform, Integrator und Delivery-Partner. Parallel dazu beginnt die nächste Infrastrukturwelle bereits: Quantencomputing bewegt sich Richtung kommerzielle Infrastruktur.
Accenture und Mistral AI haben Ende Februar eine mehrjährige strategische Zusammenarbeit angekündigt, um Organisationen in Europa und weltweit bei der Skalierung von Enterprise-AI zu unterstützen. Im Kern geht es um Sovereign AI als strategisches Differenzierungsmerkmal: Mistral bringt europäische Modelle mit voller Datensouveränität, Accenture bringt globale Delivery-Kapazität, Zertifizierungsprogramme und tiefe Regulatory-Kompetenz, insbesondere für regulierte Industrien in der EU. Accenture hat in kurzer Folge Partnerships mit OpenAI, Anthropic und nun Mistral AI geschlossen und positioniert sich damit als modellunabhängiger AI-Integrator, der je nach Kundenanforderung den passenden Foundation Model Stack liefert. Für Mid-Market IT Services Player ohne vergleichbare Ökosystem Tiefe steigt der Differenzierungsdruck. Wer kein glaubwürdiges AI-Partnerportfolio vorweisen kann, wird in Enterprise Ausschreibungen zunehmend als zweite Wahl wahrgenommen.
IQM Quantum Computers hat am 23. Februar seinen Börsengang via SPAC-Merger mit Real Asset Acquisition Corp. Angekündigt. Bei einer Pre-Money Bewertung von 1,8 Mrd. US Dollar. Damit wird IQM das erste börsennotierte europäische Quantencomputing-Unternehmen. Im Kern geht es um mehr als einen Kapitalmarkt-Move: IQM hat bereits 21 Quantensysteme an 13 Kunden ausgeliefert, darunter vier der weltweit führenden Supercomputing-Zentren, und verfügt über strategische Integrationen mit NVIDIA, HPE, AWS und Bechtle. Damit positioniert sich IQM nicht als Forschungsprojekt, sondern als kommerzielle Infrastrukturplattform mit On-Premise Deployment, offenem Architekturansatz und einer klaren Enterprise Kundenlogik. Für IT-Service Provider und Systemintegratoren im DACH-Raum ist das ein frühes Signal: Quantencomputing beginnt, aus dem HPC Nischenumfeld in Enterprise Architekturen zu wandern und wer Implementierungs- und Integrationskompetenz aufbaut, sichert sich einen First-Mover-Vorteil.
OpenAI hat Ende Februar eine Finanzierungsrunde über 110 Mrd. US-Dollar abgeschlossen – mit Amazon (50 Mrd.), Nvidia (30 Mrd.) und SoftBank (30 Mrd.) als Kerninvestoren, bei einer Pre-Money Bewertung von 730 Mrd. US-Dollar. Im Kern geht es um Kapital als Infrastrukturhebel. Als Teil der Partnerschaft wird OpenAI´s Enterprise AI Toolset über AWS Infrastruktur und Kundennetzwerk distribuiert. Foundation Model Anbieter entwickeln sich damit endgültig zu strategischen Plattformpartnern, nicht zu reinen Modell Lieferanten. OpenAI gibt an, inzwischen über 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer und mehr als 50 Millionen zahlende Consumer-Subscriber zu haben und adressiert nun systematisch den Enterprise Markt. Für Mid-Market IT-Services Player heißt das: Der Distributionskanal für Enterprise AI wird durch Hyperscaler-Partnerschaften neu definiert.
Für Executives im Mid-Market zeichnen sich zwei Implikationen ab: Erstens wird AI-Partnerportfolio zur Eintrittskarte: Wer in Enterprise Ausschreibungen keine glaubwürdige Ökosystem Tiefe vorweisen kann, verliert Mandate an modellunabhängige Integratoren wie Accenture. Zweitens ist Quantencomputing kein Zukunftsthema mehr, sondern ein Planungsthema. Wer heute keine Roadmap entwickelt, verliert in drei bis fünf Jahren den Anschluss an Kunden, die es bereits tun.
Alle reden über digitale Transformation, aber kaum jemand spricht über die Menschen, die sie umsetzen sollen. Die Transformation scheitert nicht an der Technologie, sondern am Fachkräftemangel. Die Beratungs- und Technologiedienstleistungsbranche läuft mit halbem Tank auf Hochtouren und jede verlorene Fachkraft schmerzt doppelt: einmal durch verminderte Lieferfähigkeit und einmal durch den Verlust von Know-how, das Projekte am Laufen hält.
Wenn der Markt heiß ist, sind Projekte leicht zu gewinnen, aber schwer umzusetzen. Top-Performer sind überlastet, Talente wechseln zu Start-ups oder Remote-Jobs, und die Personalbeschaffung hält mit der Nachfrage nicht Schritt. Das Ergebnis ist eine stille Erosion: der Kultur, der Lieferqualität und der Führungskontinuität. Die Ironie dabei: Unternehmen investieren Millionen in Transformationsprojekte, vergessen aber ihre eigene Karrierearchitektur zu transformieren.
Drei Hebel machen in der Praxis den Unterschied.
Ein Software- und Plattformanbieter kämpfte mit einer jährlichen Fluktuationsrate von 25 %. Wichtige Mitarbeiter verließen das Unternehmen schneller, als die Personalabteilung sie ersetzen konnte. Ein Interim Head of People & Culture gestaltete die gesamte Karrierestruktur neu, führte Mentorenprogramme ein und schuf transparente Aufstiegsmöglichkeiten. Innerhalb von acht Monaten sank die Fluktuationsrate auf unter 10 %, die Engagement Werte stiegen sprunghaft an. Denn Transformation funktioniert nur, wenn die Menschen, die sie vorantreiben, an Bord bleiben.
Talente sind keine Ressource, sie sind der Motor der Transformation. Die Bindung wichtiger Mitarbeiter ist keine HR-Aufgabe, sondern eine Strategie zur Sicherung der Unternehmensstabilität.
Genau hier kommen Interim-Führungskräfte ins Spiel: Für viele Mid-Market-SaaS- und Service-Unternehmen ist es effizienter, einen erfahrenen Head of People & Culture temporär zu mandatieren, als Kulturwandel und Karrierestruktur langsam, intern zu entwickeln, während die besten Leute bereits die Kündigung vorbereiten.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet in aktuellen „Behind-the-C“-Folgen zusätzliche Perspektiven aus anderen Branchen. Und jetzt auch neu: Behind PE (Private Equity)
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steht Ihnen gerne Rede und Antwort.


von Franz Kubbillum
Ausgabe 1 einer monatlich geplanten Serie aus der Solution Group Global Technology & Services mit Informationen, Updates, News und Einordnungen aus der Branche.
Im Januar hat sich der rote Faden erneut bestätigt: KI verschiebt sich von „nice demo“ zu produktivem Infrastruktur Layer mit direkten Auswirkungen auf Mid-Market SaaS- und Service Provider.
Anthropic hat eine Series-G-Finanzierungsrunde über rund 30 Mrd. US-Dollar abgeschlossen und wird mit etwa 380 Mrd. US-Dollar bewertet; das Unternehmen hinter Claude baut damit seine Position als Enterprise-AI-Infrastruktur massiv aus. Im Kern geht es um Kapital als Infrastrukturhebel: Mit dieser Größenordnung lassen sich Modelltraining, GPU-Kapazitäten und Enterprise-Distribution global skalieren, inklusive API-Layer, Agenten-Frameworks und Governance-Features. Foundation Model Anbieter entwickeln sich zu strategischen Plattform Partnern, nicht zu reinen Modell Lieferanten und erhöhen den Druck auf SaaS-Player, AI-Funktionen tief in ihre Workflows zu integrieren, statt punktuell anzudocken.
Für Executives mit Mid-Market zeichnen sich drei Implikationen ab:
Erstens wird AI-Architektur zur strategischen Infrastrukturfrage nicht zur Feature-Entscheidung. Zweitens verschiebt Plattform-Konsolidierung die Machtbalance hin zu Integratoren mit Multi-Stack Kompetenz. Drittens wird Identity und Data-Governance zum zwingenden Fundament produktiver Enterprise-KI ohne belastbare Kontrolle bleiben KI gestützte Prozesse ineffizient und riskant.
Viele Technologie- und Beratungsunternehmen reporten aktuell Rekord Backlogs und gleichzeitig Druck auf EBIT und Cash Conversion. Ein wiederkehrendes Muster in B2B SaaS und Services: Delivery wächst schneller als die Organisation, Reporting und Governance halten nicht Schritt, und jede Einheit liefert „auf ihre Art“.
Typische Symptome, die wir in Mandaten sehen:
Kurz gesagt: Ohne konsistente Delivery wird Wachstum zur Margenfalle. Ein Befund, den man in ähnlicher Form in Branchenanalysen zu Professional Services- und SaaS-Geschäftsmodellen wiederfindet.
Ein professionell aufgesetztes Transformations-PMO wirkt in solchen Situationen weniger wie „Bürokratie“, sondern eher wie ein Skalierungsbetriebssystem.Drei Hebel, die sich in der Praxis bewährt haben:
Ein reales Beispiel aus einem digitalen Transformations- und Services Umfeld: Ein Unternehmen mit Rekordauftragsbestand, aber sinkenden Margen, hat ein erfahrenes Interim-Transformations-PMO mandatiert, um Governance, Reporting und KPIs zu harmonisieren. Innerhalb von sechs Monaten sanken die Lieferkosten, die Kundenzufriedenheit verbesserte sich und das Management erhielt wieder eine einheitliche Sicht auf das gesamte Projektportfolio. Disziplin ließ sich skalieren, Chaos nicht.
Genau hier kommen Interim-Führungskräfte ins Spiel: Für viele Mid-Market-SaaS- und Service Unternehmen ist es effizienter, ein solches PMO temporär mit externer Skalierungserfahrung aufzubauen, statt es langsam, trial and error basiert intern zu entwickeln. Ein Ansatz, den man zunehmend in Investorengesprächen rund um Value-Creation-Pläne hört.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet in aktuellen „Behind-the-C“-Folgen zusätzliche Perspektiven aus anderen Branchen – von Bau über Luftfahrt bis Telekommunikation:
Wenn Sie diskutieren möchten, wie ein temporär eingesetztes Transformations PMO Ihr Delivery Portfolio stabilisieren und Margen im laufenden Wachstum zurückholen kann, melden Sie sich jederzeit gerne direkt bei uns.
Dieser Newsletter soll der Anfang eines laufenden Dialogs sein, nicht das Ende.
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Zukunft sichern statt Strategien verwalten
Atreus arbeitet gemeinsam mit Philipp Raasch von “Der Autopreneur” daran, Zukunftsstrategien für die Automobilindustrie auf die Spur zu bringen. Denn Strategien gibt es viele, was fehlt ist die konsequente Umsetzung. Ob Restrukturierungsprojekt, IT-Transformation, Produktionsverlagerung oder internationales Managementprojekt – mit Interim Management holen Sie sich temporär Profis an Bord, die Ihre derzeitige Herausforderung bereits vielfach erfolgreich bewältigt haben.
Nicht beratend. Sondern operativ und mit Ergebnisverantwortung.
Unsere Manager:innen
Kurz gesagt: Sie holen sich temporär genau die Führungskompetenz ins Haus, die Ihre Situation jetzt erfordert.
Was ist Ihre Herausforderung? In einem unverbindlichen Check-in klären wir gemeinsam:



Atreus Leistungsportfolio für die Automobilbranche
von Stefan Randak
Unternehmen stehen weltweit vor tiefgreifenden technologischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Mit Fit for 2026 bieten wir Ihnen ein ganzheitliches Leistungsportfolio, das Sie in jeder Phase der Transformation zielgerichtet unterstützt. Unsere Leistungen sind global verfügbar und darauf ausgerichtet, Ihre Organisation nachhaltig zu stärken und Sie schnell handlungsfähig zu machen.
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Markteinschätzung
von Stefan Randak
Die anhaltende Wirtschaftskrise kostet in Deutschland tausende Arbeitsplätze. Besonders betroffen ist jedoch die Automobilbranche. Zum Ende des dritten Quartals 2025 wurden ca. 50.000 Menschen weniger beschäftigt als ein Jahr zuvor (so das Statistische Bundesamt).
Auf der anderen Seite sollen Rüstungsausgaben den Job-Motor anheizen. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY-Pantheon und der Dekabank könnten bis 2029 ca. 145.000 neue Arbeitsplätze hierzulande entstehen. Bereits bestehende Industriejobs könnten zusätzlich abgesichert werden. Doch was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Ganz einfach: 79 Prozent der deutschen Automobilzulieferer wollen sich neuen Branchen zuwenden. Dies ergab eine Umfrage des Umfrageforschungsinstitutes Allensbach im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch 169. Drei von vier deutschen Automobilzulieferern bauen ihr Geschäft im Bereich der Rüstung auf (25 Prozent), gefolgt von Energie (16 Prozent), Luftfahrt (9 Prozent), Medizintechnik (9 Prozent) und Bahn (9 Prozent).
Wenngleich die Automobilzulieferer hier ihre Stärken nutzen können, sind diese Branchen ebenfalls eigen (z.B. die Rüstungsindustrie im Hinblick auf Ausschreibungen, Mengen, Zulassungsverfahren und Produktzyklen).
Erstaunlich: Die verstärkte Zusammenarbeit mit chinesischen OEMs ist für die Mehrheit bis dato keine Option. Insgesamt halten 83 Prozent die Zusammenarbeit mit chinesischen OEMs für zumindest schwierig, jeder zweite sogar für sehr schwierig.
Der Blick in Richtung Rüstung, Energie, Luftfahrt, Medizintechnik und Bahn liegt also nahe und sicherlich auch richtig. Doch wer sich jetzt nicht auch in Richtung chinesischer Hersteller bewegt, schmälert seine zukünftigen Chancen in seiner Core-Industry. Chinesische Hersteller sind bereits führend in der Elektromobilität, suchen Produktion und Absatz in Europa und der Markt für Verbrenner schrumpft zunehmen..
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Diagramm
©-monsitj-– stock.adobe.com
Atreus präsentiert mit Toolkit die kompakten Expertentalks für Entscheidungsträger, die smarte Plug-ins mit messbarem Impact auf Ergebnis, Cash und Resilienz erwarten. Erfahren Sie etwa, wie KI‑gestützte Feinplanung, intelligente Supply‑Chain‑Suche, Maschinenvernetzung, präzises Produktkosten‑Benchmarking oder digitale Finanzierungsplattformen in Ihrem Unternehmen schnell Wirkung entfalten – mit klaren KPIs, bewährten Verfahren und nahtloser Integration in bestehende Systeme.
Keine Big‑Bang‑Programme, sondern schlanke Erweiterungen, um datenbasierte Funktionen agil zu pilotieren, nahtlos in Prozesse zu integrieren und mit geringem Implementierungsaufwand zu skalieren.
Das Ergebnis: eine kuratierte Shortlist konkreter Hebel, die Prioritäten schärft und Investitionen belastbar argumentiert. Toolkit bringt Sie von der Idee zur Wirksamkeit – und das schneller.
Expertentalk
Im Atreus Toolkit sprechen Oliver Krebs und Tibor Reischitz mit Steven Kugler, VP Sales von MARKT-PILOT, über dynamisches Pricing im Aftermarket. Das SaaS-Unternehmen macht Ersatzteilmärkte transparent, identifiziert versteckte Umsatzpotenziale und unterstützt Maschinenbauer dabei, vom statischen zur datenbasierten, dynamischen Preisgestaltung zu wechseln.
Expertentalk
Die KI-gestützte Wissens-Plattform Flow Tool revolutioniert digitale Bildung im Maschinenbau mit personalisierten Lernpfaden, adaptiven Inhalten und Echtzeit-Analysen. Unternehmen profitieren von höherer Effizienz, gesteigerter Mitarbeiterbindung und skalierbaren Lösungen, die Teams in einer dynamischen Geschäftswelt optimal auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.
Expertentalk
Der Expertentalk beleuchtet einen innovativen Ansatz zur Unternehmensfinanzierung. Der Dienstleister Leverest vernetzt Investoren, Unternehmen und über 1000 Finanzierungsinstitute auf einer digitalen Plattform und optimiert den Finanzierungsprozess für Unternehmer, CFOs und Private-Equity-Manager.
Expertentalk
KI-Lösungen von paretos beschleunigen Entscheidungsprozesse, steigern Prognosegenauigkeit und automatisieren die Supply Chain effizient. Unternehmer profitieren von messbarem ROI, schneller Implementierung und nachhaltiger Skalierbarkeit.
Expertentalk
In dieser Folge von Atreus Toolkit diskutieren Oliver Krebs und Tibor Reischitz mit Ansgar Thilmann, dem Geschäftsführer von HCP Sense, über innovative Ansätze zur Vermeidung von Maschinenausfällen.
Expertentalk
Atreus Direktoren Oliver Krebs und Tibor Reischitz sprechen mit den Gründern von LeasingPilot über Digitalisierung im Leasingmarkt, Herausforderungen in der Finanzierung und wie neue Plattformlösungen Transparenz und Effizienz schaffen.
Expertentalk
In dieser Folge von Atreus Toolkit von Oliver Krebs und Tibor Reischitz ist Tobias Uding, Head of Sales von costdata, zu Besuch. Costdata ist die Lösung für ein effizientes und transparentes Produktkostenmanagement. Erfahren Sie, welche weiteren Vorteile costdata für ihr Unternehmen bringen kann.
Expertentalk
Erfahren Sie im Expertentalk zu smarten Tools, was die Software von Philipp Mayer kann. Entdecken Sie codestryke: Ein flexibles Tool für Maschinen-Digitalisierung, Energieoptimierung und neue Geschäftsmodelle.
Expertentalk
Erfahren Sie im Expertentalk zu smarten Tools, was die Software von den Supply Chain Manager und Systemarchitekten Frank Lutzke und Markus Kraft kann. Die beiden sprechen über ihr innovatives Tool und wie es Lieferketten und Aufträge vereinfacht und revolutioniert.
Expertentalk
Der Expertentalk aus der Reihe Atreus “Toolkit” der beiden Atreus Direktoren Oliver Krebs und Tibor Reischitz stellt das Plug-In PAILOT vor. Im Gespräch erläutert Dr. Christian Scherrer, Co-Founder des gleichnamigen Unternehmens PAILOT, wie das Tool Unternehmen dabei unterstützt, Fertigungsprozesse effizienter und flexibler zu gestalten.
Die Toolkit-Gastgeber:


Executive Summary
von Stefan Randak
Die IAA Mobility in München zeigt: Die globale Leitmesse-Rolle ist verloren, doch sie spiegelt den tiefen Umbruch der Branche. Während westliche Hersteller technologisch wieder aufholen, verschiebt sich die Produktionslandkarte rasant nach Osteuropa – mit weitreichenden Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Standortstrategie.
Eine Executive Summary von Stefan Randak, Atreus Partner und Leiter Automotive & Mobility
Zeitgleich dürfen die Automobilmanager auf Ihre Halbjahreszahlen blicken. Wie aus einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht, halbierte sich der operative Gewinn (EBIT) der 19 größten Autobauer, in diesem Jahr, nahezu (Minus 49,2 %). Von Januar bis Juni lag er bei 42,8 Mrd. Euro, nach 84,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz? Stagnierte in Summe.
Wenngleich die etablierten Autoindustrie in einer großen Krise steckt, bot die IAA Mobility in München durchaus Hoffnung für die gebeutelte Branche. Die Fahrzeuge der westlichen Anbieter haben deutlich aufgeholt, sind vielfach auf Augenhöhe mit den östlichen Konkurrenten, insbesondere im Hinblick auf Car Connectivity, Fahrassistenzsysteme und elektrischen Reichweiten. BMW mit dem neuen iX3 (erstes Fahrzeug der “Neuen Klasse”), sowie MERCEDES mit dem neuen GLC zeigen auf, wo die gute Reise hingehen könnte.
Ein erster Blick auf den kommenden E-Cayenne von Porsche zeigte sogar die Möglichkeit des induktiven Ladens auf.
Wenngleich die chinesischen Anbieter zahlreich zugegen waren, so boten sie doch keine wesentlichen Überraschungen. Ihre Herausforderung liegt nun darin, in die westlichen Märkte einzudringen und hier nachhaltig Fuß zu fassen. Stella Li, Executive Vice Präsidentin von BYD, erklärte hierzu auf der IAA: “Wir werden bis Ende des Jahres 120 Händlerverträge abschließen, von denen mehr als 100 aktiv in den Markt gehen”.
Auch im Hinblick auf die EU-Zölle reagieren die Chinesen und werden ihre neuen Produktionskapazitäten in erster Linie in Osteuropa errichten: XPENG kooperiert mit MAGNA in Österreich, BYD baut in Ungarn (Kapazität 150.000 bis 200.000 Einheiten in der ersten Phase), VOLVO baut ein eigenes E-Fahrzeug-Werk in der Slowakei. NIO baut ebenfalls in Ungarn. SVOLT, CALB und SUNWODA (alles chinesische Batteriezellenlieferanten) planen ebenfalls in Ungarn zu bauen. CATL, einer der größten chinesischen Batteriezellenlieferanten, baut dort bereits (Debrecen).
Ob der Markt diese zusätzlichen Mengen aufnehmen wird, muss sich erst zeigen. Mit Sicherheit sind in Bezug auf die Fahrzeug-Produktionskapazitäten im Allgemeinen Veränderungen, Verlagerungen und standortbezogene Verringerungen bis hin zu Schließungen zu erwarten, insbesondere im teuren Deutschland.
BMW startet seine Neue Klasse übrigens auch nicht in Deutschland. Dafür hat man – ebenfalls in Ungarn – ein eigenes, neues Werk “i-Factory”, in Debrecen, gebaut. 150.000 Einheiten ist die Kapazität unter Vollauslastung. Die Zeitschrift Automobilproduktion spricht von einem “Dreiklang aus neuer Fahrzeugplattform, fossilfreiem Betrieb und digitalem Zwillling”. Die Automobilzulieferer, insbesondere auf dem Messegelände in Riem präsent, werden sich auch auf diese Veränderungen einstellen müssen. Wer auf der IAA genau hingehört hat, konnte diese Diskussionen auf deren Ständen durchaus miterleben.
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Willkommen zu unserer Videoreihe „Automotive Manager – Erfolg ist machbar“. Atreus Partner und Direktor Stefan Randak spricht mit erfolgreichen Top-Manager:innen der Automobilindustrie.
In einer Branche, die wie kaum eine andere vor enormen Herausforderungen steht, zeigen wir, was echte Führungspersönlichkeiten anders machen, wie sie auf Umbrüche nicht nur reagieren, sondern sie aktiv gestalten und dabei nachhaltige Erfolge erzielen – trotz und gerade in fordernden Zeiten.
Diese Serie richtet sich speziell an Interim Manager:innen, Führungskräfte und Expert:innen, die mehr als nur theoretisches Wissen suchen und den Mut haben, Dinge neu zu denken. Wir beleuchten Strategien, Denkweisen und Entscheidungen, die den Unterschied machen und Unternehmen an die Spitze bringen.
Begleiten Sie uns auf dieser Reise durch Innovation, Leadership und Transformation in der Automobilbranche
Expertentalk
Erfahren Sie, wie smarte Einkaufsstrategien und global vernetzte Lieferketten den Unterschied machen und warum Geschwindigkeit heute entscheidender ist denn je. Stefan Randak im Expertengespräch mit Dr. Daniel Hollos.
Expertentalk
Stefan Randak spricht mit Rüdiger Deppe zu Automotive in China. Deppe war 4 Jahre lang in China tätig, er gibt spannende Learnings und Insights zum Automotive Markt vor Ort. Was sind Herausforderungen, Trends und Chancen?
Expertentalk
Im Expertentalk “Automotive Manager – Erfolg ist machbar” sprechen Macher aus der Automobilbranche über Herausforderungen und Lösungswege. Die erste Episode bestreitet Kersten Janik, COO von WItte Automotive, mit Erkenntnissen über die Situation von Automobilzulieferern, die Konkurrenz durch chinesische Anbieter sowie die 3. Automobil-Revolution.
Sie haben eine Herausforderung in Automotive?


Markteinschätzung
von Stefan Randak
Die Ergebniszahlen zum zweiten Quartal liegen vor und zeigen gravierende Gewinneinbrüche gegenüber den Vorjahren.
Die Ursachen sind vielschichtig:
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steht Ihnen gerne Rede und Antwort.