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Re-Play und Re-Cap

Roundtable Service: Data Sharing – Das Spiel hat sich gedreht

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Vertrauen und Fairness: Europas Datenstrategie

12. Juli 2024, 12:00 – 13:30 Uhr

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Veranstaltung

Digital via Livestream

12. Juli 2024, 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr

  • Begrüßung und Vorstellung der Speaker
  • Keynote Christian Methe, Atreus Manager / Geschäftsführer FOKUS GmbH
  • Keynote Ingo Sawilla, Coordinator Datagovernance + Datasecurity, TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG
  • Keynote Dr. Hubertus von Roenne, Managing Partner Data Sharing Solutions
  • Diskussion der Teilnehmerrunde, Fragen aus dem Publikum
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Thema

Ziel der europäischen Datenstrategie ist die Wertschöpfung durch Daten. Diese Wertschöpfung lässt sich nur erzielen, wenn Daten sinnvoll geteilt werden und daraus Dienstleistungsangebote entstehen. Vertrauen und Fairness sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren. Neben der Plattformökonomie können Datenräume eine wichtige Rolle beim souveränen Datenteilen einnehmen und KI-Lösungen für die breite Gesellschaft ermöglichen, die heute nur einigen vorbehalten ist. Genau darauf zielt der EU Data Act ab, der im September 2025 in Kraft tritt. 

Atreus Direktorin Jessica Breuer und Atreus Partner Dr. Christian Frank diskutierten beim Digital Roundtable mit führenden Experten rechtliche, strategische und operative Fragestellungen und Herausforderungen für Service-Geschäftsmodelle in diesem Kontext.

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Service

Unternehmen durch schwere Zeiten zu führen, erfordert sturmerprobte Profis mit Power und Fingerspitzengefühl.

Wir unterstützen Sie bei Herausforderungen im Bereich Service:

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Service: Data Sharing – Das Spiel hat sich gedreht

Das sind die sieben Key-Take-Aways der Veranstaltung:

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1. Europas Unternehmen müssen ihre Datennutzungsstrategien radikal überdenken.

Dr. Hubertus von Roenne, Managing Partner bei Data Sharing Solutions, betont, dass europäische Unternehmen den Anschluss verloren haben, insbesondere im Vergleich zu den führenden Unternehmen aus den USA oder Asien, die ihre Geschäftsmodelle auf Daten aufbauen – und für den weiteren Ausbau der Dateninfrastruktur enorm viel Geld in die Hand nehmen: Allein Microsoft investiert jedes Jahr 50 Mrd. Euro. „In Europa müssen wir uns verdammt nochmal überlegen, wie wir darauf antworten“, so von Roenne. Investitionen in Dateninfrastrukturen und -technologien seien für die europäische Wirtschaft unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die zweite Runde des Datenspiels zu gewinnen, die sich auf Industriedaten konzentriert.  

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2. Der EU Data Act führt schon jetzt zu einem Paradigmenwechsel bei der Datennutzung.

Von Roenne erklärt, dass der Data Act, der ab dem 12. September 2025 gilt, die primären Nutzungsrechte von Industriedaten neu zuordnet. Er sieht den Act als wichtigen Meilenstein: „Daten, die durch die Nutzung von vernetzten Objekten entstehen, stehen fortan den Nutzern zu und nicht (automatisch) den Herstellern“, erläutert er. Dieser grundlegende Paradigmenwechsel wird sicherstellen, dass Unternehmen, die Daten generieren, diese auch nutzen und monetarisieren können, was nicht nur höhere Effizienz, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Viele Marktteilnehmer bereiten sich jetzt schon intensiv darauf vor. Atreus Manager Christian Methe bestätigt das: „Der Data Act ist ein Game Changer, der Unternehmen die Möglichkeit gibt, ihre Daten selbst zu kontrollieren und davon zu profitieren.“ 

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Christian Methe
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„Der Data Act ist ein Game Changer, der Unternehmen die Möglichkeit gibt, ihre Daten selbst zu kontrollieren und davon zu profitieren.“

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3. Der EU Data Act ist ein Chancengesetz – kein Compliance-Gesetz,

betont der gelernte Jurist von Roenne und verweist auf die Zielsetzung des europäischen Gesetzgebers: „Beim Data Act denken gerade viele an die DSGVO. Aber der Data Act ist ein Ermöglichungsgesetz, ein Chancengesetz – und kein Compliance-Gesetz!“ Er plädiert für einen optimistischen Blick auf den Act: „Durch die Datenräume werden in Zukunft viel mehr Daten verfügbar sein.“ Die Führungskräfte seien jetzt gefragt, den Data Act als strategisches Thema auf ihre Agenda zu setzen, ihr Ökosystem zu analysieren, Verträge anzupassen, das Verhältnis zu Kunden und Lieferanten neu zu definieren. Und nicht zuletzt seien Partnerschaften in Zukunft unerlässlich. „Es wird immer mehr end-to-end gedacht“, sagt auch Atreus Partner Dr. Christian Frank. 

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4. Kollaboration in Netzwerken ist der Schlüssel, um die Potenziale des EU Data Acts zu heben. 

Ingo Sawilla, Data-Experte bei TRUMPF Werkzeugmaschinen, hebt die Bedeutung von Initiativen wie Catena-X und Manufacturing-X hervor, die den sicheren und effizienten Datenaustausch ermöglichen sollen. „Das Gesetz des Dschungels ist Kollaboration,“ zitiert er. In den Initiativen schließen sich Unternehmen zusammen, um die gemeinsame Nutzung von Daten fördern und auf dieser Basis innovative Lösungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Durch gemeinsame Anstrengungen in Datenräumen können auch kleinere Unternehmen von den gesammelten Daten und den daraus entstehenden Lösungen profitieren“, sagt Sawilla. Noch sei die Community überschaubar: „Jetzt ist eine gute Chance, um sich zu vernetzen und in Kontakt zu kommen, um gemeinsam offene Fragestellungen zu klären.“ Auch Verbände wie der VDMA oder der ZVEI sind sehr aktiv, sagt Christian Methe. Er hofft außerdem auf das Entstehen einer internationalen Open-Source-Community – und sieht dafür schon jetzt gute Ansätze. 

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5. Datengetriebene Geschäftsmodelle erfordern neue Kompetenzen – wie wir in Europa entwickeln können. 

Sawilla weist darauf hin, dass die Komplexität der Technologien und der Mangel an Fachkräften eine große Herausforderung darstellen. „Wir müssen neue Ausbildungsprogramme und Berufsbilder schaffen und die Menschen dafür ausbilden“, sagt er. Die Entwicklung von Kompetenzen im Bereich der Datennutzung und -analyse ist entscheidend, um die Potenziale der digitalen Transformation vollständig auszuschöpfen. Dafür braucht es Frontrunners, Begeisterung und Leidenschaft, fordert Dr. Christian Frank. Hubertus von Roenne gibt sich in diesem Punkt optimistisch: Denn er sieht viele von Digital Natives gegründete Start-ups, die in hoher Geschwindigkeit und Agilität arbeiten, „junge dynamische Unternehmen, die Innovation außen reinbringen.“ Und Atreus Direktorin Jessica Breuer sagt: „Was mich am deutschen Mittelstand immer wieder begeistert, ist der Wille, sich neu zu orientieren.“ 

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6. Internationale Zusammenarbeit wird der Schlüssel sein – und damit auch Kommunikationsstärke.

Der EU Data Act wird für alle Produkte gelten, die in Europa vertrieben werden – und somit für alle Player, die in Europa mitspielen wollen. In der internationalen Kollaboration sei es zudem besonders wichtig, nicht als Oberlehrer aufzutreten, betont Ingo Sawilla. „Es geht darum, zuzuhören, wahrzunehmen, dass jede Nation und jede Kultur ihre Eigenarten hat. Man sollte hier nichts oktroyieren, sondern eine vorsichtige Annäherung über Inhalte suchen. Das wird die Manager von morgen vor große Kommunikationsaufgaben stellen.“

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7. Mittelständler sollten jetzt schnell loslegen – und bei den Daten anfangen.

„Es geht nicht in erster Linie um Technologie“, rät Atreus Manager Methe dem deutschen Mittelstand, „sondern der Kundennutzen muss an erster Stelle stehen.“ Entscheider:innen müssten jetzt aktiv werden. Dazu bedarf es auch ein Umdenken, was Daten angeht, fordert Ingo Sawilla: „Viele verstehen Daten noch nicht als Wert oder Asset“, sagt er. Dabei sind sie genau das, wie Methe am Beispiel seines eigenen CUBE-E-Bikes illustriert: BOSCH als Hersteller von Komponenten seines Rads suche immer mehr die direkte Verbindung zu ihm als Endkunden, spiele Sales-Kampagnen aus oder biete Versicherungen an: „Hier wartet eine Chance für neue Geschäftsmodelle“, sagt Methe. Zunehmend werden sich Unternehmen außerdem darüber Gedanken machen, welche Daten sie erheben, ergänzt Sawilla: „Wir haben bei Trumpf mit der Zeit gelernt: Viele Daten sind für uns gar nicht nutzbar. Es geht deshalb nicht darum, wild Daten einzusammeln, sondern gut darüber nachzudenken, welches Problem ich eigentlich lösen möchte.“

Unsere Keynote Speaker beim Roundtable Service

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Christian Methe
Atreus Manager / Geschäftsführer FOKUS GmbH

Christian Methe ist seit über 30 Jahren im Business Development mit dem Aufbau neuer, innovativer Geschäftsmodelle tätig. Er begann als Geschäftsführer eines Systemhauses und konzentrierte sich auf die Neupositionierung von Unternehmen in transformativen Märkten. Herr Methe kooperierte mit Risikokapitalgebern und steuerte die strategische Neuausrichtung und operative Umsetzung von mehr als einem Dutzend Portfoliounternehmen. Die wichtigsten Stationen waren der Biotech-Ausrüster Innovatis AG Bielefeld, der Outsourcer Exigen San Francisco, der Elektronikfertiger AEMtec GmbH Berlin, die Exceet Secure Solutions AG Düsseldorf sowie die ISTOS GmbH, ein Start-up des Weltmarktführers DMG MORI. Christian Methe war als Geschäftsführer, im Vorstand oder im Aufsichtsrat für die Unternehmensentwicklung im Rahmen von Geschäftsaufbauten oder Restrukturierungen verantwortlich.

Christian Methe nutzte hierbei die Potenziale der Digitalisierung in Produkten und Prozessen und beschäftigt sich u.a. mit den Themen Plattformökonomie und zukünftigen ECO-Systemen wie CATENA-X. Er ist Mitglied des Steering Committee Manufacturing-X des deutschen Bundesministeriums für Klima und Wirtschaft.

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Ingo Sawilla
Coordinator Datagovernance + Datasecurity, TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG

Ingo Sawilla startete im Jahr 2000 als Entwicklungsingenieur im Bereich Steuerungsentwicklung, den er ab 2005 leitete. Danach hatte er verschiedene Führungspositionen im Bereich Entwicklung und Service inne und baute das Monitoring und die Analytics auf. Derzeit ist er bei TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG in der Rolle als Coordinator Datagovernance und Datasecurity aktiv sowie als Information Security Coordinator und Data Protection Manager.

Er sammelte Geschäfts- und Managementerfahrung als Konsortialführer für XForge, Projektpartner bei Catena-X sowie als Mitinitiator und Treiber von Manufacturing-X und Factory-X. Er ist Mitautor der KI-Normungsroadmap und anderer Publikationen. Neben seiner Managementerfahrung verfügt er über CDO- und ITIL-zertifizierte digitale Expertise.

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Dr. Hubertus von Roenne
Managing Partner Data Sharing Solutions

Dr. Hubertus von Roenne begleitet Führungskräfte in Wirtschaft und Verwaltung bei der digitalen Transformation und Datennutzung. 

Durch seine langjährigen Führungstätigkeiten im Tech-Sektor (AOL, British Telecom) und als CDO mittelständischer Unternehmen sowie seine Ausbildung als Jurist, versteht er es, die juristischen, technologischen und organisatorischen Herausforderungen der Datennutzung ganzheitlich zu adressieren. 

Er hat bei BT globale Geschäftseinheiten geführt, das IoT-Portfolio aufgebaut und im Mittelstand umfangreiche Transformationsprogramme verantwortet. Aufgrund dieser Erfahrungen weiß er, wie das operative Geschäft optimiert oder neue Geschäftsmodelle aufgebaut werden können – unter kreativer Nutzung der rechtlichen Rahmenbedingungen und in Kenntnis der typischen organisationsinternen Widerstände bei Veränderungen.

Durch seine langjährigen Aufenthalte in London und Paris verfügt Dr. Hubertus von Roenne zudem über ein großes internationales Netzwerk und fundierte Kenntnisse des angelsächsischen und französischen Kulturraums.   

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Atreus News: Zugang zu geballtem Know-how

Alles neu. Alles anders. Die Industrie befindet sich mitten in einer Schockwelle des Wandels. Wer nicht informiert ist, wird ausgebremst. Das Atreus Experten-Netzwerk tauscht Know-how aus und gibt wertvolle Anregungen. Seien Sie dabei und immer einen Schritt voraus!

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Atreus Automotive und Mobility

Atreus unterstützt Kunden in der Mobility-Branche

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Atreus erweitert Dienstleistungsangebot

Stefan Randak, Leiter der Atreus Solution Group Automotive und Mobility, im Interview über das erweiterte Dienstleistungsangebot. Welche Industrien umfasst der verstärkte Fokus auf die Mobility-Branche? Die Atreus Experten und Atreus Manager sind für die neuen Anforderungen gerüstet und stehen für die speziellen Herausforderungen unserer Kundenunternehmen zur Verfügung.

Erfahren Sie mehr im Video:

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Das Interview im Wortlaut: (bearbeitet aus Gründen der Deutlichkeit)

Sandra Lönnig: Stefan, du führst die Atreus Solution Group Automotive schon seit vielen Jahren. Jetzt wird die Solution Group in Automotive und Mobility umbenannt. Was sind hier die Hintergründe?

Stefan Randak: Zunächst danke für die Frage. Sie ist absolut berechtigt. Mit Automotive verbindet man in erster Linie die Dienste für OEMs, also Hersteller und die Zulieferindustrie. Natürlich ist es der Kern unseres Angebotes. Unsere Dienstleistung zielt auf OEM und Zulieferer ab. Aber in den letzten Jahren hat sich natürlich auch was anderes entwickelt, nämlich Mobilitätsdienstleister. Daher ist es absolut gerechtfertigt, wenn man die Solution Group umbenennt in Automotive und Mobility.

Sandra Lönnig: Und welche Industrien sind dann im Fokus bei Mobility?

Stefan Randak: Wie gesagt, nicht nur die OEMs und die sogenannten Hersteller und die Zulieferindustrie, sondern eben alles, was Mobilität liefert und anbietet. Also wenn man von anbieten spricht, dann sind es ja Dienstleister, Mobilitätsdienstleister, die beispielsweise auch im Flottengeschäft tätig sind, aber auch andere, die Mobilität anbieten. Nur um einige Beispiele zu nennen: Mobilität kann etwa ein Roller, ein Robotaxi, ein Boot, ein Anhänger oder ein Aufbauhersteller sein. All das verstehen wir auch in der Mobilität und daher diese Art der Erweiterung.

Sandra Lönnig: Welche speziellen Service Offerings und Kompetenzen kann die Solution Group für die Industrien mitbringen oder einbringen?

Stefan Randak: Wir sind mittlerweile sehr breit aufgestellt und gleichzeitig tief. Was die Breite des Angebots angelangt sind als erster Punkt die Baugruppen und die Commodities zu nennen: Angefangen von Interieur, Exterieur, Chassis, Kabel, Kabelsysteme, Fluid, Sicherheit, Sicherheitssysteme, Antrieb, Beleuchtung, Glas, Räder und Bedienelemente. Also eigentlich das ganze Fahrzeug, egal ob Passenger Car oder Commercial Vehicle. Dann zweitens unser Angebot entlang der Wertschöpfungskette: Angefangen von Einkauf, Logistik, der gesamten Supply Chain, Entwicklung, Produktion, Sales und natürlich der gesamte administrative Apparat mit Controlling Finance, Treasury, IT und natürlich Leitungsthemen. Ein dritter Punkt, was Breite und die Tiefe anbelangt, sind transformatorische Themen. Also alles was mit Restrukturierung, mit Change Management und mit Optimierung zu tun hat, aber auch die neuen Themen, die in der Automobilbranche eine wichtige Rolle spielen, wie alternativer Antrieb, wie Zellfertigung, Batterieentwicklung, Montage bis hin zu Recycling, Ladeinfrastrukturen oder Software – ein ganz wesentliches Thema in der Automobilindustrie – Fahrsicherheitssysteme, aber auch solche Dinge wie Verlagerungen, Greenfield-, Brownfield-Projekte und nicht zu vergessen Nachhaltigkeit oder M&A Aktivitäten. Und das vierte Thema ist das, was wir eigentlich schon angesprochen haben, die Marktsegmente, also die OEMs, die Zulieferer und alle anderen Anbieter von Mobilität.

Sandra Lönnig: Ist denn der Pool von Interim Managern gerüstet dafür?

Stefan Randak: Ja, wir waren in den letzten Jahren sehr aktiv, uns entlang dieser Themen voranzuarbeiten. Unser automotiver Pool umfasst circa 5000 Manager, die weltweit eingesetzt werden. Aber das ist auch natürlich hier der Aufruf an alle, die interessiert sind, nicht nur an den klassischen Themen, sondern eben auch an den disruptiven Themen, wie gerade geschildert: Jeder kann sich bei uns gerne bewerben. Wir führen mit allem gerne Gespräche und haben ein großes Interesse, unseren Pool natürlich weiterhin aufzubauen.

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steht Ihnen gerne Rede und Antwort.

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Atreus News: Zugang zu geballtem Know-how

Alles neu. Alles anders. Die Industrie befindet sich mitten in einer Schockwelle des Wandels. Wer nicht informiert ist, wird ausgebremst. Das Atreus Experten-Netzwerk tauscht Know-how aus und gibt wertvolle Anregungen. Seien Sie dabei und immer einen Schritt voraus!

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Blogbeitrag

Change Management als Schlüssel für SAP-Migrationen

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Change Management ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg von ERP-Projekten. Es geht darum, die Mitarbeitenden auf die Veränderungen vorzubereiten und sie aktiv in den Prozess einzubeziehen.

Dabei sind einige wichtige Aspekte zu beachten:

1. Der Mensch spielt im Change Management eine entscheidende Rolle. Es ist von großer Bedeutung, dass nicht nur IT-Experten die neuen Anwendungen verstehen, sondern auch die gesamte Unternehmensleitung und die Mitarbeitenden

2. Die Einbindung der Mitarbeitenden ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der ERP-Einführung. Von Beginn an sollten sie in den Prozess einbezogen werden. Neben der Information über den Sinn und Zweck der ERP-Einführung ist es wichtig, sie aktiv an der Gestaltung der neuen Prozesse zu beteiligen.

3. Bedürfnisse ernst nehmen: Change Management sollte die Bedenken der Mitarbeitenden ernst nehmen und Lösungen finden, um diese aufzulösen. Ziel ist es, die Mitarbeitenden für den gemeinsamen Kurs zu begeistern.

4. Organizational Change Management: Dieser Ansatz betrachtet nicht nur die Mitarbeitenden selbst, sondern die gesamte Organisation. Idealerweise beginnt er bereits in der Planungsphase des Implementierungsprojekts mit einem Change Assessment.

IT und Change Management

Die IT-Abteilung kann eine wichtige Rolle im Change Management spielen, da sie die technische Umsetzung der ERP-Systeme verantwortet. Allerdings ist Change Management nicht allein ihre Aufgabe. Es erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen IT, Fachbereichen und der Unternehmensleitung. Ein spezialisierter Change Manager oder ein Team, das sich auf Change Management konzentriert, kann wertvolle Unterstützung bieten, um die Akzeptanz der Veränderungen sicherzustellen.

 Organizational Change Management (OCM)

Die Umsetzung von Organizational Change Management (OCM) ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die von IT-Abteilungen häufig als Herausforderung wahrgenommen wird. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

1. Technologie-Fokus: IT-Abteilungen sind oft technologieorientiert und konzentrieren sich auf die Implementierung von Systemen und Infrastruktur. OCM erfordert jedoch einen stärkeren Fokus auf Menschen, Kultur und Veränderungsprozesse.

2. Widerstand gegen Veränderungen: Mitarbeitende in IT-Abteilungen können möglicherweise selbst von Veränderungen betroffen sein und daher Widerstand gegen neue Prozesse oder Systeme zeigen.

3. Zeitdruck: Ein weiterer Aspekt, der bei der Umsetzung von OCM zu berücksichtigen ist, ist der Zeitdruck, der bei IT-Projekten häufig besteht. Die zusätzlichen Anforderungen, die OCM mit sich bringt, können zu einer Vernachlässigung oder unzureichenden Umsetzung von OCM führen.

4. Fehlende Kommunikationsfähigkeiten: IT-Experten müssen klar und kontinuierlich mit den Mitarbeitenden kommunizieren.

5. Mangelnde Erfahrung: OCM erfordert spezifisches Wissen und Erfahrung im Umgang mit Veränderungen.

6. Unternehmenskulturelle Unterschiede: Bei der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmensbereichen kann es zu kulturellen Unterschieden kommen. Die Anpassung an die jeweilige Unternehmenskultur kann eine Herausforderung darstellen.

Externes Interim Management für OCM

Der Einsatz externer Interim Manager im Rahmen des Organizational Change Managements (OCM) kann eine sinnvolle Option darstellen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Spezialisiertes Wissen: Externe Interim Manager verfügen in der Regel über umfangreiche Erfahrung im OCM. Sie sind mit bewährten Methoden, Werkzeugen und Best Practices vertraut.

2. Objektivität: Externe sind unvoreingenommen und können Veränderungen neutraler betrachten. Sie sind nicht in interne Politik oder Beziehungen involviert.

3. Zeitliche Verfügbarkeit: Interim Manager können sich vollständig auf das Projekt konzentrieren, ohne von anderen Aufgaben abgelenkt zu werden.

4. Flexibilität: Interim Manager können je nach Bedarf eingestellt werden. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, können sie ohne langfristige Verpflichtungen gehen.

5. Kostenkontrolle: Bei der Beauftragung externer Interim Manager ist eine Kostenkontrolle möglich.

6. Veränderungsmanagement: Die Expertise von Interim Managern im Veränderungsmanagement umfasst die Sicherstellung der Akzeptanz von Veränderungen sowie die Minimierung von Widerstand.

Ihr Ansprechpartner

 Bernhard Gruber

Steht gerne für Fragen und Antworten zur Verfügung.

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Effektives Interim Management für zeitkritische Herausforderungen

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Interim Management

In einer dynamischen Geschäftswelt stehen Unternehmen oft vor zeitkritischen Herausforderungen, sei es zum Beispiel durch unerwartete Personalengpässe oder strategische Umbrüche. In diesen Fällen unterstützen Interim Manager:innen effektiv und zielgerichtet bei der Umsetzung herausfordernder Projekte.

Unternehmensführung auf Zeit

Interim Management bietet maßgeschneiderte Lösungen für akute Herausforderungen im Unternehmen. Denn als hochqualifizierte Expert:innen sind Interim Manager:innen in herausfordernden Unternehmenssituationen sofort einsatzbereit. Diese Flexibilität ermöglicht es Unternehmen, rasch auf Herausforderungen zu reagieren, ohne sich in langwierigen Rekrutierungsprozessen zu verlieren – ein On-demand-Führungsansatz, der effektive, zeitnahe und innovative Ergebnisse gewährleistet. Nutzen Sie die Vorteile von Interim Management, um die Performance Ihres Unternehmens zu optimieren und zeitkritische Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen!

Erfahren Sie aus der Praxis von Unternehmen, die Interim Management bereits erfolgreich eingesetzt haben, und erfahren Sie mehr über die konkrete Umsetzung sowie den positiven Einfluss auf die Unternehmensentwicklung.

Diese Atreus Case Studies aus unterschiedlichen Branchen könnten Sie interessieren:

Effektives Interim Management

Effektives Interim Management zeichnet sich durch die außerordentliche Fähigkeit von Interim Manager:innen aus, sich in kürzester Zeit in neue Unternehmensumgebungen zu integrieren.

Diese schnelle Einarbeitung ermöglicht es, akute Herausforderungen wirkungsvoll zu bewältigen. Interim Manager:innen verfügen über ein breites Spektrum an Erfahrungen und können daher unmittelbar relevante Maßnahmen ergreifen. Ihre schnelle Orientierung und Anpassungsfähigkeit ermöglichen es, Herausforderungen ohne Anlaufzeit zu meistern.

Diese sofortige Handlungsfähigkeit minimiert Ausfallzeiten und trägt zur zügigen Umsetzung von Lösungen bei. Unternehmen profitieren von dieser agilen Herangehensweise. So können sie in einem dynamischen Geschäftsumfeld effektiv agieren und dringende Situationen erfolgreich meistern.

Strategie im Interim Management

Effektives Interim Management zeichnet sich nicht nur durch operative Maßnahmen aus, sondern auch durch eine strategische Herangehensweise. Interim Manager:innen sind zwar exzellent dafür geeignet, kurzfristige Krisen zu bewältigen, bringen aber auch strategisches Denken mit. Sie entwickeln langfristige Lösungen, die über die unmittelbare Herausforderung hinausgehen. Durch diese ganzheitliche Perspektive tragen Interim Manager:innen maßgeblich dazu bei, Unternehmen gerade in dynamischen Zeiten erfolgreich für die Zukunft zu positionieren und nachhaltige Erfolge zu erzielen.

Klaus Buchborn-Klos
Geschäftsführer bei der MWM GmbH
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„Die Atreus Manager waren Macher, die anpackten und sich im Unternehmen die Unterstützung holten, die sie brauchten, um das Projekt zum Erfolg zu bringen.“

Klaus Buchborn-Klos
Geschäftsführer bei der MWM GmbH

Optimierung von Geschäftsprozessen

In dringenden Geschäftssituationen steht die Effizienz im Mittelpunkt erfolgreichen Interim Managements. Spezialisierte Manager:innen führen eine gründliche Analyse der bestehenden Geschäftsprozesse durch, um Engpässe zu identifizieren. Durch gezielte Optimierungen gestalten sie Abläufe effektiver, was unmittelbar die Leistungsfähigkeit des Unternehmens steigert sowie die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit des Unternehmens stärkt, selbst in herausfordernden Phasen.

 Konfliktlösung und Change Management

Erfahrene Interim Manager:innen spielen eine entscheidende Rolle bei der Lösung von Konflikten und der Umsetzung von Veränderungsprozessen. Mit ihrer Expertise schaffen sie eine positive Unternehmenskultur und fördern die effektive Zusammenarbeit in Teams. Sie tragen damit ab Tag 1 voll und ganz zu den gemeinsamen Unternehmenszielen bei. Besonders in dynamischen Geschäftsumfeldern sind Interim Manager:innen daher unverzichtbare Partner – dank ihrer Fähigkeit, Teams zu mobilisieren und nachhaltige positive Veränderungen herbeizuführen.

Erfolgreiche Anwendungsbeispiele und bewährte Vorgehensweisen

Erfahren Sie aus der Praxis von Unternehmen, die Interim Management bereits erfolgreich eingesetzt haben, und erfahren Sie mehr über die konkrete Umsetzung sowie den positiven Einfluss auf die Unternehmensentwicklung.

Effektives Interim Management bietet maßgeschneiderte Lösungen für zeitkritische Herausforderungen. Die rasche Verfügbarkeit, gepaart mit strategischem Weitblick und umfassender Erfahrung, macht Interim Manager:innen zu wertvollen Partnern in turbulenten Phasen. Investieren Sie in diese effiziente Form des Managements, um Ihr Unternehmen optimal auf Herausforderungen vorzubereiten und erfolgreich durch stürmische Zeiten zu navigieren.

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Performance & Qualität durch Interim Management

Umsetzung beschleunigen und messbare Ergebnisse liefern: Im Spannungsfeld von wirtschaftlicher Unsicherheit, Einstellungsstopps und Budgetrestriktionen sehen sich Entscheider und Führungskräfte mit einer zunehmend wachsenden Liste offener Schlüsselpositionen konfrontiert. Interim Management bringt Performance und Qualität.

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Atreus ist „Hidden Champion des Beratungsmarktes 2024/2025“ und hat zahlreiche namhafte Marktteilnehmer hinter sich gelassen. Die Berater von Atreus überzeugten dabei in Zeiten akuter Herausforderungen und unsicherer Märkte als konsequente Umsetzer, fachliche Experten und innovative Vordenker.

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Re-Cap Roundtable

CRO 2024

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Digital Roundtable vom 18. April 2024, 12:00 Uhr

Sie haben die Veranstaltung verpasst? Sehen Sie sich das Re-Play mit den wichtigsten Erkenntnissen an:

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Re-Cap

CRO 2024: Zwischen Exit und Weiterführung

Welche Rolle spielen verschiedene Finanzierungspartner angesichts der Polykrise in einer Restrukturierung? Wie sollte der CRO agieren? Was lohnt sich mehr: der Turnaround – oder der Exit? Das sind die Fragen, die deutsche Unternehmen dieser Tage umtreiben. Im Atreus Roundtable Digital begaben sich Dr. Christian Frank und Tibor Reischitz gemeinsam mit Finanzierungs- und Restrukturierungsexperten auf die Suche nach Antworten.

Die wichtigsten Erkenntnisse in sieben Thesen:

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1. Leise Hoffnung auf ein Rezessionsende – doch Deutschland ist im europäischen Vergleich abgeschlagen.

Beim Blick auf die volkswirtschaftlichen Aussichten sieht man momentan sowohl Licht als auch Schatten: Während China sich „dauerhaft entzaubert“ habe, sei die US-Wirtschaft wieder auf dem Wachstumspfad von vor der Corona-Delle, so Commerzbank-Chefvolkswirt Dr. Jörg Krämer. Deutschland steckt dagegen in einer technischen Rezession und wächst strukturell bedingt schwächer als der Euroraum. Es gibt aber Hoffnungszeichen: Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt seit Monaten, selbst der europäische Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor hat die Rezessionszone verlassen. Und obwohl in Sachen Inflation noch keine endgültige Entwarnung angezeigt ist, erwartet Krämer vier Zinssenkungen der EZB bis Frühjahr 2025, was zusätzlich „Stress aus dem System herausnehmen“ sollte.

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2. Angesichts der Polykrise haben viele deutsche Unternehmen wichtige Weichen nicht gestellt.

„Früher war ein stabiles EBIT ein Garant für Erfolg, aber das reicht heute an vielen Stellen nicht mehr“, sagt Johannes von Neumann-Cosel, Director beim Schweizer Asset Manager Patrimonium. Die Zinslast belaste die Unternehmen, das Wachstum bleibe aus, und steigende Kosten ließen sich nicht mehr so leicht über die Preise weitergeben: „Über Corona und die Multikrisen haben die Unternehmen Vieles verschlafen, Fire Fighting betrieben, Symptome bekämpft – und stehen jetzt vor großen Herausforderungen.“ Was auch mit der „langjährigen Erosion der Standortqualität Deutschlands“ zu tun hat, wie Volkswirt Dr. Krämer erklärt: Bei Arbeitskosten, Steuern oder Regulierung belegt Deutschland im europäischen Vergleich inzwischen einen der hintersten Plätze. „Früher war Deutschland stärker als Europa, seit 2017 ist es umgekehrt.“

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3. Finanzierende Banken nehmen zunehmend die strategische Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle unter die Lupe.

Deutsche Unternehmen stehen unter Kosten- und Performancedruck, bestätigt auch Holger Rabelt, Managing Director im Risikomanagement der Commerzbank: „Seit 2020 hat es kein reales Wirtschaftswachstum mehr gegeben.“ Hinzu kommen Folgen des Kriegs gegen die Ukraine – hohe Inflation und die resultierenden Lohnsteigerungen der Jahre 2023 und 2024 – welche die Gewinn- und Verlustrechnungen der Unternehmen nachhaltig belasten werden. Finanzierende Banken werden in den kommenden Jahren daher vorsichtiger agieren – und genauer hinschauen, was die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle angeht. Vielerorts seien hier Anpassungen notwendig. „Mit Blick auf Restrukturierungen sind wir aber immer noch auf Going-concern getrimmt“, so Rabelt, „wir begleiten die Unternehmen kritisch und doch konstruktiv“.

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4. ESG wird in der Sanierung wichtiger – ist aber angesichts der akuten Krisen derzeit kein Top-Thema.

Banken werden künftig noch stärker auf Maßnahmen der Unternehmen achten, ihre CO2-Emissionen zu senken – vor allem die gut messbaren Scope-1- und Scope 2-Emissionen. Auch soziale Aspekte wie die Einhaltung von Menschenrechten oder die Offenheit für Inklusion und Diversität spielen laut Holger Rabelt eine wichtige Rolle – und das, obwohl die Polykrise derzeit Vieles überlagert: Schließlich gelte es, Beschaffungspreise, Absatzmärkte und die Aufrechterhaltung der Produktion zu sichern. Und doch: „Je nach Länge des Restrukturierungszeitraums erwarten wir als Bank gewisse Schritte in Richtung grünes Unternehmen“, sagt Rabelt. Für Johannes von Neumann-Cosel sind soziale Aspekte ein zentrales Investitionskriterium: Weil Patrimonium das Geld institutioneller Investoren verwalte, entscheide oft die soziale Ausrichtung darüber, ob ein Unternehmen finanziert werde oder nicht.

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5. Nach langsamem Start gewinnt das StaRUG an Bedeutung – aber für ein echtes Fazit ist es noch zu früh.

Seit Januar 2021 bietet das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (kurz: StaRUG) deutschen Unternehmen neue Möglichkeiten der Restrukturierung, wobei während der Corona-Krise die Antragspflichten ausgesetzt wurden. Der Start des StaRUG verlief daher verhalten. Laut Holger Rabelt ist das Instrument trotz gewisser Nachteile grundsätzlich positiv zu beurteilen, da eine Restrukturierung auf der Passivseite ohne Insolvenz immer günstiger sei. Für ein abschließendes Fazit sei es aber noch zu früh: „Wir brauchen mehr Praxisbeispiele, um zu prüfen, wie tauglich das StaRUG wirklich ist.“

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Stefan Mairiedl
Atreus Manager
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„Wenn die Bank sagt: Wir brauchen mehr Liquidität!, ist es meist schon zu spät.“

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6. Wer sein Geschäftsmodell klug hinterfragt und starke Finanzierungspartner hat, kann die Transformation schaffen.

Johannes von Neumann-Cosel erklärt, sein Unternehmen sei kein Wettbewerber für Bankenfinanzierung – denn Patrimonium finanziere meist dann, wenn Banken aufgrund einer Unternehmenskrise ihr Engagement beenden müssten – also zum Beispiel in schweren Krisen. Als Positivbeispiel für eine von Patrimonium begleitete Restrukturierung führt Neumann-Cosel das Traditionsunternehmen BDT Media Automation an: Ursprünglich ein Hersteller von Bandspeichertechnologie, schien BDT vor einigen Jahren völlig aus der Zeit gefallen und durchlitt eine schwere Krise. Durch eine strategische Transformation des Unternehmens und kluge Finanzierungsmodelle gelang es aber, den Umsatz um den Faktor 3 zu steigern und BDT zurück auf einen nachhaltigen Erfolgspfad zu führen.

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7. Für Branchen wie den Maschinenbau ist die Krise eine echte Chance,

sagt Atreus Manager Stefan Mairiedl. Das Unternehmen, das er aktuell begleite, gehe sehr positiv in die Krise, setze etwa auf die Optimierung vorhandener Produktionslinien. Besonders wichtig: Gerade in einer Krise kann es sich für ein Unternehmen auszahlen, den schnellen Kontakt zur Hausbank zu suchen und vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen. Denn „wenn die Bank sagt: Wir brauchen mehr Liquidität!, ist es meist schon zu spät.“ Holger Rabelt kann das nur bestätigen und zieht eine Parallele zur Prävention im Gesundheitsbereich: „Wenn das Problem früh genug entdeckt wird, sind auch die Heilungschancen deutlich besser.“

Unsere Diskutanten

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Dr. Jörg Krämer
Chefvolkswirt Commerzbank

Dr. Jörg Krämer ist Chefvolkswirt der Commerzbank AG und Bereichsvorstand für Research.

Zuvor war er Chefvolkswirt der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank in München und Chefvolkswirt der Invesco Asset Management Deutschland GmbH in Frankfurt. Dr. Krämer begann seine Karriere am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, wo er bei Prof. Dr. Horst Siebert, dem ehemaligen Präsidenten des Instituts, promovierte. Dr. Krämer ist seit 2009 Mitglied des Schattenrates der EZB. Er wurde in Düsseldorf geboren und studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bonn und Münster.

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Johannes von Neumann-Cosel
Director Private Debt, Patrimonium Asset Management AG

Johannes von Neumann-Cosel ist Investment Director Private Debt bei Patrimonium.

Er ist verantwortlich für das Underwriting im Bereich Sondersituationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Nachbarländern sowie für den zugrunde liegenden Investmentprozess. Bevor er 2022 zum Team stieß, war er in verschiedenen Funktionen im Bereich Corporate Finance und Restrukturierung u.a. bei FalkenSteg, Thomas Cook und Roland Berger tätig. Er hat einen Abschluss in internationalem Management von der ESCP-EAP.

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Holger Rabelt
Managing Director, Group Risk Management Commerzbank AG

Holger Rabelt leitet seit Mitte 2020 den Bereich Restructuring Corporates im Group Risk Management der Commerzbank AG.

Er ist verantwortlich für die nationale und internationale Restrukturierung und Sanierung von mittelgroßen und großen Unternehmen in wirtschaftlich schwieriger Lage. Davor war er sieben Jahre Bereichsleiter im Group Risk Management, verantwortlich für die Abwicklung des Schiffsfinanzierungsportfolios der Commerzbank AG.

Von Mitte 2011 bis Oktober 2012 war Rabelt als COO mit der Sanierung und später dann dem Verkauf der Bank Forum in Kiew/Ukraine, einer vormaligen Tochtergesellschaft der Commerzbank, betraut. Mit dem Einstieg in die Commerzbank AG im Oktober 2008 wurde er als Bereichsleiter im Risikomanagement für die Abwicklung des „Structured Credit Portfolio“ (im Wesentlichen US-Subprime related ABS und CDO-Wertpapiere) zuständig.

Vor seinem Wechsel zur Commerzbank AG war Holger Rabelt nach seinem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften insgesamt rund 16 Jahre bei der Dresdner Bank AG und danach bei der IKB Deutsche Industriebank AG tätig

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Stefan Mairiedl
Atreus Manager

Stefan Mairiedl bringt über 20 Jahren Erfahrung im Interim Management mit.

Er zeichnet sich durch eine erfolgreiche Bilanz von 12 Interimsmandaten aus, die Laufzeiten von 6 bis 30 Monaten hatten. Sein Fokus auf die Steigerung der Profitabilität und die Umwandlung von Verlusten in Gewinne spiegelt sich in mehr als 25 Jahren operativer Führungserfahrung wider.

Er hatte Positionen als CEO, CRO, COO und CSO inne. Seine Branchenschwerpunkte liegen in der Automotive Zulieferindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Metall- und Kunststoffindustrie. Mairiedls fachliche Schwerpunkte umfassen Restrukturierung/Turnaround, Reorganisation, die Beratung nach dem ESUG, sowie gerichtliche und außergerichtliche Sanierung. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Geschäftsführer Technik/Finanzen beim Sachsenring, Vorsitzender Geschäftsführer bei Sysma Antriebstechnik und Technischer Geschäftsführer beim Zahnradwerk Leipzig. Seine Erfahrung erstreckt sich über Familien- und eigentümergeführte Unternehmen

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Atreus News: Zugang zu geballtem Know-how

Alles neu. Alles anders. Die Industrie befindet sich mitten in einer Schockwelle des Wandels. Wer nicht informiert ist, wird ausgebremst. Das Atreus Experten-Netzwerk tauscht Know-how aus und gibt wertvolle Anregungen. Seien Sie dabei und immer einen Schritt voraus!

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Atreus Macher:innen – Episode 7

Karolin Rohmer über ihre Erfahrungen als Interim Managerin

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Karolin Rohmer, eine Pionierin im Interim Management, teilt ihre Einblicke und ermutigt, nicht bis zum Ende der Festanstellung zu warten, um neue Wege Richtung Interim Management zu beschreiten.

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Astrid Overbeck über ihre Erfahrungen als Interim Managerin

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Wie vereinbart man erfolgreich Karriere und Familie? Astrid Overbeck kennt das Dilemma aus eigener Erfahrung. Sie erfuhr in ihrer Rolle nie Diskriminierung, bis zur Geburt ihres Kindes – ein Wendepunkt, der viele Frauen trifft.

Sehen Sie das ganze Interview hier:

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Re-Cap A·lounge

Fahrzeugbatterie der Zukunft

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A·lounge Digital vom 21. März 2024, 12:00 Uhr

Sie haben die Veranstaltung verpasst? Sehen Sie sich das Re-Play mit den wichtigsten Erkenntnissen an:

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Re-Cap

Fahrzeugbatterie der Zukunft

Elektrofahrzeuge erobern die Welt: 30 % der weltweit verkauften Pkw waren 2023 elektrifiziert. Die Fahrzeugbatterie macht etwa 40 % der Kosten aus und ist daher entscheidend für Reichweite und Leistung. Der Trend geht zunehmend von Lithium-Ionen- zu Feststoffbatterien, die steigende Nachfrage erhöht den Strombedarf und schafft neue Arbeitsplätze. Was impliziert das für den Automobilstandort Deutschland?

In unserer A·lounge Digital haben Stefan Randak und Robert Minge gemeinsam mit Batterieexperten beleuchtet, was die Transformation technologisch bedeutet, wo die wesentlichen Stellschrauben bei Supply Chain, Produktion und Marktdiffusion liegen – und wie diese Themen aus Managementsicht gelöst werden können.

Die wichtigsten Erkenntnisse in neun Thesen:

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1. Deutschland erkennt erst jetzt langsam, wie wichtig E-Fahrzeuge als Energiespeicher sind.

Mit seinem Unternehmen Bavertis arbeitet Dr. Manuel Kuder daran, die Lebensdauer von Batterien für Elektroautos zu verlängern. „Gerade SUVs muss man als Energiespeicher sehen“, sagt Kuder. In Deutschland werde erst langsam erkannt, was asiatische Hersteller längst begonnen hätten. Für Elektrofahrzeuge bedeutet das: „Eigentlich müsste in jedem Fahrzeug ein bidirektionales Ladegerät verbaut sein.“ Damit ist eine Fahrzeugbatterie gemeint, die nicht nur selbst aufgeladen werden, sondern auch Energie ins Stromnetz oder an andere Verbraucher zurückspeisen kann.

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2. Fehlende Reichweite bremst noch immer den Markt für Elektrofahrzeuge.

„Reichweitenangst begleitet uns seit dem Beginn der Elektromobilität“, sagt Matthias Zentgraf. Er ist Advisor des CEO beim chinesischen Batteriegiganten CATL, der einen Großteil seines Umsatzes in die (Weiter-)Entwicklung immer besserer Technologien investiert, um den Bauraum im Auto optimal zu nutzen. Als entscheidende Faktoren für die Reichweite eines E-Autos nennt Zentgraf vor allem das Gewicht sowie die Lade- und Entladefähigkeit der Batterie. Derzeit arbeite die ganze Zellindustrie zum Beispiel an Serienlösungen, die ohne Module auskommen und somit nur noch aus Zelle und Batteriepack bestehen. „Ziel muss es sein, die Ladesäulen schneller zu machen“, sagt Bavertis-Gründer Kuder. Geht es nach Michael Reich, Global Head of Sales beim Grown-up LION Smart, ist die Reichweite aber nicht immer ausschlaggebend: „Wenn ich weiß, welche Strecken ich fahren muss, ist die Reichweite am Ende nicht mehr so dominant.“

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3. Bis sich die Feststoffbatterie flächendeckend durchsetzt, wird es noch ein paar Jahre dauern.

„Die Feststoffbatterie wird kommen“, sagt CATL-Advisor Zentgraf, „die Frage ist nur wann.“ Entscheidend seien aus Herstellersicht die Validierung und das hohe Risiko hinsichtlich der Sicherheitskriterien im Fahrzeug, aber auch die Verfügbarkeit der Rohstoffe, die zudem im Sinne der Fair Battery beschafft werden müssten. Die nächste Batteriegeneration, so Zentgraf, werde aber zunächst günstiger, leichter und energiedichter sein. Zentgraf verweist auch auf den derzeit deutlichen Vorsprung chinesischer Hersteller bei der Batteriefertigung: „Wenn Du zu spät am Bahnhof ankommst, kann es sein, dass der Zug schon weg ist.“

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4. Wie sieht der perfekte Produktionsanlauf aus? Kurze Antwort: Es ist komplex.

In Arnstadt steht Europas erste und größte Produktionsstätte für Lithium-Ionen-Batterien. Auf einer Länge von 540 Metern erstreckt sich die Produktion vom Materialeingang bis zur fertigen Zelle. CATL-Advisor Zentgraf beschreibt die immensen Herausforderungen beim Hochfahren der Fertigung: In den Gebäuden brauche es Reinraumbedingungen, präzise Temperatursteuerung und niedrige Luftfeuchtigkeit, zudem sei der Energiebedarf enorm. Besonders komplex sei die Abstimmung der Produktion auf die Abrufzahlen und die Einhaltung der Qualitätsstandards bei der Herstellung mehrerer Millionen Zellen pro Jahr. „Jeder wünscht sich einen perfekten Produktionsanlauf, aber wenn es so einfach ginge…“, sagt Zentgraf.

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5. Lebensdauer schlägt Recycling: Batterien sollten möglichst lange in Verwendung bleiben.

Laut McKinsey werden im kommenden Jahrzehnt 100 Millionen Batterien aus E-Fahrzeugen ausgemustert, zitiert Atreus Partner Stefan Randak. Eine Antwort darauf kann laut Matthias Zentgraf das Recycling mit einer Rückgewinnungsquote von 98 Prozent für alte Batteriepacks sein. Doch das allein sei nicht die Lösung, sagt Bavertis-CEO Kuder: „Ziel muss es sein, die Batterien so lange wie möglich zu nutzen. Wir streben aktuell eine Verlängerung der Lebensdauer um 80 Prozent an.“ Den EU Battery Act, der die Nachhaltigkeit, Leistungsfähigkeit und Sicherheit von Batterien umfassend regeln soll, bezeichnet er als Schritt in die richtige Richtung. Denn derzeit sei die Produktion von Second-Life-Batterien äußerst komplex.

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Matthias Zentgraf
Advisor to the CEO, CATL Europe
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„Jeder wünscht sich einen perfekten Produktionsanlauf, aber wenn es so einfach ginge…“

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6. Eine nachhaltige Lieferkette für Batterien kann gelingen, erfordert aber die Zusammenarbeit aller Stakeholder.

Versorgungsengpässe, Preisschwankungen, ungleich verteilte Vorkommen, Probleme mit der Nachhaltigkeit: Die Rohstoffe für Batterien sind ein komplexer Faktor für die E-Mobilität, wie Atreus-Advisor Dr. Sabine Lutz betont. Erstens müsse eine nachhaltige Lieferkette transparent sein, was angesichts der Komplexität aber alles andere als trivial sei. Sie empfiehlt, sich Initiativen wie Catena-X (Rohstoffzertifizierung) oder Responsible Mining Assurance (verantwortungsvoller Bergbau) anzuschließen. Zweitens sei es sinnvoll, nach dem Motto „Local for local“ verstärkt auf regionale Lieferketten zu setzen – also Rohstoffe dort einzukaufen, wo sich die Produktion befindet. Und drittens seien Partnerschaften essenziell: OEMs und Zellhersteller müssten ihr strategisches Engagement in der vorgelagerten Supply Chain verstärken. Führende Hersteller, so Lutz, strebten bereits heute ein hohes Maß an vertikaler Integration an, „bis zur Mine“.

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7. Batterie-Management-Systeme werden sich in den kommenden Jahren stark weiterentwickeln.

Batterie-Management-Systeme (BMS) sorgen dafür, dass Batterien weder zu voll noch zu leer sind, dass sie nicht zu schnell und nicht bei zu kalten Temperaturen geladen werden, erklärt Bavertis-Gründer Kuder. Innovative BMS behandeln zudem jede einzelne Batteriezelle individuell und könnten es perspektivisch ermöglichen, viele Batteriedaten im Feld zu sammeln. Derzeit kann nur die Spannung gemessen werden. „BMS müssen Ferndiagnose beherrschen“, sagt auch Batterieexperte Jens Pohl. Er sieht auch KI in BMS als große Chance. Und Michael Reich von LION Smart berichtet, dass sein Unternehmen dank einer Kooperation mit BMW auf mehrere Milliarden Kilometer Felderfahrung zurückgreifen kann.

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„Es geht ums Machen, die Industrie braucht keine großen Strategien, sondern Manager, die anpacken.“

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8. Die Batteriefertigung ist ein Beschäftigungsfaktor, mit dem man rechnen muss.

Von den rund 800.000 Beschäftigten in der Automobilindustrie könnte in den kommenden Jahren gut ein Viertel wegfallen, sagt Atreus Partner Randak. Ein spannendes Betätigungsfeld für Ex-Automotive-Mitarbeiter kann die Batterie(zellen)produktion sein. In Deutschland gibt es vor allem Werke in den neuen Bundesländern, in Baden-Württemberg und im Südosten Bayerns. Welche Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es dort? Alles, was mit Modulen, Packs, Logistik oder Qualitätsmanagement zu tun hat, sei interessant, sagt Matthias Zentgraf; ebenso der Anspruch der Klimaneutralität – Stichwort: Umstellung auf Erneuerbare Energien –, was technisch gar nicht so einfach sei. Manuel Kuder von Bavertis sucht vor allem Embedded-Entwickler und Batteriechemiker, Michael Reich von LION Smart insbesondere „Menschen, die anpacken und Dinge erledigen. Leute, die den Überblick behalten und das Ziel vor Augen haben.“

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9. Passende Interim Manager haben im Bereich Batteriefertigung glänzende Aussichten.

Auch für Interim Manager ist die Batterieproduktion ein spannendes Betätigungsfeld: Viele von ihnen sind Generalisten. Experte Jens Pohl betont, dass gerade auf Entwicklungsseite ein großer Bedarf an Hard- und Softwareentwicklern besteht. Aber auch Projektleitungen für Entwicklung, Industrialisierung der Produktion oder Automatisierung sind in seinen Augen ein hervorragendes Betätigungsfeld für Manager auf Zeit. „Es geht ums Machen“, sagt Atreus Direktor Robert Minge, „die Industrie braucht keine großen Strategien, sondern Manager, die anpacken.“

Unsere Diskutanten

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Matthias Zentgraf
Advisor to the CEO, CATL Europe

Der studierte Diplom-Ingenieur blickt auf zahlreiche Leitungstätigkeiten bei Zulieferer (Siemens VDO, Continental) und zuletzt als Regional President der CATL Europe zurück, die er heute als „Advisor to the CEO“ weiterbegleitet.

Die CATL (Contemporary Amperex Technology Co. Limited) ist der größte chinesische Hersteller von Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Mittlerweile zählt das Unternehmen auch zu den zehn größten Automobilzulieferern der Welt.

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Jens Pohl
Gesellschafter, Smart Battery Solutions

Der studierte Diplom-Ingenieur blickt auf zahlreiche Leitungstätigkeiten bei Herstellern (Daimler) und Zulieferern (Voith) und zuletzt als Geschäftsführer und heutiger Gesellschafter der Smart Battery Solutions GmbH zurück. Darüber hinaus begleitet er zahlreiche Aufsichtsrats-/Beiratsmandate innerhalb der produzierenden Industrie sowie bei bekannten Beratungsgesellschaften.

Die Smart Battery Solution GmbH ist ein mittelständischer, deutscher Anbieter von Batterielösungen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Das Unternehmen wurde als Wachstums-Champion 2023 ausgezeichnet (Europe’s Fastes Growing Companies 2023). Das Motto des Unternehmens: Power immer und überall.

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Michael Reich
Global Head of Sales, LION Smart

Der studierte Diplom-Ingenieur blickt auf zahlreiche Leitungstätigkeiten bei Zulieferern (Plastic Omnium, OSRAM) zurück und leitet heute den globalen Vertrieb der LION Smart GmbH.

LION Smart ist ein Unternehmen für Batterietechnologie, spezialisiert auf die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge. Durch die Gründung der TÜV Süd Battery Testing GmbH zusammen mit der TÜV Süd AG ist Lion Smart dabei, seine Tätigkeiten im Bereich der Batterieentwicklung weiter zu intensivieren.

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Dr. Manuel Kuder
Co-Founder u0026amp; CEO / Bavertis GmbH

Der promovierte Master of Science (Elektrotechnik, Neuroengineering) ist Co-Founder & CEO der Bavertis GmbH, einem Spin-off der Universität der Bundeswehr in München. Er gilt als Spezialist im Bereich der Batteriesteuerung. Neben seiner Aufbau- und Entwicklungstätigkeit für die Bavertis ist er weiterhin an der Universität der Bundeswehr tätig.

Bavertis ist ein Start-up-Unternehmen, das ein softwaregesteuertes Batterie-Ökosystem entwickelt, um die Batterielebensdauer von Elektrofahrzeugen um bis zu 80 % zu erhöhen. Dabei nutzt KI hochpräzise Batteriedaten, die vom eigenen Mikrochip in der Fahrzeugbatterie generiert werden.

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Atreus News: Zugang zu geballtem Know-how

Alles neu. Alles anders. Die Industrie befindet sich mitten in einer Schockwelle des Wandels. Wer nicht informiert ist, wird ausgebremst. Das Atreus Experten-Netzwerk tauscht Know-how aus und gibt wertvolle Anregungen. Seien Sie dabei und immer einen Schritt voraus!

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Battery Technology erfolgreich realisieren

Die Nachfrage nach Speicherzellen, Batteriemodulen und Systemen für die Elektromobilität und die damit verbundene Energiewende steigt stark an. Branchenübergreifend werden hohe Summen in den Aufbau von Know-how für neue Geschäftsfelder investiert. Kundenprojekte müssen realisiert, neue Produktionsprozesse und Lieferketten optimiert und Technologien erprobt werden.

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Die deutschen Hersteller müssen innovativer werden

Die deutsche Automobilindustrie steht vor zahlreichen Herausforderungen. Stefan Randak spricht über eine Welt im Krisenmodus, sich wandelnde Märkte und neue Wettbewerber aus China, sowie über ehemalige Niedriglohnländer.

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Atreus Expertenrunde vom 21.06.2023

Atreus Roundtable Artificial Intelligence: Insights von Top-Executives

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Top-Runde im Atreus Office

Am 08. März 2024 fand im Atreus Office eine hochkarätige Diskussion über den betriebswirtschaftlichen Einfluss und die Dringlichkeit der KI-Technologie statt. 16 Teilnehmer mit vielfältigem Branchen- und Funktionshintergrund tauschten ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus.

Kompetenzaufbau und Grundlagenwissen


Alle Teilnehmer verfügten über 25 Jahre oder mehr Erfahrung in der Internet- und Digitalökonomie. Diese langjährige Erfahrung bildete eine solide Grundlage, um auch ein tiefes Verständnis für das Thema KI aufzubauen. Viele erinnerten sich an die turbulenten Anfangsjahre des Internets und das Platzen der Dotcom-Blase zu Beginn der 2000er Jahre, sowie an die revolutionären Auswirkungen des iPhones und der sozialen Medien. Es wurden Analogien zur aktuellen Stimmung bezüglich KI gezogen, die von maximaler Skepsis bis hin zu einer regelrechten Goldgräberstimmung reicht. In dieser Phase gibt es immer Gewinner wie Amazon.com, Facebook, Booking.com und Uber, aber auch Verlierer wie Nokia und Kodak.ringt.

Gestalter digitaler Transformation + Strategie | Consultant | Interim Executive
Uwe Weinreich
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„Wir erleben eigentlich nicht künstliche Intelligenz, sondern generierte Produktivität. KI wird sich vom Werkzeug zum Entscheider entwickeln, das birgt aber Diskussionsbedarf in gesellschaftlichen Diskussionen. (Optimierung von Arbeitsplätzen, Workflows, etc.) Die Entwicklung können wir nicht stoppen, aber wir müssen Sie gestalten lernen, da KI in Unternehmen ein eigener Layer wird.“

Gestalter digitaler Transformation + Strategie | Consultant | Interim Executive
Uwe Weinreich
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Es wurde betont, dass nur eine intensive Auseinandersetzung mit der KI-Technologie, sowohl theoretisch als auch praktisch, den Weg zu einem fundierten Verständnis der Potenziale von KI ebnen kann. Trotzdem ist heute noch häufig gefährliches Halbwissen anzutreffen. Viele Menschen glauben nach einer oberflächlichen Beschäftigung mit dem Thema KI, insbesondere Generative KI wie ChatGPT und CoPilot, bereits, Experten zu sein, was jedoch lediglich gefährliches Halbwissen ist.

Es ist unerlässlich, Grundkenntnisse in Informatik, Cloud-Computing und Data Science zu erwerben, gefolgt von einer fundierten theoretischen Weiterbildung mit praktischen Anwendungen in Projekten und Proof of Concepts. Nicht jeder muss ein “KI-Mechaniker und KI-Designer” sein, aber um in dieser Analogie zu bleiben, ist eine gewisse Grundkompetenz erforderlich, um das richtige Auto zu kaufen und vor allem, es auch zu bedienen und zu lenken. Die Gruppe war sich einig: Der Aufbau von Kompetenzen muss jetzt erfolgen, da es einige Zeit dauern wird, um Fachkenntnisse und Expertise zu erlangen.

Werner Brell
Digital Transformation | Advisor | Former President Red Bull Media House US | Former Chief Engagement Officer Samsung
D

„Jeder versucht Tools zu verwenden und weiß eigentlich gar nicht, wie diese funktionieren.“

Werner Brell
Digital Transformation | Advisor | Former President Red Bull Media House US | Former Chief Engagement Officer Samsung
Dr. Helmut Leopold
Head of Center for Digital Safety & Security
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„Generative AI überlagert zur Zeit jede Diskussion, in jedem Angebot muss KI stehen. Vor einigen Jahren war es Block-Chain. In einigen Jahren wird es Quantencomputing sein. Aber es gibt sehr wenige, die KI wirklich verstehen.“

Dr. Helmut Leopold
Head of Center for Digital Safety & Security

Einfluss von KI auf die Wirtschaft und Europas Souveränität

Es steht außer Frage, dass KI das Potenzial hat, das BIP in Volkswirtschaften erheblich zu steigern. In ganz Europa wird das mögliche BIP-Wachstum durch generative KI bis 2030 auf 470 bis 960 Mrd. Euro geschätzt. Doch gleichzeitig bestehen Bedenken, dass die vermehrte Nutzung von KI-Technologie aus außereuropäischen Quellen die Abhängigkeit verstärkt und die Souveränität Europas gefährden könnte. In der Diskussion war der klare Appell zu hören, die eigene KI-Innovations- und Start-up-Industrie zu unterstützen und vermehrt in KI-Technologie “made in Europe” zu investieren.

Die Teilnehmer stuften den Einfluss der KI-Technologie auf die Wirtschaft als “sehr hoch” ein. Neben den Rationalisierungsmöglichkeiten im Bereich des White- und Blue-Collar-Sektors bietet KI die Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und eine erhöhte Effektivität sowie “Smartness” zu erzielen. Durch die Fähigkeit der Maschine, mehr Daten zu verarbeiten als Menschen oder herkömmliche IT-Datenbanken, entstehen Expertensysteme von beeindruckender Präzision. Praxisbeispiele aus Bereichen wie Wirtschaftsprüfung, M&A-Transaktionen, Produktion und Logistik, Pharma und Medien wurden diskutiert und analysiert.

Das Fazit lautet: Ja, KI hat einen enormen Einfluss auf die Top- und Bottom-Line. Allerdings erfordert es umfangreiches Changemanagement, um die Potenziale voll auszuschöpfen. Die Weiterbildung der Mitarbeiter hat oberste Priorität, da sich durch KI-Technologie Prozesse verändern und die Art der Aufgabenbewältigung für viele Mitarbeiter neu gestaltet wird. Es wurde vorgeschlagen, Mitarbeiter zu ChatGPT-Schulungen zu schicken und Lizenzen zur Verfügung zu stellen, jedoch wurde betont, dass dies allein nicht ausreicht, um die Unternehmensprozesse nachhaltig zu verändern. Ein KI-Adoptionsprogramm muss daher anders gestaltet sein, um effektiv zu sein. Weitere Details dazu finden Sie unten.

Andreas Sattelberger
Certified Turnaround Expert | CEO, COO, CFO
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„Industie 4.0 ist Illusion 4.0 – bis jetzt ist vieles nicht umgesetzt, ähnlich ist dies bei der KI … die Tech-Branche versteht es alle paar Jahre eine neue Sau durchs Dorf zu treiben, aber es darf nicht AI um den Selbstzweck sein. Daten und Prozesse müssen auf Vordermann gebracht werden, bevor wieder das “next shiny tool” eingekauft wird.“

Andreas Sattelberger
Certified Turnaround Expert | CEO, COO, CFO
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Die Dringlichkeit der KI-Integration: Herausforderungen und Chancen im Blick

Die Dringlichkeit, sich mit KI zu beschäftigen, ist unbestreitbar. In verschiedenen Branchen besteht die Gefahr, dass durch neue Angebote und Marktteilnehmer die bestehenden Wettbewerbsregeln grundlegend verändert werden, ähnlich wie es bei Kodak und Nokia der Fall war. Dies betrifft nun insbesondere Maschinenbauer, Automobilhersteller sowie Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Chemie und Medizintechnik. Neben dem Potenzial für erhebliche Effizienzsteigerungen ist die Analyse dieser disruptiven Fragen von entscheidender Bedeutung.

KI kann nicht einfach von der Stange gekauft und sofort produktiv eingesetzt werden. Vielmehr bedarf es einer gründlichen Bedarfsanalyse, der Identifizierung von Use Cases und der Erstellung von Business Cases. Zudem ist umfassende Technologiekompetenz und ein starkes Changemanagement erforderlich, um Mitarbeiter, Kunden und Partner mitzunehmen. Ein iterativer Ansatz und die Umsetzung von Projekten sind notwendig, um die betriebswirtschaftlichen Vorteile von KI langfristig nutzen zu können. Andernfalls bleibt der Einsatz von KI lediglich eine Spielerei und birgt die Gefahr einer großen Enttäuschung.

Der Gartner Hype Cycle beschreibt dieses Phänomen treffend. Generative KI (GenAI) ist derzeit zweifellos ein Hype-Thema, das kurzfristig zu Enttäuschungen führen kann. Dennoch birgt GenAI langfristig ein enormes Potenzial. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: “Wenn du noch nicht enttäuscht wurdest, solltest du dich schleunigst damit auseinandersetzen. Denn das Tal der Tränen gehört zur wirklichen produktiven Nutzung von KI dazu.” Es ist wichtig anzumerken, dass die KI-Technologie noch nicht perfekt ist und sich weiterhin rasant entwickelt. Obwohl ChatGPT auf die meisten Fragen eine Antwort liefert, liegt die Wahrscheinlichkeit für grottenschlechte Antworten derzeit noch zwischen 20 und 30 Prozent. Am Ende bleibt der Mensch der Sicherheitsanker und benötigt eine hohe fachliche Beurteilungsfähigkeit zur Überprüfung der Ergebnisse.

Call to action: Das KI-Adoptionsprogramm

Ein KI-Adoptionsprogramm ist ein strukturierter Plan zur Einführung und Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Thema KI sowohl wichtig als auch dringend ist. Es wurde betont, dass die Umsetzung nicht trivial ist und einen sorgfältigen Managementansatz erfordert, um die Komplexität zu bewältigen und das Beste aus der Technologie herauszuholen. Es geht darum, die Integration von KI ordentlich und effektiv zu gestalten. Ein KI-Adoptionsprogramm sollte an die spezifischen Bedürfnisse und Ziele des Unternehmens angepasst werden. Es erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen IT, Geschäftsführung und Mitarbeitern, um den erfolgreichen Einsatz von KI sicherzustellen:

  • Benennen Sie einen KI-Leader: Der Auftrag ‘Du machst mir das Internet’ wurde vor 20 Jahren einem Diskussionsteilnehmer von einem CEO erteilt. Heute könnte dieser Auftrag lauten: ‘Du machst mir das KI’. Ein KI-Leiter muss über ein solides Geschäftsverständnis verfügen, technologisch versiert sein und ein Verständnis dafür haben, wie man Menschen auf dieser Reise mitnimmt. Diese Fähigkeiten können sowohl aus der bestehenden Führungsmannschaft stammen als auch von externen Interimsmanagern mitgebracht werden. Innovation kommt selten von innen und oft auch nicht aus der eigenen Branche. Daher ist die Zusammenarbeit mit Interimsmanagern ein praktikabler Ansatz, um rasch Ergebnisse zu erzielen, während das Thema im Unternehmen etabliert wird. Dies trägt auch zur Dringlichkeit der Angelegenheit bei.
  • Sensibilisierung der Mitarbeiter: Erklären Sie den Mehrwert von KI und wie sie Geschäftsprozesse verbessern kann.
  • Schulung und Weiterbildung: Bieten Sie Mitarbeitern Schulungen zu KI-Grundlagen und -Anwendungen an.
  • Ziele definieren: Klären Sie, welche Ziele Sie mit KI erreichen möchten (z. B. Effizienzsteigerung, bessere Entscheidungsfindung, Kundenservice).
  • Ressourcenplanung: Ermitteln Sie die benötigten Ressourcen (Budget, Personal, Technologie).
  • Datenqualität sicherstellen: Bereinigen und strukturieren Sie Ihre Daten für KI-Anwendungen.
  • Datenschutz und -sicherheit: Berücksichtigen Sie Datenschutzrichtlinien und Sicherheitsaspekte.
  • KI-Tools und Plattformen: Wählen Sie die passenden KI-Technologien aus (z. B. Machine Learning, Natural Language Processing). Der KI Markt ist fragmentiert. Daher ist eine ordentliche Vendorselektion auch hier sehr wichtig.
  • Prototypen entwickeln: Erstellen Sie erste KI-Modelle und testen Sie diese.
  • Pilotprojekte: Starten Sie kleine KI-Projekte, um die Machbarkeit zu prüfen.
  • Skalierung: Wenn Pilotprojekte erfolgreich sind, erweitern Sie den Einsatz von KI auf andere Bereiche.
  • Kommunikation: Informieren Sie Mitarbeiter über die KI-Initiative und beteiligen Sie sie aktiv.
  • Change Agents: Benennen Sie Mitarbeiter, die als KI-Botschafter fungieren und andere motivieren.
  • Monitoring und Optimierung:
  • Leistung messen: Überwachen Sie die Leistung der KI-Modelle und passen Sie sie bei Bedarf an.
  • Feedback nutzen: Sammeln Sie Feedback von Nutzern und optimieren Sie die KI-Anwendungen kontinuierlich.
  • Ethikrichtlinien: Definieren Sie ethische Grundsätze für den KI-Einsatz.
  • Verantwortung: Klären Sie, wer für die KI-Systeme verantwortlich ist.
Dr. Elisabeth Denison
Expert in Strategy, Finance, People & Operations
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„AI ist keine „Kann“-, sondern eine „Muss“-Option für Unternehmen, weil wir in Zukunft gar nicht mehr die Auswahl an qualifizierten Ressourcen haben, die benötigt werden.“

Dr. Elisabeth Denison
Expert in Strategy, Finance, People & Operations

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Atreus Macher:innen – Episode 5

Caroline Ulbrich: Vernetzung eröffnet eine neue Dimension

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In einer dynamischen Berufswelt, in der sich Frauen täglich behaupten müssen, gibt es bestimmte Strategien, die den Unterschied ausmachen können. Carolin Ulbrich, mit ihrer beeindruckenden internationalen Laufbahn, teilt im Interview mit Eva von Rottkay ihre persönlichen Erfahrungen für Frauen, die im Interim Management erfolgreich sein wollen.

Diese Erkenntnisse sind mehr als nur berufliche Ratschläge – sie sind Wegweiser zu einer erfüllenden Karriere und einem ausgewogenen Leben.

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