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Digitale Lösungen und neue Strategien

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Personaldienstleistungen 4.0 – Recruiting, Interim Management, Executive Search in Zeiten der Digitalisierung

„Internet of Things“ oder „Cyber Physical Systems“ sind Schlagworte der vierten industriellen Revolution. Was verbirgt sich dahinter? Wie beeinflussen diese Innovationen die Suche nach Talenten, die den Anforderungen von Arbeit 4.0 gewachsen und für den Erfolg jedes Unternehmens so bedeutend sind? Wie verändert die Digitalisierung Recruiting, Interim Management oder Executive Search? Fünf Hypothesen dazu, wie die Digitalisierung den Markt für Personaldienstleistungen verändern wird.

1. Netzwerke bieten Transparenz für Unternehmen und Kandidaten – zum Nutzen einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

Wer heute noch nicht in den sozialen Netzwerken vertreten ist, hat möglicherweise etwas zu verbergen. Ist man dort nicht sichtbar, bietet wenigstens Google einen Eintrag – und wenn es das Ergebnis des Münchener Stadtlaufs ist. Gibt es eine Trennung zwischen privaten und reinen Business-Informationen im Netz? Teilweise existieren diese Grenzen noch, aber sie werden zunehmend verschwimmen, je häufiger wir das Internet als Erleichterung für unser Leben nutzen. 

All denen, die die digitale Sprache beherrschen wie ihre Muttersprache, fällt es leicht, an Unternehmensinformationen zu gelangen, die manche Führungskräfte noch als „strictly confidential“ hüten. Umgekehrt finden die Unternehmen im Netz Informationen ihrer Bewerber, die viel aussagekräftiger sind als das sorgfältig glatt polierte Bewerbungsschreiben mit dem detaillierten Lebenslauf. 

Die Digitalisierung verändert die Arbeit der Recruiter und Personalberater. Werden heute primär die bisherigen Stationen eines potenziellen Kandidaten mit dem Idealprofil einer aktuellen Stellenbeschreibung verglichen, gilt es, künftig die Persönlichkeiten zu identifizieren, welche die Voraussetzungen für eine kurzfristig veränderte Arbeitsumgebung erfüllen. Organisationen 4.0 sind fluid. Wissensarbeiter müssen also flexibler werden – ein wesentlicher Faktor, der nicht so einfach im Auswahlprozess geprüft wird. 

Der Schwerpunkt in Interviewprozessen wird sich deshalb in Richtung der Persönlichkeitsmerkmale verändern müssen. Dazu ist Empathie gefragt, die aufgrund von Zahlen-, Daten- und Fakten analysen im Selektionsprozess bisher oft zu kurz kam. Hier könnte die intensivere Nutzung von Big Data die Personalentscheider dabei unterstützen, einen achtsameren Dialog mit ihren Kandidaten zu führen (Abb. 1). Achtsamkeit im Dialog mit Kandidaten ist wiederum eine Disziplin, die Zeit und Übung erfordert und erlernt werden muss. Personaldienstleister mit einer fundierten Coaching-Ausbildung haben dies in vielen Sitzungen mit Coachees über Jahre perfektioniert. 

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Blogbeitrag

Interim Management: Höchste Performance und Qualität

Interim Management ist immer dann die optimale Lösung, wenn spezielle Kompetenzen zeitlich befristet in einem Unternehmen benötigt werden. Was sind die Cases, Dauer und Vorteile von Interim Management?

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2. Der Faktor Zeit wird zur strategisch wichtigsten Dimension in der Besetzung wichtiger Fach- und Führungspositionen.

Die Intervalle des disruptiven Wandels sind kürzer geworden. Um auf die Veränderungen in einer Branche erfolgreich zu reagieren, benötigen Unternehmen hohe Flexibilität im Einsatz von Mitarbeitern. Starre Unternehmensstrukturen werden zu fluiden Organisationsformen. Dazu braucht es eine andere Form des Umgangs miteinander. Es muss über Abteilungsgrenzen hinweg kommuniziert werden, mit dem Leitbild einer lösungsfokussierten Projektorganisation. Heterogene Teams arbeiten mithilfe vernetzter temporärer Organisationsformen an einem gemeinsamen Ziel. Das erfordert Teamplayer, die neben ihrer fachlichen Spezialisierung ein hohes Maß an Sozialkompetenz besitzen. Wertschätzung und die Akzeptanz unterschiedlicher Teammitglieder bestimmen die Effektivität und Effizienz in solchen Projekten. 

Ähnlich verhält es sich bei der Suche nach passgenauen Managern. Die proprietären Pools von Spezialisten grenzen die Möglichkeiten umfassenderer Expertenplattformen ein. Gerade im Interim Management ist der Druck, möglichst schnell einen passenden Kandidaten zu finden, sehr hoch. Im klassischen Headhunting hingegen vergehen oft mehr als neun Monate bis zur Besetzung einer Führungsposition. Für die Besetzung von Interim-Management- Positionen bieten professionelle Anbieter ihren Kunden bereits nach ein bis zwei Wochen passgenaue Führungskräfte an. Vernetzte Personaldienstleister, die sich aktiv in themenfokussierten Plattformen austauschen und Know-how mit anderen teilen, sind auf der Suche nach Experten in der Lebenswelt 4.0 klar im Vorteil. 

Der Zugang zu interessanten Persönlichkeiten ist praktisch unbegrenzt. Umso wichtiger wird es künftig, in dieser Vielfalt die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch hier braucht es neue Selektionskriterien für die Mitarbeiter 4.0. Zu häufig wählen Personaldienstleister Kandidaten über ihre Spezialisierung aus. Manager auf Zeit werden bevorzugt von Unternehmen gewählt, wenn Spezialwissen im Unternehmen nicht verfügbar ist. Sie sind dann Experten als Mittel zum Zweck für das Lösen komplexer Unternehmenssituationen. 

Die Versuchung, die Eignung eines Kandidaten aus seinen vergangenen Erfolgen abzuleiten, ist groß. Und das ist ein Problem: Entscheidungen müssen zu den konkreten Rahmenbedingungen passen – und die verändern sich immer schneller. Interim Manager sind angesichts ihrer langjährigen Erfahrung darauf trainiert, sich lösungsorientiert mit wechselnden Organisationsmustern und jeweils kontextbezogen mit Unvorhersehbarem zurechtzufinden. Dadurch verändert sich die Kernherausforderung im Personaldienstleistungsbereich: Es geht nun paradoxerweise darum, einen Spezialisten zu identifizieren, der die fachliche Kompetenz für die gesuchte Aufgabe besitzt, gleichzeitig aber als Generalist ganzheitlich Zusammenhänge und deren Wechselwirkungen erkennen kann. Das erfordert Achtsamkeit, die häufig in der Auseinandersetzung von Detail themen untergeht. 

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3. Veränderungen in der Organisation zwingen Führungskräfte zu transparenterem Führungsverhalten.

Disruptive Veränderungen zwingen uns geradezu, von Wissenden zu Unwissenden und gleichzeitig zu Profis für intelligente Fragen zu werden. Wir müssen auch solche Antworten der Mitarbeiter ernst nehmen, die möglicherweise nicht in das Weltbild einer Führungskraft passen. Das Führen von Persönlichkeiten erfordert hohe Kompetenz im bewussten und kontrollierten Loslassen alter Verhaltensmuster – und die Bereitschaft zum Perspektivwechsel. Beides ist nicht selbstverständlich, könnte es doch zur Verunsicherung des eigenen Expertenwissens beitragen.

Damit sind wir auf der Ebene des Unsichtbaren, unterhalb der Wasseroberfläche im Eisbergmodell (Abb. 2). Viele Manager versuchen, diesen Bereich vor anderen zu verbergen, doch meist gelingt dies nur bedingt. Welche Führungskraft hat den Mut, ihren Mitarbeitern, Peers oder Vorgesetzten willentlich Ängste zu zeigen? Doch oft ist das gar nicht notwendig, denn das Unbewusste signalisiert den Sinneskanälen in Form von Gestik, Stimme, Haltung sehr deutlich das Empfinden des Gegenübers.

Professionelle Dienstleister versuchen deshalb sehr intensiv, bereits in der Auftragsklärung herauszuarbeiten, welche Verhaltensaspekte für die erfolgreiche Suche nach der passenden Managerpersönlichkeit im Gesamtkontext des Unternehmens wesentlich sind. Dieser Aspekt wird trotz der zunehmenden Informationsvielfalt immer wichtiger. Dazu benötigen Dienstleister erhöhte Aufmerksamkeit im Gespräch mit ihren Auftraggebern. Das klassische Briefing bezüglich der fachlichen Skills – mit Floskeln wie Durchsetzungsfähigkeit, „Hands-on“, „Can-Do-Mentalität“ – reicht nicht mehr aus, weil es die Passgenauigkeit auf ein Idealmodell des benötigten Managers isoliert. Dieser muss sich in einem heterogenen Umfeld unterschiedlichster Persönlichkeiten sehr schnell zurechtfinden. Auch hier sollte sich der Auftraggeber auf offene Fragen nach den kritischen Erfolgsfaktoren einlassen. Diese Informationen sind für die Auswahl passgenauer Mitarbeiter entscheidend. Fragen hinsichtlich des Einarbeitungsprozesses geben dazu einige Hinweise: Auf welche Schwerpunkte legt der Auftraggeber im Onboarding-Prozess besonders Wert? Sind es primär sachbezogene Einweisungsroutinen, oder werden vom neuen Kandidaten ebenso Feedbackschleifen gewünscht, die einen Einblick aus der Perspektive eines noch nicht integrierten Mitarbeiters geben?

4. Business Modelling ersetzt Effizienzsteigerung.

Industrie 4.0 wird mit Prozessautomatisierung und dem Vernetzen von Maschine zu Maschine in Verbindung gebracht. Die Digitalisierung geht aber über Maßnahmen zur Effizienzsteigerung weit hinaus. Auch stellt der disruptive Wandel traditionelle Geschäftsmodelle auf den Kopf. Auto-Edelmarken beispielsweise werden dadurch Mittel zum Zweck. Bei Kaufentscheidungen geht es nicht mehr um Modelle, Lackierung und Lederausstattung, sondern zunehmend um intelligente Applikationen als „Embedded Intelligence“. 

Noch weiter gedacht: Digitale Vernetzungen können eine „Real-Time Cross-Company Collaboration“ bieten, die durch agile und rekonfigurable Wertschöpfungsketten orchestriert werden müssen. Das erfordert von den verantwortlichen Führungskräften Mut zur Unsicherheit im eigenen Verantwortungsbereich. Persönlichkeiten für den digitalen Wandel brauchen genau diesen Mut. Und sie müssen flexibel agieren wie ein Surfer, der sein Brett fortlaufend den Wasserbewegungen anpasst, um sich stabil darauf zu halten. Instabilität wird zur Voraussetzung für Stabilität. 

Unternehmenslenker, die an ihren Erfolgsmodellen aus der Vergangenheit festhalten, erkennen die Veränderung der Rahmenbedingungen erst dann, wenn die Chance an ihnen vorbeigezogen ist. Das betrifft auch Personaldienstleister. Auch sie sollten Tag für Tag den Mehrwert hinterfragen, den sie im Vergleich mit neuen Spielern aus dem Internet bieten. Kunden, die bereits mit einer bestimmten Anzahl von Profilen zur eigenen Evaluierung zufrieden sind, kommen zukünftig über „Plattform-Provider“ günstiger zu Kandidaten. 

Auch Bewertungen abgeschlossener Projekte lassen sich als Referenz sehr einfach von Kundenseite hinterlegen. So wird das Empfehlungsmanagement über Feedbackmitteilungen ähnlich Einzug halten wie beispielsweise bei der bereits etablierten Plattform kununu. Projektspezifisches Arbeiten heißt daher nicht nur Flexibilität für die Projektaufträge, sondern auch Flexibilität in der Präsenz auf Social-Media Plattformen. So können Kunden sehr leicht nachvollziehen, wo und über welchen Provider der gesuchte Kandidat für eine Interim-Management-Position in der Vergangenheit tätig war. 

5. Netzwerke erfordern intensiven Austausch von Informationen ohne Einbahnstraßen.

In Zukunft sind alle vernetzt: Lieferanten, Produzenten, Kunden und Personaldienstleister. Die Frage lautet also nicht, ob Unternehmen die digitalen Möglichkeiten aufgreifen werden, sondern wie sie diese effizient erschließen. Dabei sollte man in Zeiten des Umbruchs nicht mit der Logik von gestern handeln. Ein wesentlicher Schatz der Personaldienstleister ist ihre Datenbank aus potenziellen Kandidaten für Kundenanfragen. Konkret geht es bei Stellenbesetzungen immer um die individuelle Passung zwischen Auftraggeber, Personaldienstleister und Manager. Eine singuläre Suche in einer proprietären Datenbank ist zukünftig nur mehr beschränkt hilfreich. Die Versuchung, die Manager, die man darin erfasst hat, als passgenau zu erachten, ist sehr groß. 

Doch in modernen sozialen Netzwerken wird durch eine Anfrage gleichzeitig eine Vielzahl von Managern angesprochen, die wiederum ihr eigenes Netzwerk von Managern in ganz spezifischen Fachrichtungen aufgebaut haben. Es entsteht eine Kollaboration von Spezialisten für Spezialisten, die weitaus mächtiger ist, als sie ein Personaldienstleister allein je aufbauen könnte. Kollaboration im Sinne von Beziehungsmanagement für potenzielle künftige Zusammenarbeit ist daher als eine aktive Ressource für Talente zu verstehen. Personaldienstleistern, denen es gelingt, diese Kommunikation zu fördern und anwenderfreundlich mit ihren Prozessen zu realisieren, werden schneller und effektiver Talente für ihre Kunden identifizieren. 

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Was zeichnet die Führungskraft von morgen aus?

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Franz Kühmayer
Trendforscher an Europas führendem Thinktank
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„Interim Management, unabhängig davon, wie man es in Zukunft bezeichnet, wird gang und gäbe sein. Dementsprechend bedeutet Unternehmensbindung nicht mehr Dauerhaftigkeit, sondern eher Intensität.“

Franz Kühmayer
Trendforscher an Europas führendem Thinktank

Die Grenzen in den Unternehmen, die früher sehr klar gezeichnet waren, lösen sich immer stärker auf. Franz Kühmayer, Trendforscher an Europas führendem Thinktank, fasst für A·network die Ergebnisse aus dem aktuellen Leadership-Report des Zukunftsinstituts zusammen.

Die empathische und reflektierte Persönlichkeit
Wir nehmen auf eine gewisse Art Abschied vom Heldentum, das wir in der Vergangenheit erlebt haben. Führungskraft war derjenige – und ich sag jetzt bewusst derjenige –, der vorausschreitet und dem alle anderen folgen. Diesen Führungsstil bezeichnen wir inzwischen als ‚postheroisches Management´.

Gefragt ist nicht mehr der unfehlbare Manager an der Spitze der Organisation, sondern eher derjenige, der Veränderung und Gestaltung aus der Mitte des Unternehmens heraus begreift und umsetzt.

Die Unternehmensform der Zukunft: Das Netzwerk
Das Netzwerk ist die Unternehmensform der Zukunft. Der Begriff der Wertschöpfungskette, der sehr linear gedacht ist, ist ein Begriff aus dem 20. Jahrhundert und dort sehr gut aufgehoben. Inzwischen arbeiten wir in Netzwerken, in denen sich die Rollen verändern. Ein gutes Beispiel sind Innovationsprozesse.
Das Rollenbild des Kunden, so wie wir es in der Vergangenheit kannten, als Empfänger eines Produkts oder einer Leistung, die ich anbiete, löst sich auf hin zu jemandem, der nicht mehr nur empfängt, sondern auch mitgestaltet. Wir bewegen uns in einer Netzwerkstruktur. Hinzu kommt, dass sich Unternehmen dynamisch verändern.

Wenn mehr Arbeit da ist, wird die Organisation größer, wenn weniger Arbeit da ist, wird die Organisation kleiner. So werden sich die Unternehmen immer stärker eines Netzwerks bedienen. Die Frage, wer ist eigentlich der Mitarbeiter, wird nicht mehr so einfach zu beantworten sein. Ein Mitarbeiter kann beispielsweise bei einem Lieferanten arbeiten und gemeinsam mit Mitarbeitern von mir ein Produkt weiterentwickeln, es kann ein externer Manager sein, Partner etc. Die Grenzen in den Unternehmen, die früher sehr klar gezeichnet waren, lösen sich immer stärker auf. Das heißt: In der Zukunft werden soziale Kompetenzen sehr stark gefragt sein, die nur über Beziehungsmanagement zu spielen sind.

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Kontrollverlust akzeptieren

Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Arbeitswelt, in die wir hineinstreben, hat mit Vertrauen in Mitarbeiter und Vertrauen in die Organisation zu tun, verbunden mit einer ganz klaren Ergebnisorientierung. Damit sich die Fähigkeiten und Potenziale der Mitarbeiter entfalten können, wird ihnen ein größerer Gestaltungsspielraum eingeräumt, als das in der Vergangenheit der Fall war. Dabei wird selbstverständlich kritisches Feedback gegeben und Ergebnisse werden eingefordert. Führungskräfte müssen also auch einen Kontrollverlust akzeptieren, dass sie nicht immer über alles ganz genau informiert sind.

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Lust auf Neues

Gerade in dem Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise habe ich ein gewisses Maß an Mutlosigkeit, an Sicherheitsdenken beobachtet. Wer jetzt mutig nach vorne schreiten will, muss diese eingefahrenen Pfade verlassen. Es braucht Mut, sich dem Abenteuer Wirtschaft zu stellen. Wirtschaft ist immer risikobehaftet, und gerade wenn es um Führung geht, nicht ‚nur‘ um Management, dann geht es darum, Dinge zu gestalten und nicht nur zu verwalten. An dieser Stelle sind Führungskräfte besonders gefordert, sich ganz gezielt zu fragen, in welche neuen Märkte das Unternehmen eintreten will, welche neuen Themen sie angehen wollen – und aus den eingefahrenen Pfaden ausbrechen.

Professionelles Change Management
Welche Rolle nehmen künftig klassische Strategieberater ein? In einem Zeitalter, in dem permanente Veränderung eine Konstante geworden ist, sodass professionelles Change Management nicht mehr als Leistung extern eingekauft wird. Professionelles Change Management ist eine Kompetenz, die Führungskräfte per se mitbringen. Sie müssen Change Manager sein, müssen die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens halten können, müssen Veränderungen professionell führen können. Das ist das Handwerkszeug der Zukunft.

Kulturleadership – die Anziehungskraft des Unternehmens
Beispiel: Apple bringt ein neues Telefon heraus. Die Leute stehen auf der Straße Schlange, um dieses Telefon als Erste kaufen zu können. Das ist die richtige Betrachtung einer Führungskraft, eine wichtige Leitfrage: Was muss ich tun, dass bei mir Partner, Lieferanten, Mitarbeiter oder Kandidaten Schlange stehen, um mit mir arbeiten zu können? Wie schaffe ich es, die Anziehungskraft und die Identität des Unternehmens nach innen und nach außen massiv in den Vordergrund zu stellen?

Resiliente Systeme kombinieren hierarchische Strukturen und Netzwerkstrukturen, geben so im Normalfall Sicherheit und im Ernstfall die Chance, schnell zu handeln.

Persönliche Entwicklung
Exzellente Führungskräfte nehmen auch die persönliche Herausforderung an, selbst zu wachsen. Wenn die Strategie einmal feststeht, lautet die Frage, wie sie sich, ihr Team und ihr Unternehmen  zum nächsten Level bringen können? Halten Sie inne und fragen Sie sich: „Welche Aspekte meiner Führung müssen besser werden, um die Ziele zu erreichen?  Welche Unterstützung werde ich brauchen?“

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Unsere Task Force Cyber Security

Atreus unterstützt Sie in Sachen Cyber Security mit erfahrenen Managern und ausgewiesenen Experten.

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Wie wir Sie in Sachen Cyber Security begleiten

Die Informationstechnologie erlebt einen grundlegenden Wandel vom COST CENTER zum BUSINESS ENABLER. Angesichts des Tempos digitaler Geschäftsmodelle und steigender Cyber-Bedrohungen ist dies eine kritische Zeit für die Unternehmens-IT, um Arbeitslasten der nächsten Generation zu ermöglichen, sicher, agil und skalierbar zu sein. Atreus unterstützt diesen Wandel mit erfahrenen Managern und ausgewiesenen Experten – unter anderem gemeinsam mit der Deutor Cyber Security Solutions GmbH.

Top Management

  • Cyber Security Business Reviews
  • Training und Simulation für das (TOP) Management
  • Organisational Preparedness

Leitungs- und Fachebenen

  • Krisenmanagement Support für Konzerne und globale Marken
  • Cybersicherheit als Qualitätsmanagement in der Digitalisierung
  • Szenario basierte Simulationen für Fach- und Führungskräfte

CISO und Security Bereiche

  • Cyber Strategie Beratung
  • Maßnahmenpläne
  • KPI Definitionen
  • Programm- & Projektmanagement

Unsere Rollen und Leistungen in Sachen Cyber Security

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Unsere Rollen

Atreus Projektleiter CISO Management
Schwerpunkt: Einführung und Etablierung von aktuellen Sicherheitsstandards, Externe Betreuung

Atreus Projektsupport Krisenmanagement
Schwerpunkt: Koordination von Behörden und Dienstleistern nach/während Angriffen

Atreus Projektsupport Awareness-Schulung
Schwerpunkt: Schulung von Mitarbeitern und Bewusstseinsschärfung

Atreus Projektsupport IT-Infrastruktur
Schwerpunkt: Sicherstellung der IT-Infrastruktur und des IT-Betriebs

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Unsere Leistungen

  • IT Quick Check zur Bestandsanalyse
  • Beratung zu passenden 
  • Sicherheitskonzepten
  • Awareness Schulungen
  • Krisenmanagement nach Angriff
  • Wiederherstellung der Infrastruktur
  • Datensicherheit

Das Atreus IT Netzwerk

Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Atreus IT Community stellen wir unsere Lieferfähigkeit zu den aktuellen Themen und Marktanforderungen sicher.

750+
Ausgewiesene IT Experten & Interim Manager lösen Ihre strategischen, operationalen und Programm-/ Projekt spezifischen Herausforderungen

150+
Erfolgreiche IT Mandate seit 2016, davon 50+ erfolgreiche ERP/CRM Mandate, 40+ Linienmandate CIO/Leiter IT, 30+ Sourcing Mandate, 20+ Strategie Themen

10+
IT Veranstaltungen pro Jahr:  Roundtables, Business Breakfasts, A.Lounges, Livestream Sessions, A.ZOMM Call-INs

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Nichts geht mehr – ohne Cybersecurity

Mit Atreus Experten:innen Cybersecurity neu durchdenken und richtig aufsetzen. Denn sichere Daten und IT-Infrastruktur sind Gold wert.

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Was macht einen erfolgreichen CIO in Zukunft aus?

Atreus Direktor Uwe Gehrmann mit einer kurzen Einschätzung im Video.

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Was macht einen erfolgreichen CIO in Zukunft aus?

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt in digitalen Zeiten auch mit der Rolle des CIO innerhalb der Organisation. Umso wichtiger wird seine strategische Positionierung im Unternehmen sein. Atreus Direktor Uwe Gehrmann ordnet ein, worauf es künftig für CIOs ankommt.

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Atreus ist der Partner für Unternehmen mit herausfordernden IT-Umsetzungsvorhaben

  • Atreus ist ein vertrauensvoller und kompetenter Partner in allen Geschäfts- und IT-relevanten Fragestellungen, von der Anforderung über die Konzeption bis hin zur Umsetzung.
  • Atreus Manager können in der Rolle des CIO eingebracht werden oder zur Unterstützung des Unternehmens-CIOs, als IT-Programmmanager, IT-Projektmanager oder als IT-Team.
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  • Atreus Manager bringen operatives Wissen ebenso wie strategische Perspektive ein, um die jeweiligen Aufgabenstellungen der IT zu lösen.
  • Atreus und seine IT-Experten verfügen über ein Höchstmaß an IT-Transformations- und Projektmanagement-Knowhow.
  • Atreus verfügt über eine Vielzahl erstklassiger Referenzen, hat zahlreiche herausfordernde IT-Projekte erfolgreich abgeschlossen und bringt somit wertvolle Erfahrungswerte in seine Kundenprojekte ein.
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Die Beiratsarbeit im Mittelstand

Wir pflegen in unserem Netzwerk langjährige Beziehungen zu renommierten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, die engmaschig vernetzt sind.

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Die Beiratsarbeit im Mittelstand

Die „Praktiker“ Dr. Helmut Eschwey und Jörg Sost sowie Atreus Managing Partner Rainer Nagel im Gespräch über eine erfolgreiche Beiratsarbeit in mittelständischen Unternehmen.

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Sparringspartner mit Weitblick – Immer mehr mittelständische Unternehmen richten einen Beirat ein

Welche Voraussetzungen sollte ein Beirat erfüllen?
Dr. Helmut Eschwey: Aus meiner Sicht ist eine wesentliche Voraussetzung für die Tätigkeit als Aufsichts- oder Beirat die innere Unabhängigkeit. Nur wer unabhängig ist, bringt seine Meinung deutlich und ehrlich zum Ausdruck – muss dabei natürlich auch konsensfähig sein. Aber die wohl wichtigste Fähigkeit, über die er verfügen muss, bezeichne ich als „business wisdom“.

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Das lässt sich nur in der persönlichen unternehmerischen bzw. Management-Tätigkeit erwerben, nicht allein durch ein Studium. Mit seiner operativen Erfahrung in der Unternehmensführung bringt der Beirat die nötige Weitsicht mit: Was geht, was geht nicht? Woran können Dinge scheitern?

Dr. Helmut Eschwey: Die Tatsache, dass der Beirat finanziell unabhängig sein muss, soll nicht bedeuten, dass er nicht angemessen vergütet wird. Hier führe ich bewusst eine „Ernsthaftigkeitsprämie“ an: Der Beirat muss dem Unternehmen etwas wert sei

Jörg Sost: Da stimme ich absolut zu. Aber zurück zur beruflichen Erfahrung: Ich halte es für wichtig, dass man auf eine breite Erfahrung zurückgreifen kann. Vermittlungsfähigkeit halte ich für eine weitere wichtige Eigenschaft. Der Beirat muss in der Lage sein, bei Streit zu schlichten, etwa bei Nachwuchs- und Nachfolgethemen vermittelnd einzugreifen. Gerade in den mittelständischen Unternehmen sind sie in dieser Rolle häufig ein Bindeglied zwischen Familien und/oder unterschiedlichen Gruppenansichten.

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Rainer Nagel: Ich möchte zwei weitere Punkte ergänzen: Das ist zuerst die Fähigkeit, konstruktiv Kritik üben zu können. Natürlich sollte man selbst auch Kritik annehmen können, das steht außer Frage. Es ist wenig hilfreich, einfach nur in einem Rat zu sitzen, zuzuhören und, überspitzt dargestellt, sich sein „Sitzungsgeld“ abzuholen. Der kritische, inhaltliche Diskurs mit den Themen ist meiner Ansicht nach ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.

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Dabei soll das Management durchaus heftig hinterfragt werden: Ist das wirklich der richtige Weg, den wir einschlagen? Gibt es Alternativen? Das mag im Einzelfall schmerzhaft sein, aber eben notwendig. Darüber hinaus halte ich es für wichtig, dass ein Aufsichts- oder Beirat für sein Unternehmen auch „Herzblut“ entwickelt. Man muss das Unternehmen schätzen, sich mit den Themen auseinandersetzen und entsprechend Zeit investieren.

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Welche Aufgaben übernimmt ein Beirat?

Welche Aufgaben übernimmt ein Beirat? Jörg Sost: Die Kernaufgaben liegen im strategischen Bereich. Hier geht es im Wesentlichen darum, das Unternehmen in seiner Ausrichtung weiterzubringen und die Strategie kritisch zu begleiten, in die richtige Richtung zu lenken. Eine weitere bedeutende Aufgabe kommt bei der Budgetdiskussion hinzu: Da muss kritisch und sorgfältig hinterfragt werden: Welche Struktur hat das Budget? Welche Schwerpunkte werden damit gesetzt? Darüber hinaus ist die Beratung bei Nachfolgefragen, insbesondere bei mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen, eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Helmut Eschwey: Über die notwendigen Voraussetzungen auf Seiten der Aufsichtsrats- oder Beiratsmitglieder ist viel geschrieben worden. Wenig gesagt ist über die notwendigen Voraussetzungen auf Seiten des Unternehmens. Bei Aktiengesellschaften hat der Vorstand per Gesetz für entsprechende Kontrolle zu sorgen. Im Mittelstand ist die Einrichtung eines Beirats in vielen Fällen eine freiwillige Entscheidung der Eigentümer.

Hier ist der ernsthafte Wille, sich einer Kontrolle zu unterwerfen, eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Beiratsarbeit. Nicht immer ist ein mittelständischer Unternehmer selbstkritisch genug, um sein eigenes Tun über die Institution eines Beirats fortlaufend auf den Prüfstand stellen zu lassen. Erfolgreiche Beiratsarbeit im Mittelstand erfordert daher große Reife und Weitsicht von beiden Seiten.

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Jörg Sost: Ich möchte das Thema Meinungsvielfalt ansprechen, auf die Herr Nagel schon hingewiesen hat. Da kommt der Rolle des Beiratsvorsitzenden eine ganz besondere Bedeutung zu. Er ist die Brücke zur Geschäftsführung, zu der er i.d.R. einen intensiveren Kontakt hält. Aber auch insofern, wie er sein Gremium führt, wie er die Diskussion fördert – und somit abweichende Meinungen herausfordert.

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Rainer Nagel: Dass das Management bereit ist, sich der Diskussion mit dem Beirat zu stellen, wird auch durch die Veränderung der Governance deutlich. Es geht ganz sicher nicht darum, sich ein willfähriges Gremium zu schaffen, das dann einfach nur abnickt. Die Eigentümer oder Vorstände müssen motiviert sein, sich eine intensive externe Expertise, beratende Kompetenz oder eben Meinungsvielfalt ins Unternehmen zu holen. Die Dynamik der Geschäftswelt zwingt sie beinahe schon dazu.

Herr Nagel, sind Atreus Executives als Aufsichts- oder Beiräte tätig?

Rainer Nagel: Die Besetzung von Aufsichtsräten und Beiräten ergibt sich bei Atreus ganz natürlich aus der Tatsache, dass wir in unserem Netzwerk langjährige Beziehungen zu renommierten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft pflegen. Sie zeichnen sich durch ihre langjährige Erfahrung, ihre strategische Entscheidungskompetenz zur Umsetzung der Unternehmensziele und ihre Erfolge aus.

Insofern werden wir immer öfter von unseren Kunden, also den Unternehmen, aber auch Banken oder Private-Equity-Gesellschaften angesprochen, ihnen Kandidaten zu empfehlen.

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Innovationsmanagement im Maschinen- und Anlagenbau – Mittel zur Differenzierung

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Innovationsmanagement im Maschinen- und Anlagenbau – Mittel zur Differenzierung

Der Maschinenbau zählt zu den innovativsten Branchen in Deutschland. 70 Prozent der Unternehmen werden zu den Innovatoren gezählt, das heißt sie haben in den letzten drei Jahren eine grundlegende Innovation durch neue oder merklich verbesserte Produkte bzw. Fertigungsverfahren oder -techniken eingeführt.

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In Summe werden 5,8 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung im Maschinenbau aufgewandt, der Kostenanteil liegt, bezogen auf den Umsatz, zwischen drei und über zehn Prozent. Innovationen sollten daher kein Zufall sein, sondern das Ergebnis systematischer Arbeit. Es muss also im Unternehmen ein funktionierendes Zusammenspiel von Prozessen, einer innovationsfreundlichen Kultur und innovationsaffinen Mitarbeitern geschaffen werden.

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Wesentliche Elemente sind ausreichende Ressourcen und ein Innovationsmanagement, das den Prozess der Innovation effektiv führt.

Standhafte und erfahrene Innovationsmanager gefordert

Das bedeutet entsprechende Anforderungen an die Führungskräfte, denen das Management der Innovationsprozesse unterliegt. Welche Aufgaben werden in diesem Zusammenhang an den Innovationsmanager gestellt, welche Eigenschaften muss dieser mitbringen?

  • Umsetzung der Unternehmensstrategie in eine Innovationsstrategie
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kunden, ihren Anwendungen, Anwendungsspezialisten im eigenen Haus, Entwicklern, Produktmanagern und anderen Stellen
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  • Motivator, der innovative Ideen fördert
  • Fähigkeit zur fundierten Bewertung von Ideen
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  • Ausgewogene Mischung zwischen Visionär und Realist
  • Umsetzung von qualifizierten Ideen in Form von Entwicklungsprojekten mit geeigneten Lastenheften, Milestones, Budgets und Projektreviews

Der geeignete Innovationsmanager bringt neben fundierter Managementkompetenz auch umfassende Methodenerfahrungen und eine breite technische Expertise mit. Häufig kommen bei neuen Lösungen viele Vorbehalte auf, sodass es einer starken Persönlichkeit bedarf, um das „Neue“ einer unvoreingenommenen Prüfung zu unterziehen und gute Ideen vor unangebrachter Kritik zu schützen.

Der Innovationsmanager ist im Wesentlichen der Prozessmanager, der darauf achtet, dass die richtigen Mitarbeiter in den Innovationsprozess eingebunden sind und eine für den Innovationsprozess positive Kultur geschaffen wird.

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Als problematisch hat sich immer wieder herausgestellt, wenn der Innovationsprozess sich nicht ausreichend nah an den Anwendungen und Bedürfnissen der Kunden orientiert hat, wenn Trends und Chancen aus der Grundlagenforschung bzw. Neuprodukten der Zulieferer nicht ausreichend Beachtung geschenkt worden sind und die Bewertung der Ideen zu oberflächlich durchgeführt wird.

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Führungsstarke Projektmanager für die Entwicklung serienreifer Produkte

Aus den bewerteten Ideen kommen Produktentwicklungsaufgaben, die dann hoffentlich in ein serienreifes Produkt einmünden. Fragen, wie welche bewährte Technologie soll wieder verwendet werden, welchen Umfang und Raum bekommen Innovationen im Neuprodukt, Markt-/Wettbewerbspositionierung, betriebswirtschaftliche Eckdaten und ein Zeit- und Kostenbudget gehören in die Produktentwicklungsaufgabe.  

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Den Prozess vom verabschiedeten Projektauftrag bis zum serienreifen Produkt zu managen, ist eine umfassende Führungsaufgabe. Neben der eigentlichen Entwicklungsaufgabe ist die enge Einbeziehung von Produktmanagement / Vertrieb / Kunden, der Produktion / Supply Chain / Industrial Engineering-Spezialisten und des Controllings unabdingbar. Vom verantwortlichen Executive wird erwartet, dass er interdisziplinäre Teams aus Entwicklern, Produktionsplanern, Controllern, Marketingspezialisten und anderen Funktionen qualifiziert führt.

Er muss in der Lage sein, das Markteinführungsprojekt entgegen den immer wieder vorkommenden Überraschungen und plötzlich aufkommenden Problemen voranzutreiben. Bei Zulieferern kommt die enge Abstimmung mit den Kunden hinzu.

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Externe Unterstützung als Innovationsmanager oder Projektmanager

Die Anforderungen an den Innovationsmanager oder Projektmanager für die Transformation der Idee zu einem Serienprodukt sind hoch. Der angestellte Manager kennt zwar das Unternehmen sehr gut, in vielen Fällen hat gerade im Innovationsbereich ein externer Manager viele Vorteile. Er kann Expertisen einbringen, die im Unternehmen nicht vorhanden sind oder nur bedingt zur Verfügung stehen, er kann unvoreingenommen Sach-themen vorantreiben und gegenüber der obersten Unternehmensleitung vertreten.

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Daher hat, parallel zur Etablierung der Dienstleistung in der deutschen Wirtschaft, der Einsatz von Interim Management zur Umsetzung von Innovationsprojekten in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

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Einfach machen – Atreus ist klimaneutral

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Klimaschutz für alle – Wir packen an!

Herausfordernde Transformationen stehen bei Atreus auf dem Tagesplan. Angesichts der Klimakrise sind auch wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Ganz entsprechend unserer Unternehmenswerte Integrität und Wille zum Erfolg leisten wir als klimaneutrales Unternehmen unseren Betrag, indem wir unsere Treibhausgas-Emissionen erfassen, sie kontinuierlich reduzieren und unvermeidbaren Emissionen durch Klimaschutzprojekte ausgleichen.

Der Atreus Beitrag zum Klimaschutz

Ganz nach unserem Motto „Einfach machen!“ folgt ganzheitlicher Kilmaschutz bei uns einer klaren Vorgehensweise: Unnötiges vermeiden, Bestehendes reduzieren und Unvermeidbares ausgleichen. Wir bei Atreus engagieren uns entsprechend schon seit mehreren Jahren um die Umsetzung konsequenter Maßnahmen wie beispielsweise Wasser-, Strom- und Papiersparen, Müllrecycling sowie den internen Umstieg auf Elektromobilität.

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Der Atreus Beitrag zum Klimaschutz

Ganz nach unserem Motto „Einfach machen!“ folgt ganzheitlicher Kilmaschutz bei uns einer klaren Vorgehensweise: Unnötiges vermeiden, Bestehendes reduzieren und Unvermeidbares ausgleichen. Wir bei Atreus engagieren uns entsprechend schon seit mehreren Jahren um die Umsetzung konsequenter Maßnahmen wie beispielsweise Wasser-, Strom- und Papiersparen, Müllrecycling sowie den internen Umstieg auf Elektromobilität.

Atreus als ClimatePartner

Neben der Vermeidung und Reduktion von Treibhausgasen ist aber auch der Ausgleich ein wichtiger Schritt zur allseitigen Klimaneutralität. Klimaneutralität bedeutet, dass der CCF, der Corporate Carbon Footprint unseres Unternehmens, auf Grundlage international anerkannter Standards berechnet und durch die Unterstützung von internationalen Klimaschutzprojekten vollständig ausgeglichen wird.

Gemeinsam mit ClimatePartner gleichen wir unseren berechneten CCF konsequent aus, indem wir das Klimaschutzprojekt Plastic Bank Foundation unterstützen. Die Plastic Bank Foundation ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des weltweit wachsenden Sozial Plastic Recyclingsystems.

In Zusammenarbeit mit Gemeinschaften informeller Müllsammler im Globalen Süden, die der Belohnungs- und Gewinnplattform der Plastic Bank angeschlossen sind, wird zur Verbesserung des Einkommens und der Vermeidung von Ozeanplastik beigetragen. Zudem setzt sich Plastic Bank für die vermehrte Nutzung von Rezyklaten ein, sowie für das Schaffen von Rahmenbedingungen, die Alternativen zur Nutzung von neuem Plastik aus Erdöl ermöglichen. 

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Emissionen berechnen 

Gemeinsam mit ClimatePartner wurde der CCF – Corporate Carbon Footprint, also der CO2-Fußabdruck berechnet. Dabei wurden Emissionsquellen wie Energie und Heizung, aber auch Geschäftsreisen, Büromaterial und alle Emissionen berücksichtigt, die Atreus als Unternehmen verursacht.

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Emissionen vermeiden und reduzieren 

Der Atreus CCF zeigt deutlich, wo weiter CO2 reduziert werden kann. Er wird regelmäßig aktualisiert, um so den Überblick über Erfolge der Reduktion zu behalten und weitere Stellschrauben zu erkennen. 

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Emissionen ausgleichen 

Es bleiben jedoch immer Emissionen übrig, die aktuell nicht vermieden werden können. Diese werden mit der Unterstützung des Klimaschutzprojekts Plastic Bank aus dem ClimatePartner-Portfolio konsequent ausgeglichen.

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Transparenz schaffen 

Über das Label „klimaneutrales Unternehmen“ und die ID-Nummer können Sie die Klimaneutralität von Atreus im ClimatePartner-ID-Tracking nachvollziehen: Mehr erfahren

Über ClimatePartner

ClimatePartner ist Lösungsanbieter im Klimaschutz für Unternehmen. ClimatePartner kombiniert individuelle Beratung mit einer cloudbasierten Software, die so auf dem Markt einzigartig ist. Kunden können damit CO2-Emissionen berechnen, reduzieren und unvermeidbare Emissionen ausgleichen. Auf diese Weise werden Produkte und Unternehmen klimaneutral, was das ClimatePartner-Label bestätigt.
ClimatePartner bietet Klimaschutzprojekte in verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen Technologien und Standards. Besonders wichtig sind dabei die zusätzlichen sozialen Effekte der Projekte: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die SDGs, sind hier der Maßstab.
ClimatePartner wurde 2006 in München gegründet, hat heute mehr als 100 Mitarbeiter in München, Berlin, Essen, Köln, Wien, Zürich, London, Den Haag und Jerewan und arbeitet mit über 2.500 Unternehmen in 35 Ländern zusammen.  

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Direct-to-Consumer: Non Food wächst, wenn online alles läuft

Dr. Andreas Kricsfalussy, Direktor der ISG Konsumgüter und Handel, April 2021

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Direct-to-Consumer ist der Megatrend im Non-Food-Bereich

Wie hat sich das Business der Non-Food-Händler in der Pandemie verändert? Welche Rolle spielt “online” und wie muss sich das in den Organisationen von Konsumgüterherstellern niederschlagen? Ein paar Beobachtungen von Atreus Direktor Andreas Kriscsfalussy.

ATREUS – PARTNER FÜR KONSUMGÜTERHERSTELLER

Dr. Andreas Kricsfalussy
Direktor der ISG Konsumgüter und Handel
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„Die Pandemie bestätigt die großen Trends:– Klartext und Haltung im Umgang miteinander,– ein grünes und nachhaltiges Leistungsversprechen,– evidenzbasierte Argumentation.Gewinner ist Online und es dreht sich alles um Direct-to-consumer.“

Dr. Andreas Kricsfalussy
Direktor der ISG Konsumgüter und Handel
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COVID-19 HINTERLÄSST SPUREN (1)

In 2020 Ausgaben für …

  • Textilien -20%
  • Urlaubs-/Privatreisen -60%
  • PKW-Neuzulassungen -19%
  • Ausgaben für DIY & Garten +17%

Quelle: GfK

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NON FOOD MARKT WÄCHST UM 2,8% AUF € 188 MRD

  • Non Food digital +37%
  • „alles, was sich nicht anfassen lässt“ – Musik, Buch, Games etc.   
  • Non Food online +25%
  • Non Food stationär  – 7%

Quelle: GfK

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DIE GEWINNER-KATEGORIEN BASIEREN AUF COOCONING

Alle Non Food Warenkörbe wachsen Online zweistellig, außer Fashion

  • DIY & Garten +47%
  • Einrichten/Wohnen +32%
  • Elektro/Technik/IT +33%
  • Freizeit/Sport/Gesundheit +36%
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COVID-19 HINTERLÄSST SPUREN (2)

  • Wir kaufen anders ein
  • Wir kaufen anderes ein
  • Wir kaufen anderswo ein
  • Wir suchen anders aus
  • Wir entscheiden anders
  • Wir bezahlen anders
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„SYSTEMRELEVANT“ SIND NUR WENIGE HANDELSFORMATE

  • Online +25% ggü. 2019, vereinigt 1/3 der Ausgaben im Non Food auf sich (knapp € 60 Mrd.)
  • Baumärkte/Gartencenter +12% (in Summe € 18 Mrd.)
  • Non Food im LEH +5% (€ 18 Mrd.)

Quelle: GfK

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D2C ALS MANTRA – WEITER-ENTWICKLUNG B2C STEHT AN

  • Zielgruppen sind Personas
  • Aus Soziodemographien werden Kundenkonten
  • Kleine Peer Groups definieren Standards und Status
  • Bequemlichkeit siegt, Ungeduld wird zum Wert an sich erhoben
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Personalmanagement nicht entmenschlichen

Unternehmen müssen erkennen, dass da, wo früher noch Hierarchien dominiert haben, heute Netzwerke existieren.

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Personalmanagement nicht entmenschlichen

Der digitale Wandel verändert die Arbeitsweisen von Personalverantwortlichen und zwingt Unternehmen vermehrt dazu, ihre Strategien zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter zu modifizieren. HR-Abteilungen sind wichtiger denn je, kommentiert Harald Smolak.

In einer sich immer schneller entwickelnden, zunehmend vernetzten Gesellschaft kämpfen viele Unternehmen um die besten Köpfe. Mehr und mehr verändert sich dabei die Arbeit der Personalverantwortlichen. Eine Reihe neuer digitaler Werkzeuge nehmen den Platz von analogen Rekrutierungsmethoden ein. Automation und Künstliche Intelligenz sollen helfen, künftige Personalentscheidungen zielgerichteter zu treffen und administrative Aufgaben auf ein Minimum zu reduzieren.

Bewerbungsprozesse sind in den letzten Jahren deutlich mechanischer geworden. Eine Entwicklung, die zunehmen wird. Ganzheitliche HR-Softwarelösungen oder Recruiting-Bots haben Einzug in die Personalabteilungen gehalten. Algorithmen unterstützen menschliche Beurteilungen. Aber ist es realistisch, dass Bewerbungsgespräche in Zukunft von einer künstlichen Intelligenz geführt werden?

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„Menschen machen den Unterschied, auch in einer digitalisierten Welt. Das Ziel der Unternehmen muss es sein, sich innerhalb der Industrie 4.0 neu zu erfinden, ohne sich zu entmenschlichen“

Der Faktor Mensch macht den Unterschied

Eher nicht. Menschen machen den Unterschied, auch in einer digitalisierten Welt. Das Ziel der Unternehmen muss es sein, sich innerhalb der Industrie 4.0 neu zu erfinden, ohne sich zu entmenschlichen. Das gilt selbstverständlich auch für den Auswahlprozess. Respekt und Wertschätzung etwa sind Attribute, die keine Maschine entgegenbringen kann. Eine gesunde und vertrauensvolle Beziehung zwischen allen beteiligten Akteuren ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Talentgewinnung und -bindung. Personaldiagnostik kann zwar helfen, nicht aber die finale Entscheidung ersetzen.

Wurden bislang oftmals die bisherigen Stationen eines potenziellen Kandidaten mit dem Idealprofil einer aktuellen Stellenbeschreibung verglichen, müssen HR-Verantwortliche in Zukunft vermehrt die Persönlichkeiten identifizieren, welche die Voraussetzungen für die veränderte Arbeitsumgebung erfüllen. Schablonenartige Jobprofile sind passé. Im Idealfall sind dies Kandidaten mit professioneller, digitaler Qualifikation und sozialer Sensibilität. Werte, wie das Recht auf Selbstbestimmung, Gleichheit und Gleichberechtigung werden zunehmend wichtiger, genauso wie Empathie, die Fähigkeit zum Netzwerken und Teamwork.

Agile Arbeitsweisen und ein ausgeprägtes Innovationsklima

New Work heißt das Stichwort. Die Digitalisierung hat das Arbeiten zeitlich, räumlich und organisatorisch deutlich verändert, aber auch im positiven Sinne weiterentwickelt. Moderne Unternehmen haben dies erkannt, agile Arbeitsweisen eingeführt und ein ausgeprägtes Innovationsklima geschaffen. Und sie dienen weniger agil aufgestellten Unternehmen als Vorbild.

In einer Arbeitswelt, die sich durch Volatilität und Kurzlebigkeit kennzeichnet, erwarten sowohl Bewerber als auch Angestellte mehr Flexibilität. Sie verlangen nach orts- und zeitunabhängigem Arbeiten. Die Möglichkeiten sind da und die infrastrukturellen Voraussetzungen sind durch die Digitalisierung geschaffen. Unternehmen müssen erkennen, dass da, wo früher noch Hierarchien dominiert haben, heute Netzwerke existieren. 

Den Wandel erfolgreich gestalten

Veränderungen gehören zum Arbeitsleben dazu. Sie fordern heraus und krempeln bestehende Strukturen um. HR-Abteilungen nehmen dabei eine strategisch wichtige Position ein, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Sie sind an unterschiedlichen Fronten gefordert, müssen die Mitarbeiter hinter sich bringen und vom neuen Weg überzeugen. Auch das Rütteln an veralteten Machtstrukturen gehört dazu. Hat der Personalverantwortliche die Rückendeckung der Geschäftsführung, kann der Wandel erfolgreich gestaltet werden. Aller Investitionen in die Digitalisierung zum Trotz, müssen der Mensch und die Unternehmenskultur im Fokus stehen. Werden eigenverantwortliches Arbeiten in selbstorganisierten Teams mit kurzen Entscheidungswegen und einer offenen Fehlerkultur gelebt, sollten die Erfolge nicht lange auf sich warten lassen. 

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Quo vadis Mitarbeiterbeurteilung?

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In einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt verändern sich klassische Prozessstrukturen und Bewertungsmaßstäbe zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Harald Smolak, Leiter Human Resources bei Atreus, erörtert in einem Gastbeitrag für die Fachzeitschrift Arbeit und Arbeitsrecht die Trends im Personalmanagement 2018.

Quo vadis Mitarbeiterbeurteilung?

Der Arbeitsmarkt hat sich zu einem Bewerbermarkt gewandelt. Unternehmen müssen vermehrt auf die Kandidaten zugehen. Und jene, die sich gut ausgebildete Fachkräfte nennen und Führungskräftepotenzial haben, können sich aussuchen, bei welchem Arbeitgeber sie unterschreiben. Das führt zu einem Umdenken in Sachen Beurteilung von Mitarbeitern und (auch internen) Bewerbern auf Seiten der HR-Abteilung.

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1. Fachkräftemangel

In Zeiten großer Umbrüche wird jede Industrie durch immer schnellere Innovationszyklen gezwungen, ihre bisherigen Erfolgsmodelle infrage zu stellen. Anbieter moderner Tools und Arbeitsmethoden sind längst auf den Zug möglichst schneller Patentlösungen aufgesprungen. New Work hat inzwischen Industrie 4.0 und Digitalisierung als Trend abgelöst. Der Mangel an Führungstalenten ist zu einer der größten Herausforderungen für Unternehmen geworden. Dabei ist die Notwendigkeit, Nachwuchsführungskräfte zu identifizieren, sie gezielt in eine Führungsverantwortung zu entwickeln und vor allem im Unternehmen zu halten, die Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg in einer immer schneller funktionierenden Welt. Doch welche Merkmale sollte der ideale Mitarbeiter haben? Wie können diese gemessen oder beurteilt werden? Wie begeistert man potenzielle neue Kräfte für ein Unternehmen? Und was braucht es, um Leistungsträgern eine Organisation zu binden? Ein Patentrezept gibt es dafür nicht.

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2. Welche Mitarbeiter werden gebraucht?

Idealvorstellungen werden häufig mit Kompetenzen definiert. Hier gibt es zwei Perspektiven: die Sicht des Unternehmens, die Erwartungshaltung von Führungskräften, Peers oder Teams auf der einen Seite sowie die Perspektive der Mitarbeiter auf der anderen Seite. Eine Befragung beider Interessengruppen nennt

  • Kommunikationsstärke,
  • Teamentwicklung,
  • Mitarbeiterorientierung,
  • Organisationstalent und Lernfähigkeit

in gleicher Reihenfolge als wichtigste Kernkompetenzen. Hingegen ist Führungsstärke für beide befragten Gruppen eher nachrangig. Ob jemand zur Unternehmenskultur passt – was ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Verbleib eines neuen Mitarbeiters ist – zeigt sich häufig erst in der Onboarding-Phase. Dies ist ein Grund dafür, dass agile Unternehmen und auch viele Kandidaten zuerst eine interimistische Lösung bevorzugen, um gegenseitig zu prüfen, ob ein dauerhaftes Engagement sinnvoll ist und infrage kommt. In Zeiten limitierter Fachkräfte für wachsende Unternehmen ist diese Art der Mitarbeitergewinnung ein neuer Ansatz. Passt man zusammen, führt ein interimistisches Engagement zu einer Festanstellung. Umgekehrt endet nach einer festgelegten Einsatzdauer die Zusammenarbeit – ohne Trennungsgespräche und negative Energie.

3. Bewertung in einer digitalisierten Arbeitswelt

Bewertungen von Mitarbeitern in hierarchieorientiertenUnternehmenskulturen erfolgten bislang primär durch die Einschätzung der jeweiligen Führungskräfte. Agile Managementmethoden wie Scrum, Design Thinking, Holocracy und virtuelle Teams, verlangen heute jedoch deutlich mehr Selbstverantwortung und eigenverantwortliches Arbeiten der Beschäftigten. Diese Umgebung verändert klassische Prozessstrukturen und erfordert neue Bewertungsmaßstäbe. Was zählt, ist nicht mehr nur die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, sondern vielmehr die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Teammitgliedern auf Augenhöhe – unabhängig von Hierarchie und Länge der Betriebszugehörigkeit. Das klassische jährliche Mitarbeitergespräch mit der Führungskraft hat also ausgedient. Dass dieses Modell funktioniert, zeigt sich immer wieder. Moderne Unternehmen haben die traditionelle Mitarbeiterbeurteilung abgeschafft. Ersetzt wird sie durch schnelle Feedbackschleifen zwischen Führungskräften, Peers und Angestellten. Die Führungskraft trifft sich dabei wöchentlich mit ihren Mitarbeitern zu einem persönlichen Dialog. Dabei geht es nicht primär um das Erreichen von Zielsetzungen, sondern um Erfahrungen in der Zusammenarbeit für den gemeinsamen Erfolg und um Themen, die für die Beziehung beider Seiten wichtig sind. Es entsteht ein intensiverer Kontakt zwischen den Parteien und vor allem das elementare Gefühl, gesehen und wahrgenommen zu werden. 

Eine App für alle Devices der Mitarbeiterkommunikation erlaubt den Einblick in individuelle Ziele. Jedes Teammitglied kennt dabei die Ziele des anderen. Schnelle Feedbackschleifen können durch direktes Feedback über die App rückgemeldet werden. Das wiederum fördert die direkte Wahrnehmung und Wirkung innerhalb der Belegschaft und reduziert die einseitige Bewertung über Personen im Kreise anderer Kollegen. All dies ist ein aktiver und zudem zielführender Versuch, moderne Führungsaspekte zu leben und sie nicht nur als idealisierte Regeln auf Postern in Besprechungsräumen darzustellen. 

4. Wozu Mitarbeiterbeurteilungen?

Einige Führungskräfte versuchen immer noch, ihren Mitarbeitern zu erklären, weshalb ihre Gehaltsperspektive für das Folgejahr verabschiedet worden ist und berufen sich dabei auf die bereits erbrachten Leistungen der Vergangenheit. Entsprechen die festgelegten Gehaltsaussichten und finanziellen Entwicklungsperspektiven nicht der Erwartungshaltung, liegt der Schwerpunkt einer Diskussion i. d. R. auf den Defiziten der Mitarbeiterperformance. Damit versuchen Führungskräfte, die Entscheidung zu rechtfertigen. Die positiven Aspekte der Zusammenarbeit treten dabei allerdings völlig in den Hintergrund.

Gerade deshalb haben einige Firmen das Mitarbeitergespräch längst von den Gehaltsrunden entkoppelt. Denn das wichtigste Ziel eines solchen Gesprächs sollte ein beidseitiges Lernen für eine bessere Zusammenarbeit sein. Angestrebt werden sollte ein Dialog auf Augenhöhe in einer respektvollen Atmosphäre – mit klaren zukunftsbezogenen Aussagen. Ideal läuft das Gespräch ab, wenn es durch ein ganzheitliches 360°-Feedback mit Einschätzungen von Kollegen, Teammitgliedern, Nachbarabteilungen und externen Partnern ergänzt wird. Es empfiehlt sich, diese Gesamtauswertung und Rückmeldung durch externe Feedbackgeber in einem geschützten Rahmen durchzuführen. Für den Mitarbeiter ist es enorm wertvoll, zu erfahren, wie er von anderen wahrgenommen wird. 

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„Als wesentlicher Bestandteil einer modernen Unternehmenskultur hilft 360°-Feedback, Veränderungen in der digitalisierten Welt frühzeitig zu erkennen.“

5. Old vs. New Economy

Moderne Unternehmen nutzen die Herausforderungen der Digitalisierung durch agile Arbeitsweisen und schaffen ein ausgeprägtes Innovationsklima. Ein hoher Digitalisierungsgrad von traditionellen Bewertungsmethoden (etwa direktes Feedback und Mitarbeiterbefragungen) wird deutlich gezielter für die zukünftige Unternehmensausrichtung genutzt. Während der Fokus bei traditionellen Organisationen auf kurzfristige, operative Ziele gerichtet ist, geht es den moderneren Unternehmen viel mehr um strategische Unternehmensziele. Doch wie können ein Mehr an digitaler Kompetenz und die dafür notwendige Kultur für die Mitarbeiter eines Betriebs in die tägliche Arbeit eingebracht werden? Und was muss in der Zusammenarbeit verändert werden, damit das Unternehmen fit für den digitalen Wandel ist und noch zukunftsgewandter ausgerichtet wird? Die Antwort ist klar: Die Führung braucht dazu unbedingt die Unterstützung einer unternehmerisch denkenden Personalorganisation. Diese muss sich von ihrer klassisch-administrativen Verantwortung hin zu einem Digitalisierungsund Kulturpartner der Unternehmensführung wandeln. Sonst sind alle Ideen und Veränderungsgedanken nicht umsetzbar.

In Zeiten knapper Ressourcen von Talenten können sich Bewerber ihre Arbeitgeber aussuchen. Eine Machtverschiebung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verändert das Verhalten im Bewerbungsprozess. Ein Unternehmen muss nun Professionalität in der Gewinnung neuer Talente zeigen. In diesem Kontext sind gleich mehrere wichtige Fragen zu stellen und seriös zu beantworten: Wie gestaltet sich der Bewerberprozess von der Bewerbung bis zur Rückmeldung zur Beurteilung des Bewerbungsgesprächs? Was sagen Bewertungsplattformen wie „kununu“ über den zukünftigen Arbeitgeber? Passen diese Eindrücke zur gegenseitigen Erwartungshaltung einer guten Zusammenarbeit?

Der „Cultural Fit“ zwischen Bewerber und Unternehmen ist demnach eine der größten Hürden in der Personalgewinnung. Hinzu kommt, dass etablierte Beschäftigte, die einem Betrieb seit vielen Jahren angehören, von ihren Führungskräften genauso professionell vorbereitete Mitarbeitergespräche erwarten wie Neulinge. Genau das muss der Maßstab einer besseren Zusammenarbeit der Zukunft sein. In Bewertungsplattformen im Internet prägt eine moderne Führungskultur obendrein die Außenwirkung einer Firma. Die Unternehmenskultur muss durch die Führungskräfte also vorgelebt werden – und sollte so transparent wie möglich sein. 

6. Fazit

Das Ziel von Bewertungen ist stets der Vergleich eines Ist-Zustands mit einem definierten Soll-Wert. Für eine Mitarbeiterbeurteilung definieren Führungskräfte gern Ziele nach dem Begriff „SMART“ – das heißt:

  • spezifisch,
  • messbar,
  • anspruchsvoll,
  • realistisch und
  • in einem definierten Zeitraum (terminiert).

Neben den rationalen Messgrößen geht es gleichberechtigt um die Art und Weise der Zielerreichung. Teamziele durch agile Arbeitsmethoden verdrängen zunehmend den Individualerfolg von Einzelkämpfern. Das erfordert eine veränderte Haltung von Mitarbeitern und Führungskräften.

In Zeiten von Vollbeschäftigung und einem hart umkämpften Bewerbermarkt entscheidet die Bewertung von Unternehmen durch ihre Mitarbeiter immer maßgeblicher über die Arbeitgeberattraktivität. Bewertungsgespräche transformieren sich zu Feedbackschleifen, unabhängig von definierten Beurteilungsrunden. Führungskräfte sind nur noch Teil des Prozesses neben Teammitgliedern, Peers und weiteren Stakeholdern. Innovative Unternehmen vereinfachen diese Maßnahmen durch Apps in der Cloud mit Zugriff auf alle Geräte der Beschäftigten. Als wesentlicher Bestandteil einer modernen Unternehmenskultur hilft 360°-Feedback, Veränderungen in der digitalisierten Welt frühzeitig zu erkennen. Plattformen spiegeln die gelebte Unternehmenskultur für interessierte neue Arbeitnehmer und deren Fit aus Bewerbersicht wider. Damit wird die Bewertung von Arbeitskräften gleichzeitig zu einer Bewertung auf Augenhöhe mit Respekt und Wertschätzung gegenüber den maßgeblichen Schnittstellen der Zusammenarbeit in einer gelebten Unternehmenskultur.